Keine Lust auf Klima-Wahn: Japan rettet seine Industrie mit Öl und Kohle

(C) Report24/KI

Die konservative Regierung in Tokio hält nicht viel von grünen Spinnereien. Auch wenn man jahrelang zumindest auf dem Papier über „Netto Null“ fantasierte, hat die Energiesicherheit oberste Priorität. Die Sicherung der Lieferung von Energierohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle steht über irgendwelchen linksgrünen Träumereien. Man hat erkannt, dass ein Industrieland nicht auf Wind und Sonne bauen kann.

Noch vor kurzem gab sich Japan als globaler Musterschüler der sogenannten Dekarbonisierung. Regierungspapiere quollen über vor Träumereien von Wasserstoffkorridoren, Offshore-Windparks und staatlichen Subventionen für Elektroautos. Um den internationalen Klima-Lobbys zu gefallen, sollte die Kohle aus dem Land verbannt und Kohlekraftwerke künstlich auf die halbe Leistung gedrosselt werden. Führende Politiker predigten feierlich die „moralische Pflicht“ zur CO2-Neutralität bis 2050. Doch die Krise am Persischen Golf hat die Politik wieder auf den Boden der Realität geholt.

Japan importiert als einer der weltgrößten Abnehmer über 94 Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten. Als der Transit durch die Straße von Hormus kollabierte, war in Tokio sofort Schluss mit der Klimawahn-Rhetorik. Um die Benzinpreise künstlich unten zu halten, flossen umgehend Subventionen. Premierministerin Sanae Takaichi fackelte nicht lange und gab kurzerhand 80 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven frei. Ein Rohstoff, den die „Net Zero“-Fanatiker am liebsten sofort und weltweit verbieten würden, wird in Japan nun staatlich gestützt, um einen wirtschaftlichen Zusammenbruch abzuwenden.

Bereits im vergangenen August folgt der offizielle Schlussstrich unter die grüne Träumerei: Japan formalisiert eine knallharte „Energy First“-Strategie. Die sichere Versorgung mit fossilen Brennstoffen hat seitdem absolute Priorität. Die Importe aus den USA, Lateinamerika und Afrika laufen mittlerweile auf Hochtouren, um die Krisenregion um Hormus künftig meiden zu können. Der Konzern Cosmo Oil ließ kürzlich erstmals eine gigantische Ladung von 910.000 Barrel US-Rohöl zur Entladung an seine Terminals in der Bucht von Tokio verschiffen. Die Japan Petroleum Exploration plant gar, ihre Öl- und Gasförderung bis 2035 zu vervierfachen – mit Milliardeninvestitionen.

Tokio zeigt dem ideologischen Wunschdenken auch diplomatisch die Rote Karte. Obwohl das Land mit den USA verbündet ist und territoriale Streitigkeiten mit Moskau hat, pfeift Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa auf politische Korrektheit: Er stufte selbst russisches Rohöl unmissverständlich als „extrem wichtig“ für die japanische Sicherheit ein. Der Grund für den unstillbaren Durst nach Öl ist simpel: Ohne Petrochemie keine moderne Welt. Giganten wie Idemitsu Kosan, JXTG und Mitsui Chemicals machen aus dem verteufelten Rohöl alles, was die Wirtschaft am Laufen hält – von Kunstfasern über Harze bis hin zu Elektronikbauteilen. Jeder Bildschirm, jedes Armaturenbrett und ausgerechnet die von Klima-Fanatikern so geliebten Solarpanele und E-Auto-Batterien existieren nicht ohne Öl. Ohne diese fossile Basis stirbt der japanische Exportmotor. Um sich abzusichern, nimmt Tokio nun richtig Geld in die Hand: 10 Milliarden Dollar fließen über das neue POWERR-Asia-Programm in die Sicherung von Öl-Lieferketten und strategischen Reserven in ganz Südostasien.

Auch die bereits totgesagte Kohle feiert ein massives Comeback. Japan und Südkorea fahren die Kohlekraftwerke wieder hoch. Das mächtige Wirtschaftsministerium METI macht klar: Um knappes Erdgas zu sparen, muss die Kohle den dringend benötigten Strom produzieren. Allein durch den Wegfall der unsinnigen politischen Fesseln für ältere Kohlekraftwerke spart das Land im laufenden Jahr 500.000 Tonnen LNG. Premierministerin Takaichi rechnet vor, dass die Kombination aus Kohle und wiederangefahrener Kernkraft satte 40 Prozent der unsicheren Hormus-Gasimporte ausgleichen wird.

Japans Fabriken, gigantische Chemiewerke und Rechenzentren können einfach nicht darauf warten, dass der Wind weht oder die Sonne scheint. Erneuerbare Energien sind für ein Industrieland viel zu unzuverlässig, und die harte Importabhängigkeit lässt absolut keinen Spielraum für grüne Experimente. Japan (ganz im Gegensatz zu den sich im permanenten Klima-Wahn befindlichen Europäern) weigert sich deshalb strikt, seine wirtschaftliche Existenz und Sicherheit auf dem Altar der Klimareligion zu opfern.

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