Die Erde wird grüner – und der Trend hält weiter an. Eine aktuelle Auswertung in Nature Reviews Earth & Environment weist für 2025 einen neuen Rekord der globalen Vegetationsbegrünung aus, wobei ausgerechnet landwirtschaftlich genutzte Flächen besonders deutlich zulegten. Zum von Klimafanatikern ständig verbreiteten Bild eines ökologisch kollabierenden und verdorrenden Planeten passen diese Satellitendaten denkbar schlecht.
Die Forscher um Nazhakaiti Anniwaer und Shilong Piao werteten die Vegetationsentwicklung anhand des satellitengestützten Normalized Difference Vegetation Index, kurz NDVI, aus. Sie veröffentlichten ihre Daten unter dem Titel „Vegetation greenness in 2025“ im Fachjournal Nature Reviews Earth & Environment. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: 2025 erreichte die mittlere globale Vegetationsbegrünung den höchsten Wert der untersuchten Zeitreihe. Insgesamt zeigten 68,2 Prozent der bewachsenen Landflächen eine Begrünung, während sich zugleich der langfristige globale Greening-Trend von 8,1 × 10⁻⁴ pro Jahr für den Zeitraum 2000 bis 2024 auf 8,5 × 10⁻⁴ unter Einbeziehung des Jahres 2025 erhöhte. Die Entwicklung schwächte sich damit im Rekordjahr keineswegs ab, sondern beschleunigte sich im globalen Mittel sogar.
Ausgerechnet Ackerflächen werden besonders grün
Besonders deutlich ist die Entwicklung dort, wo es unmittelbar um die menschliche Ernährung geht. 77,6 Prozent der untersuchten Ackerflächen zeigten 2025 ein Greening-Signal, bei Grasland waren es 72,1 Prozent. Große Begrünungsschwerpunkte fanden die Wissenschaftler im südlichen Afrika, im südlichen Südamerika, im Norden Australiens, in Europa, im zentralen Nordamerika und in Nordchina; viele dieser regionalen Zuwächse gingen mit höheren Niederschlägen einher. Selbst bei Wäldern überwog mit 60 Prozent der untersuchten Fläche weiterhin die Begrünung. Ein markanter Gegenpol war Ostsibirien, wo ungewöhnlich niedrige Temperaturen während der Vegetationsperiode zu einer stärkeren Braunfärbung führten.
Damit bekommt eines der beliebtesten Bilder der Klima-Propaganda zunehmend Risse: die Vorstellung einer Erde, deren Vegetation unter steigenden Temperaturen großflächig verdorrt. Die reale Biosphäre reagiert erheblich komplexer. Temperatur und Niederschlag spielen eine Rolle, ebenso Aufforstung, Landwirtschaft und Veränderungen der Landnutzung – und auch der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre. Die Untersuchung bestätigt damit den seit vier Jahrzehnten beobachteten globalen Anstieg des Blattflächenindex und errechnete allein für Veränderungen der Vegetationsbedeckung einen Anteil von 18,1 ± 5,9 Prozent an diesem Zuwachs. Aufforstungen in China und Europa hinterließen dabei ebenfalls deutliche Spuren in den Satellitendaten.
CO2 düngt die Vegetation
Dass Kohlendioxid Pflanzenwachstum fördert, dürfte eigentlich keine revolutionäre Erkenntnis sein: CO2 gehört zu den Ausgangsstoffen der Photosynthese. Bereits eine große internationale Studie, die NASA 2016 ausführlich vorstellte (Report24 berichtete unter anderem hier darüber), kam anhand von Satellitendaten und Vegetationsmodellen zu dem Ergebnis, dass die CO2-Düngung rund 70 Prozent des damals beobachteten globalen Greening-Effekts erklären konnte. Stickstoffeinträge wurden mit neun Prozent beziffert, klimatische Veränderungen mit acht Prozent und Veränderungen der Landbedeckung mit vier Prozent. Die Autoren wiesen darauf hin, dass die genaue Zuordnung der Ursachen auf Modellrechnungen beruhte – das beobachtete Greening selbst stammte jedoch aus Satellitendaten.
Und dieser Effekt beschränkt sich keineswegs auf Gras und Getreide. Eine 2025 in Nature Plants veröffentlichte Untersuchung mit dem Titel „Increasing tree size across Amazonia“ wertete drei Jahrzehnte an Daten aus 188 reifen Waldflächen im Amazonasgebiet aus. Die durchschnittliche Stammgrundfläche der Bäume nahm dort um 3,3 Prozent pro Jahrzehnt zu, die maximale Baumgröße um 5,8 Prozent. Die Zahl großer Baumstämme stieg sogar um 6,6 Prozent pro Jahrzehnt; bei den größten Bäumen nahm die gesamte Grundfläche um 8,4 Prozent zu. Die Wissenschaftler bezeichneten den steigenden atmosphärischen CO2-Gehalt als wahrscheinlich wichtigsten, wenn auch möglicherweise nicht einzigen Treiber dieser Entwicklung. Selbst die Auswirkungen von Hitze, Dürre und anderen Belastungen wurden bei der beobachteten Waldstruktur bislang von den positiven Wirkungen zusätzlicher Ressourcen mehr als ausgeglichen.
Ein unbequemes Bild für die Klimafanatiker
Doch eben hier liegt das politische Problem. Seit Jahren lebt die öffentliche Debatte um das globale Klima von Bildern brennender Wälder, ausgetrockneter Felder und angeblich immer lebensfeindlicher werdender Landschaften. Rekordwerte bei der globalen Vegetationsbegrünung, kräftigeres Pflanzenwachstum und wachsende Bäume im Amazonasgebiet passen wesentlich schlechter in dieses Drehbuch. Natürlich kann jeder einzelne Hitzetag medial zur Vorwarnung vor der nächsten Klimakatastrophe aufgeblasen werden; eine über Jahrzehnte laufende satellitengestützte Begrünung des Planeten lässt sich dagegen kaum mit dramatischen Fernsehbildern verkaufen.
Dabei geht es längst um mehr als einen hübschen grünen Farbton auf Satellitenkarten. Mehr Blattfläche bedeutet zusätzliche Photosynthese, mehr Biomasse und einen stärkeren terrestrischen Kohlenstoffkreislauf. Denn auch die 2025er Nature Communications-Arbeit „Vegetation cover change as a growing driver of global leaf area index dynamics“ verweist auf eine höhere Vegetationsproduktivität, stärkere Kohlenstoffaufnahme und zusätzliche Verdunstungskühlung als Folgen des weltweit steigenden Blattflächenindex. Gleichzeitig hat sich die globale landwirtschaftliche Produktion seit den 1960er-Jahren massiv erhöht. Nach Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums stieg der reale Wert der weltweiten Produktion von Pflanzen, Vieh und Aquakultur zwischen 1961 und 2020 nahezu auf das Vierfache – von 1,1 auf 4,3 Billionen Dollar, gerechnet zu konstanten Preisen von 2015. Das Bild eines Planeten, dessen Fähigkeit zur Nahrungsmittelproduktion zwangsläufig vor unseren Augen zusammenbricht, wird von der tatsächlichen Entwicklung jedenfalls nicht gestützt.
Klar gibt es auch weiterhin regional Dürren, Waldbrände oder Ernteausfälle durch Unwetter, doch an den generellen Entwicklungen auf globaler Ebene ändert sich nichts. Das CO2 sorgt für mehr Wachstum und höhere Temperaturen können zumindest in manchen (üblicherweise von längeren Kaltphasen geprägten) Regionen die Vegetationszeit verlängern und so auch die Photosynthese anregen. Die Erde ist heute erheblich grüner als vor wenigen Jahrzehnten, und 2025 brachte einen weiteren Rekord mit sich. Von einem „Klimakollaps“ und einem „sterbenden Planeten“ sind wir also noch sehr weit entfernt.
Wie teuer uns die Windkraft-Ideologie ökologisch, wirtschaftlich und energiepolitisch zu stehen kommt, zeigt Heinz Steiner in seinem neuen Buch „Der Windkraft-Wahn„.






