Die American Psychological Association hat stolz ihre neue Präsidentin verkündet: Die afroamerikanische Dr. Candice Hargons wird als Sozial-, Verhaltens- und Gesundheitserziehungswissenschaftlerin gefeiert, die sich voll darauf fokussiert, das Leben der Menschen zu verbessern. Betrachtet man ihre Forschungsarbeiten, so fokussiert sie sich aber nicht auf Menschen allgemein, sondern auf jene mit schwarzer Hautfarbe. Ihre Themen unter anderem: „Generationenübergreifende Botschaften zur Vaginalhygiene von schwarzen Frauen“ und „Racial Trauma“ unter dem Motto „Weiße Menschen stressen mich die ganze Zeit“.
Die American Psychological Association (amerikanische psychologische Gesellschaft, APA) ist ein bedeutender US-Fachverband für Psychologie und der weltweit größte Psychologenverband. Jedem Akademiker ist er mindestens durch den APA-Standard zur Gestaltung wissenschaftlicher Texte bekannt, doch der Verband hat weit darüber hinaus Einfluss – und zwar nicht zuletzt auf die Politik in den USA.
Die APA dominiert de facto die Akkreditierung von Psychologie-Studiengängen und prägt Ausbildung und Berufsstand stark. Dabei agiert sie seit jeher linkslastig und pusht heute die woken Kernthemen rund um DEI, Transgenderismus und „Antirassismus“. Naturgemäß ist er längst auch für Antisemitismus-Skandale bekannt. Der Verband mischt sich in die Politik ein und fördert gefällige Politiker mit ihren gesundheitspolitischen Anliegen auch finanziell.
Einsatz „für Menschen“ – aber nur für schwarze
Vor diesem Hintergrund überrascht die Wahl der neuen APA-Präsidentin für das Jahr 2028, die aber schon 2027 als designierte Präsidentin amtieren soll, wenig: Dr. Candice Hargons ist weiblich, schwarz und forscht zu woken Lieblingsthemen wie BLM, Rassismus und Sexualität. Allerdings ist die APA in ihrer Verlautbarung beeindruckend intransparent, denn dort heißt es ganz allgemein:
Als zugelassene Psychologin, Wissenschaftlerin, Pädagogin und Organisationsleiterin fördert Hargons befreiungsorientierte Ansätze in Forschung, Praxis und gemeindenaher Betreuung und hilft Menschen dabei, ein erfülltes und gutes Leben zu führen, indem sie gemeinsam Systeme verändert, die ihr Wohlbefinden beeinträchtigen könnten. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Förderung der psychischen und sexuellen Gesundheit von Paaren. Zudem setzt sie sich für kommunale Initiativen ein, die psychologische Betreuungsangebote in die lokalen Nachbarschaften bringen.
„Die Psychologie verfügt über ein außergewöhnliches Potenzial, das Leben der Menschen zu verbessern und zur Bewältigung der hartnäckigsten gesellschaftlichen Herausforderungen beizutragen“, wird sie dort zitiert. Ihre Vision sei es, „Psychologinnen und Psychologen über Fachgebiete, Karrierestufen und Gemeinschaften hinweg zusammenzubringen, um für die Wissenschaft einzutreten, den Fortschritt in der Praxis zu fördern und bei der gemeindenahen Betreuung im Sinne einer Ethik der Befreiung und Liebe zusammenzuarbeiten“.
LMFAO. She’s amazing, what an accomplished mind you’ve got running the show now.
— Therock040404 (@the_rock040404) October 5, 2026
Beyond parody. pic.twitter.com/5QJFymVDdR
Das klingt versöhnlich, hat mit ihren Forschungsschwerpunkten aber wenig gemein. Betrachtet man ihre Liste an Publikationen, ist die Schlagseite unübersehbar: Sie und ihre Koautoren sind weniger an „Menschen“ interessiert, als an afroamerikanischen Menschen, vorzugsweise an Frauen, „Nonbinären“ und inhaftierten Männern. Weiße sind in ihren Arbeiten eher Störfaktoren und verursachen „Trauma“, wie schon der Studientitel „‚White people stress me out all the time‘: Black students define racial trauma“ zeigt. Generell geben die Arbeitsschwerpunkte der designierten neuen APA-Präsidentin zu denken. Ein „Best of“:
- Superwoman Schema: a context for understanding psychological distress among middle-class African American women who perceive racial microaggressions
Das „Superwoman“-Schema: Ein Rahmen zum Verständnis psychischer Belastungen bei afroamerikanischen Frauen der Mittelschicht, die rassistische Mikroaggressionen wahrnehmen - “White people stress me out all the time”: Black students define racial trauma.
„Weiße Menschen stressen mich ständig“: Schwarze Studierende definieren rassistisches Trauma. - The peak of pleasure: US Southern Black women’s definitions of and feelings toward sexual pleasure
Der Höhepunkt der Lust: Definitionen und Empfindungen schwarzer Frauen aus dem Süden der USA in Bezug auf sexuelle Lust - Listen to Black women: the power of Black women’s collective sexual wisdom about strategies to promote sexual pleasure and reduce sexual pain
Auf schwarzen Frauen hören: Die Kraft der kollektiven sexuellen Weisheit schwarzer Frauen hinsichtlich Strategien zur Förderung sexueller Lust und zur Verringerung sexueller Schmerzen - Nonbinary Black womxn gender identity: Blackness between and beyond the binary.
Die Geschlechtsidentität nichtbinärer schwarzer Frauen: Schwarzsein zwischen und jenseits der binären Geschlechterordnung. - Exploring identity and coping among Black viewers of Marvel’s Black Panther.
Eine Untersuchung von Identität und Bewältigungsstrategien bei schwarzen Zuschauer*innen des Marvel-Films „Black Panther“. - The influence of pornography on heterosexual black men and women’s genital self-image & grooming
Der Einfluss von Pornografie auf das Selbstbild der Genitalien und die Körperpflege heterosexueller schwarzer Männer und Frauen - “Make sure you wash your monkey”: Multigenerational vaginal hygiene messages from Black women
„Wasch dir unbedingt deine Muschi“: Generationsübergreifende Ratschläge zur Vaginalhygiene von schwarzen Frauen - Mindfulness and matter: The Black Lives Matter meditation for healing racial trauma
Achtsamkeit und Materie: Die „Black Lives Matter“-Meditation zur Heilung rassistischer Traumata - “My Mom Would Always Say Pussy Rules the World”: A Qualitative Exploration of Southern Black Women’s Sexual Messages
„Meine Mutter sagte immer: ‚Die Muschi regiert die Welt‘“: Eine qualitative Untersuchung der sexuellen Botschaften schwarzer Frauen aus dem Süden der USA - Race-related and mental health factors of powder cocaine use among Black incarcerated men
Rassenbezogene und psychische Gesundheitsfaktoren des Kokainkonsums in Pulverform bei inhaftierten schwarzen Männern - “Nobody Ever Sat Me Down to Talk About That Kind of Stuff”: A Thematic Analysis of Heterosexual Black Men’s Genital Hygiene Messages
„Niemand hat sich jemals mit mir hingesetzt, um über solche Dinge zu sprechen“: Eine thematische Analyse der Botschaften heterosexueller schwarzer Männer zur Genitalhygiene
Erinnerungen an Jason Arday
Was für ein Aushängeschild. Dafür steht also der weltgrößte Psychologenverband? In den sozialen Netzen ergießt sich bereits eine Welle des Spotts über die Wahl der neuen Personalie und die APA insgesamt. „Sie ist der Wahnsinn, was für eine brillante Frau ihr da jetzt am Ruder habt! Jenseits jeder Parodie“, ätzte ein Nutzer, der auf Hargons‘ Artikel zur Vaginalhygiene schwarzer Frauen mit dem würdelosen Titel „Make sure you wash your monkey“ („Wasch dir unbedingt deine Muschi“) verwies.
Mehrere User verweisen in den Kommentaren auf den Skandal um Jason Arday, der als schwarzer, woker Vorzeigeakademiker gepusht wurde, bis seine Lügen rund um die eigenen akademischen und persönlichen Errungenschaften aufflogen. Daraus resultierte ein massiver Shitstorm gegen die Universität Cambridge, aber auch gegen Arday selbst und die Art von „Wissenschaft“, für die er stand. Arday suizidierte sich kurz darauf. Das wollte man zwar seinen Kritikern in die Schuhe schieben, doch sie waren es nicht, die ihn aus rein politischen und ideologischen Gründen in diese Position gehievt und somit jede seriöse Wissenschaft verraten hatten.
