110 Neubauwohnungen mit Klimaanlage, Balkon, Terrasse oder Garten werden in Wien ausschließlich an Asylanten vergeben. Mehr als 2,4 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln sollen seit 2025 bereits in Betreuung und Sachkosten geflossen sein, während laut FPÖ nur rund 15 Prozent der arbeitsfähigen Bewohner beschäftigt sind. Die Wiener SPÖ muss nun erklären, wer die hohen Mieten tatsächlich bezahlt und welchen Gegenwert die Steuerzahler für dieses Millionenprojekt erhalten.
In der Favoritenstraße 185 hat die linke Wiener Asylpolitik ein besonders anschauliches Denkmal erhalten. Mehr als 110 moderne Wohnungen, zwischen rund 32 und 99 Quadratmeter groß, ausgestattet mit Klimaanlagen (!) und privaten Freiflächen, wurden in einem Neubau vollständig für Asylanten angemietet. Gärten, Balkone und Terrassen gehören zum Angebot. Das ist ein Luxus, den sich unzählige arbeitende Wiener angesichts des knappen Wohnraums und der hohen Mieten nicht leisten können.
Ursprünglich wollte der private Eigentümer die Wohnungen ganz regulär auf dem Wohnungsmarkt vermieten. Die verlangten Preise lagen je nach Größe und Lage bei rund 900 bis fast 2.000 Euro monatlich. Dann mietete die Diakonie das gesamte Gebäude für das Integrationsprojekt FINI an. Der Fonds Soziales Wien weist die Bewohner zu und finanziert nach Angaben der FPÖ die Personal- und Sachkosten. Seit 2025 sollen dafür bereits mehr als 2,4 Millionen Euro geflossen sein – die Ausgaben des laufenden Jahres noch nicht vollständig eingerechnet.
„Selbst bezahlt“ – aber womit?
Seit Beginn des Projekts versichern Stadt und Diakonie, die Bewohner würden ihre Mieten und Betriebskosten selbst bezahlen. Diese Formulierung sagt allerdings nichts darüber aus, woher das Geld stammt. Wer seine Miete aus Mindestsicherung, Wohnbeihilfe oder anderen staatlichen Leistungen überweist, führt zwar formal selbst die Zahlung durch – finanziert wird die Wohnung dennoch von der Allgemeinheit. Ob man dem Steuerzahler das Geld nun aus der linken oder der rechten Hosentasche zieht, spielt für ihn schlussendlich auch keine Rolle mehr – das Geld ist weg und kommt Leuten zugute, die wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben nicht mehr zum Gemeinwesen beitragen als sie von der Allgemeinheit erhalten.
Nach Angaben der Wiener FPÖ stehen lediglich rund 15 Prozent der arbeitsfähigen Bewohner in einem Beschäftigungsverhältnis. Sollten diese Zahlen stimmen, wäre dies der Beleg dafür, dass die Steuerzahler Millionen für Betreuung, Verwaltung und Sachleistungen aufbringen, während sie den Asylanten zudem noch über die Sozialleistungen solche Luxuswohnungen bezahlt, die sie sich selbst nicht leisten könnten. Wer als Asylant nach Wien kommt, erhält dank der linken Politführung nicht einfach nur eine Grundversorgung, sondern offensichtlich ein Rundum-Wohlfühlpaket.
Den Medienberichten zufolge müssen die Bewohner Betreuungsverträge unterzeichnen, Deutschkurse besuchen, an Integrationsmaßnahmen teilnehmen und sich aktiv um Arbeit bemühen. Das klingt auf dem Papier streng und zielorientiert. Nach fast zwei Jahren stellt sich jedoch die Frage, was diese Verpflichtungen tatsächlich bewirkt haben. Wenn trotz umfassender Betreuung nur ein kleiner Teil der arbeitsfähigen Bewohner beschäftigt ist, muss die SPÖ entweder das Scheitern ihres Projekts eingestehen oder Zahlen vorlegen, die den Vorwurf widerlegen.
SPÖ schützt Zahlen statt Steuerzahler
FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp und der Favoritner Bezirksparteiobmann Stefan Berger verlangen deshalb die vollständige Offenlegung sämtlicher Förderungen, Mietzahlungen, Betriebskosten und weiterer öffentlicher Leistungen. Immerhin handelt es sich hierbei um Steuergeld, nicht um das Privatvermögen von Bürgermeister Michael Ludwig oder Sozialstadtrat Peter Hacker. Wer Millionen an Asylanten verteilt, schuldet den Bürgern eine genaue Abrechnung.
Die Wiener müssen erfahren, wie hoch die Gesamtkosten pro Wohnung und Bewohner tatsächlich sind. Sie müssen erfahren, welcher Anteil der Mieten aus Erwerbseinkommen und welcher aus Sozialleistungen stammt. Und sie müssen erfahren, wie viele Menschen das Projekt tatsächlich in Beschäftigung und ein selbstständiges Leben gebracht hat. Pauschale Hinweise auf „Integration“, „Begleitung“ und „Selbstzahlung“ reichen angesichts der enormen Kosten längst nicht aus.
Besonders zynisch wirkt das Projekt vor dem Hintergrund des Wiener Wohnungsmarktes. Tausende Familien suchen nach leistbaren Wohnungen, warten jahrelang auf Gemeindebauten oder leben in sanierungsbedürftigen Häusern. Viele Arbeitnehmer können sich trotz Vollzeitjob keine klimatisierte Neubauwohnung mit Balkon leisten. Für ein von der Stadt organisiertes Flüchtlingsprojekt scheint dieser Standard dagegen problemlos verfügbar zu sein – einschließlich eines millionenschweren Betreuungsapparats.
Die SPÖ Favoriten bezeichnete die Kritik an dem Projekt bereits 2024 als „Lügenmärchen“. Nun liegen neue Zahlen auf dem Tisch, und das übliche Abwiegeln reicht nicht mehr. Ludwig und Hacker müssen offenlegen, wer dieses Haus tatsächlich finanziert, wie hoch die Gesamtrechnung ausfällt und warum die Beschäftigungsquote offenbar so niedrig ist. Die Menschen in Wien haben ein Anrecht darauf.






