Mit großem Stolz verkündeten die Naturfreunde, eine Vorfeldorganisation der SPÖ, dass vor ihren Berghütten jetzt Regenbogen-Fahnen wehen würden. Dies findet bei den linken Anhängern der Partei zwar durchaus Zuspruch, zahlreiche Personen kommentierten die Mitteilung aber auch äußerst kritisch oder negativ. Falls man mit der Aktion Aufmerksamkeit generieren wollte, ist das wohl gelungen. Ob man Homosexuellen-Propaganda auch auf den Bergen benötigt, bleibt wohl eine Streitfrage.
Nirgendwo ist man mehr vor LGBTQ, also Homosexuellen-Propaganda, in Sicherheit. Nicht einmal beim Bergwandern, wo viele Menschen einfach entspannen und die Natur genießen wollen. Sie haben die Rechnung nicht mit den Naturfreunden gemacht, einer Vorfeldorganisation der SPÖ unter der Leitung des EU-Parlamentariers Andreas Schieder.
In seiner letzten Presseaussendung schreibt Schieder vom „Zugang zur Natur für alle“ – aber tatsächlich ist bei den Naturfreunden wohl etwas anderes gemeint. Bergwanderer, Familien, Touristen – ihnen allen fährt man mit der Homosexuellen-Propaganda auch auf den Berghütten ins Gesicht – ob sie das wollen oder nicht. Inwiefern die Rechte irgendwelcher sexuell anders gepolter Menschen dadurch gestärkt werden, ist fraglich – ebenso fraglich, weshalb man das in einem aufgeklärten, toleranten Jahr 2026 noch tun muss. Dort, wo die Aufklärung noch nicht stattgefunden hat – in so manchen Zuwanderermilieus – traut sich die SPÖ mit ihrer Homosexuellen-Propaganda ohnehin nicht vorzusprechen.
Bei ihrem Posting auf Facebook erklären die Naturfreunde Österreichs jedenfalls:
Regenbogen-Fahnen wehen auf Naturfreunde-Hütten
Auch heuer setzen wir ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt: Auf zahlreichen Naturfreundehütten in ganz Österreich wehen wieder RegenbogenfahnenGerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten zunehmend von Polarisierung, Ausgrenzung und Hass geprägt sind, wollen wir bewusst ein Zeichen für Respekt und Zusammenhalt setzen: Bergsport, Naturerlebnis und Gemeinschaft sollen allen Menschen offenstehen – unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Herkunft, Religion oder Lebensweise.
Die Regenbogenfahnen auf den Naturfreundehütten drücken aber nicht nur Solidarität mit der LGBTQIA+-Community aus, sondern erinnern daran, dass Natur und Bergsport Menschen verbinden. Damit unterstreichen wir auch heuer unser klares Bekenntnis zu Vielfalt und Gleichberechtigung – Werte, die die Organisation seit ihrer Gründung prägen und die auch auf den Hütten sichtbar gelebt werden.
Beachtlich ist, dass als Emoticon ein grünes Herz gewählt wurde, das man durchaus als positive Anspielung auf die Grüne Partei verstehen kann. Ebenso beachtlich ist, dass nach über 1.000 Postings die Kommentarfunktion eingeschränkt wurde. Es waren wohl nicht alle Meinungsäußerungen so positiv, wie man das erhofft hatte.
So schreibt ein Herr Christian Schilcher:
Danke! Ich werde definitiv ab sofort Hütten der Naturfreunde meiden. Ich mache so rund 10 – 15 Bergtouren jährlich und bin dabei auch oft in Naturfreunde-Hütten eingekehrt.
Das ist vorbei, bis ich von Euch ein ausdrückliches Bedauern höre…..
Und eine Birgit Terbu erklärt, an sich gut nachvollziehbar:
Natur hat mit der Regenbogenpolitik nicht’s zu tun!!! Wird nur mehr politisiert mit diesem Thema. Früher haben wir auch andere respektiert, mussten aber nicht mit bunten Fahnen wehen!!!!
Insgesamt sind etwa 360 „wütend“ Emoticons unter dem Posting zu finden. Einer der meistgelikten Kommentare ist jener von Info-Direkt-Chef Michael Scharfmüller: „Vielen Dank für euren Gratis-Mut. Wo echter Mut gefragt wäre, schweigt ihr eh.“
Auch das ist die Wahrheit. Denn beispielsweise bei der Verschandelung der österreichischen Natur mit mehr und mehr Windrädern, für die es überhaupt keinen Bedarf gibt, hört man aus dieser Richtung keine Kritik.
Viele Menschen haben es schlichtweg satt, überall auf Schritt und Tritt politisch belehrt zu werden. Vor allem im Erholungs- und Rückzugsgebiet der Berge, auf die wir Österreicher so stolz sind.
