Nicht nur die Hamas: Auch die PLO und ihre „Autonomiebehörde“ fördern systematisch den Terrorismus

Ein Gaza-Terrorist jubelt. (C) Report24 / KI

Die „Palestinian Authority“ (PA) bezahlt Terroristen für die Ermordung von Israelis stattliche Renten – überwiegend aus Geldern von EU und UNO. Freigepresste Terroristen erhalten von der PA gute Jobs. Und die PA hat auch das Massaker am 7. Oktober operativ begünstigt. Haarklein wurde das nun herausgearbeitet und belegt in einer neuen Studie von Maurice Hirsch.

Teile der westlichen Linken verbrüdern sich offen mit den Mörderbanden der Hamas. Der woke-linksliberale Mainstream ringt sich zwar eine Verurteilung der Hamas ab, tut aber so, als ob der Rest der „Palästinenser“ ganz anders wäre – und insbesondere die PLO und die von ihr kontrollierte Autonomiebehörde „Palestinian Authority“ (PA).

Das glauben nur Uninformierte. Die PA betreibt seit langem die so genannte „Pay-for-Slay“-Politik, also die Bezahlung fürs Morden. Die jahrzehntelangen Zahlungen und Beschäftigungsleistungen der PA/PLO für Terroristen haben dabei auch zu den operativen Fähigkeiten der Hamas vor dem 7. Oktober beigetragen.

Das zeigt die neue Studie „Did the PA’s ‘pay-for- slay‘ policy facilitate the October 7 massacre?“ detailliert auf und weist das mit zahllosen Quellen der PA nach. Die Studie stammt von Maurice Hirsch, einem ehemaligen Oberstleutnant der israelischen Armee, der aktuell als politischer Analytiker tätig ist.

Das Massaker am 7. Oktober

Am Morgen des 7. Oktober 2023 drangen mehr als 6.000 Terroristen aus dem Gazastreifen – darunter Mitglieder der Hamas, des Palästinensischen Islamischen Dschihad, der Volksfront zur Befreiung Palästinas und der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden sowie weitere Akteure – in Israel ein. Die Terroristen überrannten mehr als 30 israelische Städte, Dörfer und Kibbuzim sowie eine Reihe militärischer Einrichtungen.

Männer, Frauen, ältere Menschen, Kranke, Kinder und Säuglinge wurden ermordet. Einige wurden erschossen, andere vergewaltigt. Manche wurden enthauptet, viele gefoltert, andere bei lebendigem Leib verbrannt. Etwa 1.200 Menschen wurden ermordet. Unter den Ermordeten befanden sich 822 Zivilisten, darunter 531 Männer und 291 Frauen; 40 waren Kinder unter 18 Jahren, 68 waren ausländische Staatsangehörige. Von einigen Opfern blieben lediglich Zähne zurück, sodass Archäologen bei der Identifizierung helfen mussten. Weitere 6.900 Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt.

Mehr als 250 Geiseln – die meisten noch am Leben, aber auch einige Leichen – wurden von den Terroristen verschleppt, um als Druckmittel gegen Israel zu dienen. Eine kleine Anzahl der Geiseln wurde bei waghalsigen Einsätzen der IDF gerettet, doch die Mehrheit – sowohl die lebenden als auch die verstorbenen Geiseln – kam im Zuge mehrerer Abkommen mit den Terroristen frei. Die letzten lebenden Geiseln wurden am 13. Oktober 2025 nach 737 Tagen freigelassen. Die letzte von den Terroristen festgehaltene Leiche wurde am 26. Januar 2026 nach 841 Tagen von IDF-Soldaten geborgen. Um die Freilassung der Geiseln zu erwirken, ließ Israel mehr als 2.000 Terroristen frei, darunter Hunderte von Mördern.

Pay for Slay

Terroristen, die auf Straßen oder Bushaltestellen Juden, meist unbewaffnete Zivilisten, als „leichte Opfer“ erstochen, erschossen oder in die Luft gesprengt haben, gelten der riesigen Mehrheit der „Palästinenser“ und auch der PA als Helden. In den Städten und Dörfern von Judäa und Samaria, von den britischen Kolonialisten als „Westbank“ alias „Westjordanland“ bezeichnet, hängen überall große Porträtfotos von den „Shahids“, den „Blutzeugen“ oder Märtyrern, die Israelis ermordet haben und dabei selbst getötet wurden. Ihre Familien erhalten dafür von der PA regelrechte Prämien.

So belohnte die PA die Familien der im Oktober 2023 beim Terror-Angriff auf Israel getöteten Hamas-„Märtyrer“ mit 2,6 Millionen Euro. Nach bestätigtem Tod bekommen sie eine Einmalzahlung von umgerechnet 1.410 Euro sowie eine lebenslange monatliche Bezuschussung von umgerechnet 329 Euro. Bei 1.500 getöteten Terroristen ist das eine erhebliche Summe. Zusätzlich erhalten die 50 gefangenen Hamas-Terroristen monatliche Gehälter, beginnend mit 329 Euro pro Monat, die schließlich auf 2.821 Euro pro Monat ansteigen werden.

Das alles lief bis vor kurzem über den „Märtyrerfonds“ der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), ein speziell von der PA betriebenes Finanzierungsprogramm. Er arbeitet über zwei Hauptkanäle: die „Stiftung für die Fürsorge der Familien von Märtyrern“, die den Familien von Palästinensern, die im Zusammenhang mit Gewalttaten gegen Israelis getötet, verletzt oder inhaftiert wurden, monatliche finanzielle Unterstützung gewährt, sowie den „Gefangenenfonds“, der Zahlungen an Palästinenser leistet, die derzeit in israelischen Gefängnissen inhaftiert sind.

Im Jahr 2018 beispielsweise beliefen sich diese Zuwendungen auf 330 Millionen US-Dollar, was 7 % des Jahreshaushalts der PA entsprach. Im Februar 2026 erklärte das US-Außenministerium, dass die Palästinensische Autonomiebehörde den Fonds unter anderem Namen fortgeführt habe und im Jahr 2025 200 Millionen US-Dollar an militante Kämpfer und deren Familien ausgezahlt habe. Zudem berichtete „Palestinian Media Watch“, dass die Palästinensische Autonomiebehörde den Fonds voraussichtlich im Jahr 2026 mit 315 Millionen US-Dollar weiterführen werde.

Finanzierung des Terrors durch europäische Steuerzahler

Die Renten für dschihadistische „Märtyrer“ sind höher als die Einkommen erheblicher Teile der Araber in der „Westbank“. Und damit sind sie für junge Araber aus ärmeren Familien ein regelrechter Anreiz, Juden zu ermorden. Wenn man ohnehin daran glaubt, dass man als „Shahid“ im Jenseits mit 72 Jungfrauen belohnt wird, können die Renten dazu motivieren, durch Morde die eigene Familie zu finanzieren.

Das Geld für diesen Irrsinn lässt Allah freilich nicht vom Himmel regnen. Auch die ziemlich unproduktiven „Palästinensergebiete“ haben selbst kaum eigene Einnahmen. Die Gelder kommen vielmehr von den westlichen Steuerzahlern.

Die EU beispielsweise finanziert die Palästinensische Autonomiebehörde im großen Stil. Ohne das europäische Geld könnte es sich die PA nicht erlauben, solche hohen Summen an die Hinterbliebenen von Terroristen zu zahlen. Geplant waren von 2021 bis 2024 stolze 1,2 Milliarden Euro der EU für „Palästina“.

Deutschland trug von diesen Leistungen in der Regel mehr als ein Fünftel. Der größte Teil dieser Fördermittel aus Brüssel geht in die Bezahlung von Gehältern und Pensionen der Autonomiebehörde in Ramallah – und damit auch an den „Märtyrerfonds“. Allein im Jahr 2022 wurden dafür 55 Millionen Euro verwendet. Das Geld wurde auch noch vom Hilfswerk der UN, der berüchtigten, von der Hamas durchsetzten UNWRA, ausgezahlt.

Gleiches galt auch für die USA, denn dort hatte die Biden-Regierung 2021 die von Präsident Trump ausgesetzten Zahlungen an die PA wieder aufgenommen.

Neue Studie von Maurice Hirsch

Diese Studie untersucht, ob die langjährige gesetzliche Praxis der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), inhaftierte Terroristen und freigelassene Terroristen zu vergüten und zu beschäftigen, die Fähigkeit der Hamas, das Massaker vom 7. Oktober 2023 vorzubereiten und durchzuführen, materiell begünstigt hat.

Sie dokumentiert deren rechtliche Entwicklung, institutionelle Umsetzung, finanziellen Umfang und praktische Auswirkungen über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten. Zu den dokumentarischen Belegen gehören:

Gesetze der PA, Präsidialdekrete, Durchführungsbestimmungen und offizielle Regierungsbeschlüsse; offizielle Erklärungen der PA, der PLO und palästinensischer Führungskräfte; Veröffentlichungen des israelischen Inlandsgeheimdienstes (ISA) und anderer offizieller israelischer Regierungsstellen; palästinensische Haushaltsdokumente und öffentlich zugängliche Finanzdaten; unabhängige Analysen der palästinensischen Ausgaben für inhaftierte und freigelassene Terroristen; sowie Fallstudien zu Terroristen, die aus israelischen Gefängnissen entlassen wurden und anschließend in den Terrorismus zurückkehrten – darunter Personen, die an der Planung, Finanzierung, Steuerung oder Durchführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren.

Die Beweislage zeigt Folgendes: Die PA schuf einen umfassenden gesetzlichen Rahmen für finanzielle Zuwendungen an inhaftierte und freigelassene Terroristen. Viele der Hamas-Terroristen, die das Massaker am 7. Oktober 2023 planten und verübten, erhielten Zahlungen von der PA/PLO – als „Angestellte“ der PA –, und zwar schlicht aufgrund ihrer Beteiligung am Terror.

In den Vorschriften erhöhte die Palästinensische Autonomiebehörde die an die inhaftierten Terroristen gezahlten Gehälter. Eine Richtlinie der PA legte eine gestaffelte Vergütungsskala fest, bei der die Monatsgehälter mit zunehmender Haftdauer ansteigen. Und diese Terror-Gehälter wurden auch immer wieder erhöht.

2010 etwa gab es umgerechnet 400 Euro für Terroristen, die zu weniger als drei Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, aber 3.400 pro Monat, wenn man über 30 Jahre abzusitzen hat. Dazu kamen Zuschläge, wenn man verheiratet war, Kinder hatte oder in Jerusalem ansässig war (also eine spezielle Motivation für Araber aus Ostjerusalem).

Sonderrechte für Terroristen

Im Laufe der Zeit wurde das Vergütungssystem über monatliche Gehälter hinaus auf Entlassungsprämien, eine garantierte Beschäftigung für die Terroristen innerhalb des PA-Apparats sowie fortlaufende finanzielle Unterstützung bei fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten ausgeweitet.

Der rechtliche Rahmen erhöhte schrittweise sowohl die Höhe der finanziellen Zuwendungen als auch die institutionellen Verpflichtungen der PA gegenüber inhaftierten und freigelassenen Terroristen.

Freigelassene Terroristen, die mehr als fünf Jahre (Frauen drei Jahre) im Gefängnis verbracht haben, haben außerdem Anspruch auf Befreiung von Studiengebühren, von Krankenversicherungsbeiträgen sowie von den Kosten für Ausbildungskurse.

Die Kinder inhaftierter Terroristen haben Anspruch auf Befreiung von Schulgebühren. Freigelassene Terroristen, die mehr als 20 Jahre im Gefängnis verbracht haben, haben Anspruch auf Steuerbefreiung beim Kauf eines Neuwagens.

Die Vereinbarung im Fall Gilad Shalit

Im Juni 2006 drangen Terroristen aus dem Gazastreifen in Israel ein, ermordeten zwei israelische Soldaten und verletzten einen dritten schwer; der Soldat Gilad Shalit wurde verschleppt.

Im Jahr 2011 schlossen Israel und die Hamas eine Vereinbarung über die Freilassung Shalits im Austausch gegen die Freilassung von 1.027 Terroristen.

Die Vereinbarung bestand aus zwei Teilen. Im ersten Teil ließ Israel 477 Terroristen frei – 450 Männer und 27 Frauen. Die meisten der Freigelassenen verbüßten lebenslange Haftstrafen wegen ihrer Beteiligung an Morden. Von den freigelassenen Männern durften 131 in ihre Heimat im Gazastreifen zurückkehren; israelisch-arabische Terroristen durften nach Israel zurückkehren; 110 durften in ihre Heimat in Judäa und Samaria zurückkehren; weitere 203 Bewohner von Judäa und Samaria wurden aus dem Gebiet ausgewiesen, wobei 163 in den Gazastreifen abgeschoben wurden und 40 das Gebiet von Judäa, Samaria und Gaza vollständig verlassen mussten – sei es vorübergehend oder dauerhaft.

Im zweiten Teil der Vereinbarung wurden weitere 550 Terroristen in ihre Heimat entlassen. Zu den in den Gazastreifen entlassenen Terroristen gehörten viele jener Terroristen, die das Massaker vom 7. Oktober geplant und ausgeführt hatten. Unter ihnen befand sich Yahya Sinwar, der später zum Anführer der Hamas im Gazastreifen aufstieg und eine treibende Kraft hinter dem Massaker war.

Als die erste Gruppe freigelassen wurde, hielt der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, in Ramallah eine besondere Zeremonie ab, um sie zu begrüßen und willkommen zu heißen. Kurz nach ihrer Freilassung beschloss die PA, 5 Millionen US-Dollar für ein „Geschenk des Präsidenten als Ehrenzeichen für die Gefangenen“ bereitzustellen.

Freigelassene als dschihadistische Mörder

Zahlreiche Terroristen, die im Rahmen des Schalit-Gefangenenaustauschs von 2011 freigelassen worden waren, nahmen kurz nach ihrer Freilassung ihre terroristischen Aktivitäten wieder auf. Viele dieser Personen bekleideten anschließend Führungspositionen innerhalb der politischen, militärischen, finanziellen und sicherheitsrelevanten Führungsebene der Hamas.

Maurice Hirsch liefert eine detaillierte Auflistung, welche freigelassenen und von der PA alimentierten Terroristen später an welchen Anschlägen und Morden beteiligt waren. Besonders zu nennen sind dabei Yahya Sinwar, Ali Qadhi, Tawfik Abu Naim, Rouhi Mushtaha und Zaher Jabarin, die beim Massaker am 7. Oktober eine führende Rolle spielten.

Auch nach dem 7. Oktober gaben weder die PA noch die PLO die zugrundeliegende Praxis der Vergütung inhaftierter und freigelassener Terroristen grundsätzlich auf, ungeachtet von Änderungen an den administrativen Mechanismen der Zahlungsabwicklung. Öffentlich zugängliche Finanzinformationen deuten darauf hin, dass PA und PLO weiterhin erhebliche finanzielle Mittel für diesen institutionellen Rahmen aufwenden.

Schlussfolgerung der Israelis

Die Beweislage belegt, dass es sich bei der Vergütungspolitik der PA/PLO nicht lediglich um ein humanitäres Fürsorgeprogramm oder eine Reihe isolierter Geldzahlungen handelte. Vielmehr entwickelte sie sich zu einem umfassenden gesetzlichen und administrativen System, das die Inhaftierung aufgrund terroristischer Aktivitäten systematisch belohnte, eine fortlaufende finanzielle Unterstützung nach der Freilassung garantierte und in vielen Fällen die Eingliederung freigelassener Terroristen in öffentlich finanzierte Beschäftigungsverhältnisse erleichterte.

Diese Politik unterstützte maßgeblich eine beträchtliche Anzahl erfahrener Terroristen, die später ihre terroristischen Aktivitäten wieder aufnahmen. Etliche von ihnen stiegen schließlich in Führungspositionen innerhalb der Hamas auf oder waren unmittelbar an der Planung, Finanzierung, Steuerung oder Durchführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt.

Die Ergebnisse sind relevant für die fortlaufenden Debatten über die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, Verhandlungen zur Freilassung von Gefangenen, internationale Unterstützung für die Palästinensische Autonomiebehörde, die Aufsicht durch Geberländer, Sanktionspolitik sowie für juristische Analysen zur institutionellen Unterstützung des Terrorismus.

International sind diese Mechanismen kaum bekannt – und sie werden auch vom Mainstream möglichst unter dem Tisch gehalten. In Israel hingegen ist in den vergangenen drei Jahren das Bewusstsein darüber massiv angewachsen.

Die große Mehrheit der Israelis zieht daraus die logische Schlussfolgerung, dass es völlig irrsinnig wäre, den „Palästinensern“ einen Staat unter der Kontrolle der Terror-Förderer in PA und PLO zuzugestehen. Ein solcher „Palästinenserstaat“ wäre eine Terrorbasis gegen den jüdischen Staat, den die Dschihadisten „from the river to the sea“ auslöschen wollen.

Ein solches Projekt „Zweistaatenlösung“ unterstützen in Israel nur noch wenige, ideologisch verbohrte Linke. Die große Mehrheit lehnt diesen suizidalen Selbsthass, wie er die europäische Politik dominiert, rundweg ab. Besonders die junge Generation der Soldaten ist zur Selbstbehauptung gegen die Dschihadisten entschlossen.

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