In Europas Städten regiert vielerorts der vorauseilende Gehorsam gegenüber islamischen Großprojekten – doch in Andalusien stößt die politisch korrekte Unterwerfung nun auf wehrhaften Widerstand. In Sevilla musste der Stadtrat die Baugenehmigung für ein geplantes islamisches Kulturzentrum inklusive Riesenmoschee im Stadtteil Polígono Sur vorerst auf Eis legen. Ein juristischer Vorstoß der patriotischen Vox-Partei sorgt für einen Baustopp.
Eigentlich hätte das Projekt der privaten Fundación Mezquita de Sevilla am 10. Juli vom Planungsausschuss durchgewunken werden sollen. Doch Vox grätschte im letzten Moment dazwischen. Statt des roten Teppichs gibt es für die Initiatoren des neuesten Symbols der Islamisierung Spaniens nun erst einmal eine gründliche juristische und technische Prüfung. Das geplante Areal auf der Victoria Domínguez Cerrato-Straße hat es in sich: Gebetssaal, rituelle Waschräume, ein Innenhof, soziale und kulturelle Einrichtungen – und als optisches Ausrufezeichen ein 30 Meter hohes Minarett, entworfen vom Architekten Guillermo Vázquez Consuegra. Übrigens: Diese früher nach dem Traditionalisten Manuel Fal Conde benannte Straße wurde im Jahr 2009 nach der „Nachbarschaftsheldin“ Victoria Domínguez Cerrato umbenannt, die sich in diesem sozialen Brennpunktviertel über die Vereinigung Entre Amigos für Bildung, Jugendförderung und Frauenrechte (sic!) eingesetzt hat.
Doch Vox-Fraktionschef Gonzalo García de Polavieja und seine Juristen haben den Braten gerochen. Die offizielle Argumentation der Moschee-Befürworter: Es handle sich primär um ein „Kulturzentrum“, in dem der Gebetsraum nur eine untergeordnete Rolle spiele. Ein Blick in die Bauakten zeigt jedoch das Gegenteil. Dort wird eine strikte geografische Ausrichtung des Saales (nach Mekka) als zwingende Bauvoraussetzung genannt. Damit ist klar: Der sakrale Nutzen ist eben nicht nur Beiwerk, sondern der Hauptzweck. Nach dem städtischen Bebauungsplan von 2006 dürfen komplementäre Nutzungen jedoch maximal 40 Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Vox fordert nun die strikte Einhaltung des Gesetzes – ein Detail, das die linken und zentristischen Projektbefürworter im Rathaus offenbar geflissentlich übersehen wollten.
🇪🇸 Spanish conservative party Vox forces Seville to freeze the giant mosque construction.
— Mario Nawfal (@MarioNawfal) July 10, 2026
The license for the massive Islamic complex has been suspended.
This halts one of the most controversial religious projects in recent years.
"This victory against the Islamization of… pic.twitter.com/oOSjBFnYBX
García de Polavieja machte unmissverständlich klar, worum es hier eigentlich geht: „Wir werden die Islamisierung der Viertel unserer Stadt nicht zulassen.“ Die Anwohner im krisengeschüttelten Bezirk Polígono Sur und den angrenzenden Vierteln haben ohnehin ganz andere, wichtigere Sorgen. Das Viertel braucht dringend eine U-Bahn-Anbindung, bessere medizinische Versorgung, Schulen, mehr Sicherheit auf den Straßen und eine funktionierende Müllabfuhr. Eine Mega-Moschee in einer Stadt mit knapp 700.000 Einwohnern, von denen etwa 10.000 Moslems sind, ist dabei vor allem ein Unterwerfungssymbol. Vox fordert deshalb eine umfassende Bürgerbefragung. Die Menschen vor Ort müssen selbst entscheiden, was in ihrer Nachbarschaft passiert.
Während der zuständige Planungsstadtrat Juan de la Rosa (PP) versucht, die Wogen zu glätten und die Vertagung als „Routine“ herunterzuspielen, herrscht bei den islamischen Verbänden helle Aufregung. Jalid Nieto, Vizepräsident der Stiftung, polterte bereits in den Medien, dass eine Verweigerung der Genehmigung eine „administrative Anomalie“ wäre. Man droht bereits mit dem Klageweg durch alle Instanzen. Wenn man den religiösen Machtanspruch nicht mithilfe der Unterwerfung der Linken durchsetzen kann, soll eben die Justiz nachhelfen.
🔴 ÚLTIMA HORA | El Ayuntamiento de Sevilla paraliza la licencia de obras de la nueva mezquita con comedor y centro médico para musulmanes gracias a VOX
— LA GACETA (@gaceta_es) July 10, 2026
Por Unai Cano (@unaicano10)https://t.co/7CJYcwccqv
Auch der Bürgermeister José Luis Sanz (von der vermeintlich konservativen Volkspartei PP) zeigte sich feige und betonte noch kurz vor dem Baustopp, dass Ideologien nicht über dem Gesetz stünden und die Initiatoren das normale Verfahren (war da angesichts der grassierenden Korruption in Spanien vielleicht auch etwas Bakschisch im Spiel?) durchlaufen hätten. Dass dieses Verfahren durch Vox nun auf rechtlich wackligen Beinen steht, schmeckt dem Establishment sichtlich nicht. Der Fall hat mittlerweile das andalusische Regionalparlament erreicht, wo Manuel Gavira (Vox) den Finger tief in die Wunde legt.
Ohne die knallharte Oppositionsarbeit von Vox würde der Bau weiter voranschreiten und die Bemühungen von fast 800 Jahren der Reconquista (die am 2. Januar 1492 durch die Übergabe von Granada durch Sultan Boabdil an Königin Isabella I. von Kastilien und Ferdinant II. von Aragón offiziell abgeschlossen war) noch weiter in den Schmutz ziehen. Denn heute, mehr als ein halbes Jahrtausend später, hat man in Spanien die Geschichte offensichtlich weitestgehend vergessen und lässt die erneute islamische Landnahme beinahe widerstandslos zu.





