Nach Corona kommt die Pest: Forscher wollen mRNA-Technologie auf Bakterien ausweiten

(C) Report24/KI

Mit Corona und Grippe ist für die mRNA-Technologie noch lange nicht Schluss. Forscher haben nun einen potenziellen Impfstoff gegen die Lungenpest entwickelt – bislang für Mäuse, mit drei Dosen und unter bestimmten Versuchsbedingungen mit angeblich 100 Prozent Schutzwirkung. In anderen Versuchen überlebten allerdings nur 37,5 Prozent der Tiere. Die Entwickler denken trotzdem schon weiter: an resistente Krankenhauskeime, neue Pandemien und sogar Biowaffen.

Seit der großangelegten Menschenversuchsreihe mit mRNA-„Impfstoffen“ von Pfizer/BioNTech und Moderna, arbeiten immer mehr Forscher mit dieser extrem experimentellen Technologie. Die Corona-Panikmache war dabei lediglich der Startschuss. Die Grippe und sogar diverse Krebserkrankungen gerieten bereits ins Visier der Wissenschaftler. Doch das ist noch lange nicht alles. Forscher der Universität Tel Aviv und des Israel Institute for Biological Research wollen zeigen, dass sich mRNA auch gegen Bakterien einsetzen lässt. Als Testobjekt wählten sie Yersinia pestis, den Erreger der Pest.

Genauer gesagt geht es um die Lungenpest. Sie befällt die Atemwege, kann von Mensch zu Mensch übertragen werden und endet ohne schnelle Behandlung zumeist tödlich. Der von den Forschern entwickelte Impfstoff arbeitet nach einem Prinzip, das seit Corona jeder kennt. Modifizierte mRNA steckt in Lipidnanopartikeln und bringt Körperzellen dazu, bestimmte Antigene herzustellen. Das Immunsystem soll diese erkennen und sich auf den späteren Kontakt mit dem Erreger vorbereiten.

Mehr Schein als Sein

Das Papier erschien bereits im April 2025 unter dem Titel „Novel Bivalent mRNA-LNP Vaccine for Highly Effective Protection against Pneumonic Plague“ im Fachjournal Advanced Science. Für Schlagzeilen sorgte vor allem eine Zahl: 100 Prozent. Die „Times of Israel“ machte daraus in einem Big-Pharma-Propagandaartikel einen mRNA-Impfstoff gegen ein tödliches, antibiotikaresistentes Bakterium und berichtete von vollständigem Schutz in Tiermodellen. Ganz so glatt sieht das Versuchsergebnis nicht aus. Die 100 Prozent erreichten die Forscher nach drei Impfungen im Abstand von jeweils zwei Wochen. Zwei Wochen nach der letzten Dosis setzten sie die Mäuse einer hohen Menge hochvirulenter Pestbakterien aus. Alle Tiere dieser Gruppen überlebten. Mit zwei Impfungen wurde es deutlich dünner. Je nach Mäuseart und verwendetem Peststamm schwankte die Überlebensrate erheblich. Im schlechtesten Fall waren es nur noch 37,5 Prozent.

Als nächstes sollen andere Tiermodelle folgen, darunter Primaten. Doch von der ersten Impfdosis bis zum getesteten Schutz vergingen sechs Wochen. Schützt die Genspritze auch, wenn jemand kürzlich erst in Kontakt mit erkrankten Personen kam? Wie lange der Schutz anhält, weiß ebenfalls noch niemand. Trotzdem werden die Pläne schon wesentlich umfangreicher. Studienleiter Dan Peer sprach gegenüber der „Times of Israel“ bereits davon, Impfstoffe gegen drei oder vier verschiedene Bakterien zu kombinieren. Seine Vorstellung: Ein Patient kommt ins Krankenhaus und wird gleich gegen mehrere dort häufig vorkommende Erreger geimpft. Oder ein Biowaffenangriff, nach dem man dank der mRNA-Technologie innerhalb kürzester Zeit einen „passenden“ Impfstoff herstellen könne. Auch dort stellt sich die Frage nach der möglichen Wirksamkeit innerhalb so kurzer Zeit.

Was ist mit den Nebenwirkungen?

Doch eine andere Frage bleibt offen: Wie steht es um Toxizität und Gewebeschäden? Bei mRNA und Lipidnanopartikeln ist dies ein Umstand, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Eine große Übersichtsarbeit in Nature Reviews Drug Discovery mit dem Titel „Strategies to reduce the risks of mRNA drug and vaccine toxicity“ beschäftigte sich schon im Jahr 2024 ausdrücklich mit möglichen Toxizitätsquellen von mRNA-Arzneimitteln und Impfstoffen. Dazu gehören Bestandteile der Lipidnanopartikel, ihre Verteilung im Körper, Immunreaktionen und die durch die mRNA erzeugten Proteine.

Und gerade das ist ein Problem, das vom medialen Mainstream und von der Politik gerne geflissentlich ignoriert wird. Ständig beruft man sich auf die angebliche „Effektivität“ solcher mRNA-Genpräperate gegen Erkrankungen, ignoriert dabei aber die Nebenwirkungen und mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen. Interessant sind auch die wirtschaftlichen Verbindungen des Studienleiters. Peer nennt im Fachpapier unter anderem Lizenz-, Beteiligungs-, Beratungs- oder Forschungsbeziehungen zu zahlreichen Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Darunter finden sich BioNTech, Merck, Roche und Teva Pharmaceuticals.

Die Richtung ist damit klar. Nach Corona sucht Big Pharma für die experimentelle mRNA-Technologie neue Einsatzgebiete. Die Pest liefert nun den nächsten spektakulären Aufhänger, inklusive der altbekannten Erfolgsmeldung von angeblich „100 Prozent Schutzwirkung“. Vertrauen Sie der „Wissenschaft“…

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