Für eine kritische Verteidigung der Kreuzzüge gegen weißen Selbsthass: Was wirklich geschah

Symbolbild: KI

Die Kreuzzüge des Hochmittelalters werden von Islamgläubigen, Linken und dem woken Mainstream als üble kolonialistische Aggression der bösen Europäer hingestellt. Mit einer Mischung aus historischer Unkenntnis und einer politischen Agenda wird die Realität auf den Kopf gestellt. Die Kreuzzüge waren völlig berechtigt, aber zu inkonsequent. In Teil 2 geht es um den Verlauf der Kreuzzüge.

Von Eric Angerer

In Teil 1 wurden die Ausgangssituation vor den Kreuzzügen, die Gründe und Motive besprochen. Hier wird es nun um den wechselhaften und widersprüchlichen Verlauf gehen.

Der erste Kreuzzug

Das Echo auf Papst Urbans Aufruf zum Kreuzzug war überwältigend. Es entstand eine regelrechte Kreuzzugsbewegung. Im Wesentlichen wurde der erste Kreuzzug von französischen und normannischen Rittern getragen, es waren aber auch deutsche und italienische dabei.

Viele Kreuzfahrer starben auf dem langen, beschwerlichen Weg an Hunger und Durst, aber 1099 gelang schließlich die Eroberung der Ostküste des Mittelmeers. Der Einnahme Jerusalems, angeführt vom lothringischen Grafen Gottfried von Bouillon, waren schwere Kämpfe vorausgegangen.

Danach richteten die Kreuzfahrer ein blutiges Massaker unter Moslems (und teilweise auch unter Juden, die selbst unter mohammedanischer Herrschaft gelitten hatten) an. Dieses Kriegsverbrechen wird zu Recht kritisiert. Es wird aber von den Islambefolgern und ihren postkolonialistischen Freunden im Westen stets benutzt, um die Kreuzzüge insgesamt zu delegitimieren und die Mohammedaner als arme Opfer und die Europäer als schlimme Barbaren hinzustellen. Dabei haben die Kreuzfahrer nichts anderes getan als das, was Islamgläubige seit Jahrhunderten immer mit Städten taten, die sich wehrten.

Raimund von Toulouse und Gottfried lehnten die Königskrone von Jerusalem ab, weil sie nicht dort eine goldene Krone tragen wollten, wo Christus eine Dornenkrone getragen hatte. Schließlich wurden vier Kreuzfahrerstaaten gegründet: das Königreich Jerusalem im heutigen Israel/Palästina, die Grafschaft Tripolis im heutigen Libanon, das Fürstentum Antiochia im westlichen Syrien sowie die Grafschaft Edessa (heute das Grenzgebiet von Syrien und Türkei).

Niederlage im zweiten Kreuzzug

In den Kreuzfahrerstaaten wurden die Islambefolger toleriert, mussten nun aber ihrerseits eine Sondersteuer zahlen. Die Mehrheit in den vier Staaten waren die orthodoxen Ostchristen. Sie waren einerseits froh über die Befreiung von der islamischen Drangsalierung. Allerdings wurden sie unter der Herrschaft der europäischen Katholiken nicht als gleichberechtigt behandelt. Der Anspruch von Byzanz, seine ehemaligen Gebiete wieder dem Reich einzuverleiben und sie als Lehen den europäischen Rittern zu geben, wurde abgewiesen.

Zwischen den Kreuzfahrerherrschaften kam es recht schnell zu Konflikten. Zudem war das normannische Antiochia in ständige Kämpfe mit Byzanz verwickelt, bis es im Jahr 1138 unter byzantinische Oberhoheit geriet. 1144 gelang es Emir Zengi von Mossul, das geschwächte Edessa zu erobern. Die Zivilbevölkerung in der Stadt wurde von den Islambefolgern fast vollständig getötet. Dadurch gerieten die verbliebenen Kreuzfahrerstaaten in Bedrängnis. Auf der anderen Seite steigerte der erste vernichtende Schlag gegen eine Kreuzfahrerherrschaft den Kampfeswillen der Islamgläubigen.

Diese prekäre Lage der Kreuzfahrerstaaten führte schließlich zum zweiten Kreuzzug 1147 bis 1149. Die Kreuzfahrerflotte konnte auf einer Zwischenstation zwar in Portugal Städte von den Mauren befreien, scheiterte aber im Osten. Das lag an Zwistigkeiten unter den Kreuzfahrern sowie Konflikten mit Byzanz.

Die Folge war, dass einige Jahrzehnte später der neue Sultan Saladin, der seine innermoslemischen Gegner ausgeschaltet hatte, Ägypten und Syrien kontrollierte und damit die Kreuzfahrerstaaten umklammerte, erfolgreich gegen die Christen vorgehen konnte. Im Juli 1187 schlug er bei Hattin ein Kreuzfahrerheer vernichtend, im Oktober nahmen seine Truppen Jerusalem ein.

Von den Mohammedanern und ihren westlichen Helfern an Unis und in der Filmindustrie wird Saladin dabei oft – im Gegensatz zu den groben und brutalen Kreuzfahrern – als der gutmütige, edle, gebildete und milde Herrscher präsentiert. Das ist ein politisch motiviertes Märchen. Saladin ließ nach der Schlacht von Hattin die gefangenen Templer und Johanniter, die gefürchtete Gegner gewesen waren, bis auf den letzten Mann abschlachten. Bei Jerusalem war er nur vergleichsweise milde, weil es dort kaum mehr Widerstand gegeben hatte. Er ließ von den Christen diejenigen abziehen, die ein Lösegeld aufbringen konnten. Alle anderen wurden in die Sklaverei verkauft.

Teilerfolg im dritten Kreuzzug

Der neuerliche Fall von Jerusalem war für die Christen eine Katastrophe. Papst Gregor VIII. rief deshalb zu einem neuen Kreuzzug auf. Als erster Herrscher zeigte sich im Jahre 1187 Wilhelm II., der normannische König Siziliens, zur Teilnahme bereit. Er schickte umgehend 50 Schiffe, die erheblich zum Erfolg der Verteidigung von Tripolis beitrugen.

Der eigentliche dritte Kreuzzug begann 1189 unter der Führung von Friedrich Barbarossa, dem Kaiser des römisch-deutschen Reiches (der vor Erreichen des Heiligen Landes ums Leben kam), Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz von England. Der Kreuzzug endete 1192 mit einem Friedensvertrag, ohne dass die Stadt Jerusalem von den Kreuzfahrern erobert worden wäre. Dem Königreich Jerusalem konnte lediglich der Küstenstreifen von Beirut bis Jaffa gesichert werden, und Akkon, das die Kreuzfahrer nach langer Belagerung erobert hatten, wurde die neue Hauptstadt. Unbewaffneten christlichen Pilgern wurde der freie Zugang nach Jerusalem vertraglich zugesichert.

Der Legende nach geht die heutige österreichische Nationalfahne auf die Belagerung von Akkon 1191 zurück. Der ehemals weiße Waffenrock des österreichischen Herzogs Leopold V. soll nach den Kämpfen blutdurchtränkt gewesen sein. Als er seinen breiten Gürtel abnahm, blieb darunter ein weißer Streifen Stoff übrig.

Nach der Schlacht um Akkon kam es allerdings zum Zerwürfnis zwischen Leopold V. und Richard Löwenherz. Als der Engländer Leopolds Fahne von der Stadtmauer reißen ließ, reiste der Babenberger gekränkt ab. Auf seiner Heimreise im Dezember 1192 wurde Richard Löwenherz in Erdberg bei Wien von Leopold gefangen genommen und anschließend auf Burg Dürnstein interniert. Das erpresste gigantische Lösegeld von über 23 Tonnen Silber blutete England geradezu aus. Leopold finanzierte damit die Gründung der Wiener Münze, den Ausbau der Wiener Stadtmauer und die Gründung der Stadt Wiener Neustadt.

Das Desaster des vierten Kreuzzuges

Zwischen Byzanz und der aufstrebenden Handelsrepublik Venedig, die im Ostmittelmeerraum ihre eigenen Interessen verfolgte, gab es seit einiger Zeit Spannungen. In Konstantinopel machten die „Lateiner“, hauptsächlich Venezianer, aber auch Genuesen und andere Italiener, im 12. Jahrhundert etwa 15 Prozent der Bevölkerung aus, die vor allem im Handel tätig waren.

Als Gegenleistung für Hilfe gegen die Mohammedaner waren die Venezianer mit allerlei Vorrechten ausgestattet worden. Das und ihr angeblich arrogantes Auftreten machten sie in der orthodoxen Mehrheit unbeliebt. Nach Verhaftungen und Enteignungen von Venezianern in Konstantinopel standen Byzanz und Venedig bereits vor dem dritten Kreuzzug am Rande eines Krieges.

In Kombination mit Machtkämpfen im Herrscherhaus sabotierte Byzanz das Vorankommen der Kreuzfahrer im dritten Kreuzzug. Es war außerdem durch eine Niederlage gegen die normannische Flotte sowie durch Gebietsverluste in Kleinasien und Griechenland geschwächt.

Der vierte Kreuzzug, der 1202 startete, wurde logistisch im Wesentlichen von der Flotte Venedigs getragen. Es gab aber von Anfang an Konflikte um die Finanzierung und Versorgung. Das Ziel war die Eroberung von Ägypten – und danach von Jerusalem. So weit kam man aber nicht.

Um Beute zu machen, eroberte man zuerst die dalmatinische Stadt Zara, die zum christlichen Ungarn gehörte. Wohl auf Betreiben der Venezianer und aufgrund der Versorgungsprobleme wandte man sich anschließend gegen Byzanz. Obwohl Papst Innozenz III. ausdrücklich Krieg gegen Christen verboten hatte, wurde schließlich 1204 Konstantinopel erobert. Bei den dreitägigen Plünderungen wurden viele orthodoxe Einwohner misshandelt und getötet, Schätze in gigantischem Ausmaß geraubt.

Auch wenn der Papst das später scharf verurteilte: Mit der Plünderung Konstantinopels war der Tiefpunkt der Kreuzfahrerbewegung erreicht. Die letzten Reste von Vertrauen zwischen orthodoxen und katholischen Christen waren zerstört. Das in Konstantinopel etablierte „Lateinische Kaiserreich“ war nur von kurzer Dauer. Die Byzantiner konnten ihren Staat wiederherstellen, waren aber gegenüber den Mohammedanern weiter geschwächt.

Der wechselhafte fünfte Kreuzzug

Zum Führer des Kreuzzuges bestimmte Papst Innozenz III. den päpstlichen Legaten Kardinal Pelagius von Albano, um die Fehler des Vierten Kreuzzuges zu vermeiden. Die Resonanz in Frankreich und beim deutschen Kaiser war zögerlich, sodass Andreas II. von Ungarn und Leopold IV. von Österreich vorerst die militärische Führung übernahmen. Sie vereinigten sich 117 in Akkon mit den Heeren der Kreuzfahrerstaaten, konnten aber die moslemischen Truppen nicht zu einer Schlacht stellen.

Im Frühjahr 1218 trafen dann niederländische, flämische, friesische und deutsche Kreuzfahrer in Akkon ein. Diese hatten bei einem Zwischenstopp die Städte Alcácer do Sal, Setúbal und Rota für die portugiesische Krone von den Mauren zurückerobert.

Nun wurde beschlossen, die mohammedanischen Ayyubiden, die Nachfahren Saladins, die auch Jerusalem und Syrien beherrschten, in ihrem Machtzentrum Ägypten anzugreifen. Man konnte die wichtige Küstenstadt Damiette erobern, die die Mündung des Nils kontrollierte. Nach massiven internen Streitigkeiten kam es dann aber zu militärischen Niederlagen und 1221 zu einem Rückzug aus Ägypten.

1228 schiffte sich dann der deutsche Kaiser Friedrich II. mit einer kleinen Streitmacht nach Palästina ein. Friedrich war im normannischen Palermo aufgewachsen, wo er auch Arabisch lernte. In Akkon angekommen, nahm er umgehend Verhandlungen mit dem Ayyubiden-Sultan al-Kamil auf. Da die Ayyubiden gerade untereinander Krieg führten, war al-Kamil zu einem Abkommen bereit.

Im Frieden von Jaffa wurde vereinbart, dass die Christen Jerusalem, Bethlehem, Lydda und wohl auch Nazareth zurückerhalten sollten. Die Muslime sollten den Jerusalemer Tempelberg mit der al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom behalten, wo Christen aber künftig Andachten halten durften. Den Muslimen wurde dafür Freizügigkeit im Gebiet um Bethlehem sowie eine eigene Gerichtsbarkeit unter einem Kadi in Jerusalem zugestanden. 

Der Vertrag war bei der christlichen Bevölkerung der Kreuzfahrerstaaten außerordentlich unbeliebt. Denn der Kaiser war aufgrund einer früheren Exkommunizierung durch den Papst kirchenrechtlich zur Führung eines Kreuzzuges gar nicht berechtigt. Außerdem hatte er sich militärisch allein auf seine Deutschordensritter verlassen, und die Interessen anderer – etwa der zumeist französischsprachigen Templer, die ihren Stammsitz auf dem Tempelberg nicht zurückerhielten – ignoriert. Dass es eine moslemische Enklave im christlichen Jerusalem geben sollte, war dem lateinischen Patriarchen Gerold ein Dorn im Auge, der in einem Brief an den Papst den angeblich sarazenischen Lebensstil des Kaisers denunzierte und den Vertrag einen „Betrug“ nannte.

Der sechste Kreuzzug scheitert

Der Vertrag hielt dann auch nicht lange. Nachdem die überwiegend französischen Adeligen der Kreuzfahrerstaaten den Statthalter des deutschen Kaisers vertrieben hatten, nutzte das der Sultan, um die Vereinbarung aufzukündigen. 1244 wurde Jerusalem von Söldnern des Sultans besetzt, geplündert und die Christen wurden vertrieben. Die Kreuzfahrerstaaten verbündeten sich nun mit den syrischen Ayyubiden gegen deren ägyptischen Verwandten, den Sultan, erlitten aber bei Gaza eine verheerende Niederlage.

Durch die hohen Verluste war die Verteidigungsfähigkeit der Kreuzfahrerstaaten in Gefahr, was schließlich in Europa zu einem neuen Kreuzzugsaufruf führte. An die Spitze setzte sich der französische König Ludwig IX., während Papst Innozenz IV. die Bemühungen sabotierte. Er rief stattdessen zu einem Kreuzzug gegen die Staufer auf, die damals die deutschen Kaiser stellten. Vermittlungen von Ludwig zwischen Kaiser und Papst wurden von letzterem abgeblockt. Innozenz hielt sogar den englischen König in Europa, um ihn als möglichen Verbündeten gegen die Staufer zu benutzen.

Kaiser Friedrich II. unterstützte in seinen Gebieten in Italien durchziehende Kreuzfahrer mit Waffen, Versorgung und Pferden. Ludwigs Ritter, vor allem Franzosen, aber auch Engländer, Lothringer und Friesen, wurden schließlich 1248 von Schiffen Genuas nach Zypern gebracht, wo sie mit den Ordensrittern der Kreuzfahrerstaaten zusammentrafen.

Im Frühjahr 1249 landete die Armee schließlich in Ägypten und konnte Damiette an der Nilmündung fast kampflos einnehmen. Da Ludwig der ayyubidischen Armee nicht nachsetzte, konnte die sich neu formieren. Ein halbes Jahr später mussten die Kreuzfahrer erneut im schlammigen Nildelta kämpfen und wurden in geschwächtem Zustand schließlich gefangen genommen.

Die Mohammedaner ließen nur den König und andere hohe Adelige am Leben, für die man viel Lösegeld bekommen konnte. Nach zeitgenössischen moslemischen Angaben wurden 100.000 gefangene Kreuzfahrer enthauptet. Das ist sicherlich übertrieben, weil die Armee gar nicht so groß war, aber zehn- oder zwanzigtausend dürften es gewesen sein. Für Ludwig und sein Gefolge wurde ein Lösegeld von 500.000 Goldbezanten vereinbart und er konnte nach Akkon abreisen.

Ludwig blieb noch bis 1254 in Akkon, um die Verteidigung der Kreuzfahrerstaaten zu unterstützen. Er kehrte dann zurück, da Frankreich von englischen Truppen bedroht wurde. In den vier Jahren in Akkon hat er allerdings die Verteidigungsfähigkeit der Ordensritter wiederhergestellt.

Mit dem sechsten Kreuzzug endete der letzte große Versuch, Jerusalem für die Christen zurückzugewinnen, in einer militärischen Niederlage. Dazu kamen große Verluste an europäischen Rittern. Der einzige indirekte Erfolg für die christliche Seite war, dass sich während der Kämpfe die inneren Konflikte in Ägypten so weit zugespitzt hatten, dass der Sultan von seinen eigenen Eliteeinheiten, den Mameluken, ermordet wurde. Damit wurde der Sturz der Ayyubidenherrschaft in Ägypten herbeigeführt und somit die Verbindung zwischen Kairo und Damaskus und damit die muslimische Umklammerung der christlichen Territorien beendet. Das brachte für die Kreuzfahrerstaaten eine vorübergehende Entlastung.

Der siebente Kreuzzug und das Ende

1260 konnten aber die Mameluken Syrien erobern und damit das gesamte Ayyubidenreich unter ihrer Herrschaft wiedervereinen. Die Kreuzfahrerstaaten sahen sich seit 1263 unablässigen Angriffen seitens des ägyptisch-syrischen Mamelukensultans as-Zahir Baibars ausgesetzt. Mehrere Burgen und Städte, vor allem Antiochia (1268), gingen an ihn verloren. Dazu kam, dass die Kreuzfahrer aufgrund eines Krieges zwischen Venedig und Genua von 1266 bis 1268 untereinander einen Bürgerkrieg ausfochten.

Baibars stand im Begriff, die letzten Überbleibsel der infolge des Ersten Kreuzzuges (1099) begründeten christlichen Herrschaft im Heiligen Land zu beseitigen. Diese Bedrohung seitens der Mameluken sollte 1270 zur zweiten „Kreuznahme“ des französischen Königs führen.

Diesmal war das erste Ziel der Expedition das Sultanat Tunis. Über den Grund dieser Wahl gibt es verschiedene Spekulationen. Bei den Kämpfen um Karthago erkrankten große Teile der Führung der Kreuzfahrer an der Ruhr. Der König selbst starb. Der Kreuzzug wurde daraufhin abgebrochen.

Prinz Eduard von England segelte im Frühjahr 1271 von Sizilien aus mit einem Kreuzfahrerkontingent von etwa 1000 Mann nach Palästina weiter, um dort gegen die Mameluken zu kämpfen. Sein Unternehmen wird ab diesem Zeitpunkt in der Regel als separates Unternehmen geführt. 

Er konnte Tripolis und Akkon vor der Eroberung durch die Mameluken retten und überlebte einen Mordanschlag. Eduards Kreuzzug endete im April 1272 mit dem Abschluss eines 10-jährigen Waffenstillstands mit as-Zahir Baibars.

Dennoch waren die Kreuzfahrerstaaten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bereits massiv geschwächt, die militärische Überlegenheit der Mameluken massiv. Dasselbe galt für das byzantinische Reich. Und von Westeuropa war kaum mehr Unterstützung zu erwarten. Karl von Anjou, der 1277 die Herrschaft in Akkon übernahm, bemühte sich um gute Kontakte zu den Mameluken und konnte den Waffenstillstand 1283 nochmals verlängern.

1291 führten die Mameluken schließlich den finalen Schlag gegen die geschwächten Kreuzfahrerstaaten. Nach einer schweren Belagerung nahmen sie die Festung von Akkon ein und massakrierten die komplette Bevölkerung. In der Folge wurden Tyros, Sidon und Beirut kampflos besetzt. Die Mameluken ließen sämtliche Kreuzfahrerburgen an den Küsten zerstören.

Der über zwei Jahrhunderte dauernde Versuch, den Nahen Osten für die Christenheit zurückzugewinnen, war damit gescheitert. Die mohammedanische Herrschaft wurde in den Jahrhunderten darauf immer mehr gefestigt, die Islamisierung vorangetrieben, die Christen schikaniert und marginalisiert. Lediglich im heutigen Libanon konnte sich noch lange eine christliche Mehrheit halten.

In Teil 3 werden die Kreuzzüge bilanziert und bewertet.

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: