Eineinhalb Jahre vergehen noch bis zur Landtagswahl in Niederösterreich. Schon jetzt zeigt sich: Der Vorsprung der ÖVP zur FPÖ schmilzt dahin. In der jüngsten Sonntagsfrage fuhr die FPÖ einen historischen Höchstwert ein.
Der Abstand zwischen ÖVP und FPÖ in Niederösterreich wird kleiner: Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag des ORF NÖ sieht die ÖVP bei der Sonntagsfrage bei 35 Prozent und die FPÖ bei 30 Prozent. Letzteres ist ein historischer Höchstwert für die Freiheitlichen.
NIEDERÖSTERREICH | Sonntagsfrage Landtagswahl IFDD/ORF Niederösterreich
— Österreich Wählt (@Wahlen_AT) August 17, 2026
VPNÖ: 35% (-1)
FPÖ: 30% (+4)
SPÖ: 19% (-5)
GRÜNE: 9% (+2)
NEOS: 5%
Sonstige: 2%
Änderungen zur letzten Umfrage vom 22. April 2024
Verlauf: https://t.co/sc1p5I93xf#ltwnoe pic.twitter.com/E189dwJ1j1
Es folgt die SPÖ mit 19 Prozent. Dann kommen die Grünen mit neun und die NEOS mit fünf Prozent.
Bei der Landtagswahl 2023 hatte die Volkspartei noch 39,9 Prozent geholt: Sie muss also einen deutlichen Rückgang in den Umfragewerten hinnehmen. Die FPÖ dagegen holte damals 24,2 Prozent und konnte somit nun massiv zulegen.
Befragt wurden von 27. Juli bis 7. August 1.098 wahlberechtigte Niederösterreicher ab 16 Jahren.
Meinungsforscher Christoph Haselmayer weist darauf hin, dass FPÖ und SPÖ gemäß dieser Umfragewerte mit 49 Prozent erstmals eine Mehrheit im Landtag erreichen könnten, doch eine solche Koalition wird nur von acht Prozent der Befragten befürwortet. 35 Prozent bevorzugen eine Kooperation von ÖVP und FPÖ, wie sie seit 2023 besteht. 32 Prozent wollen ÖVP und SPÖ gemeinsam regieren sehen.
Tatsächlich wird die aktuelle Zusammenarbeit von ÖVP und FPÖ von 60 Prozent positiv beurteilt: Elf Prozent zeigen sich „sehr zufrieden“, 49 Prozent „eher zufrieden“.
Bei einer Direktwahl würden 40 Prozent der amtierenden Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ihre Stimme geben. FPÖ-Landesparteichef und Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer käme auf 30 Prozent. SPÖ-Landesparteichef und Landesrat Sven Hergovich läge bei 20 Prozent, die Grünen-Landessprecherin Helga Krismer bei sechs Prozent und NEOS-Landessprecherin Indra Collini bei vier Prozent.
Die Rangliste der wichtigsten Themen in Niederösterreich gestaltet sich wie folgt: An erster Stelle kommen Gesundheitssystem und ärztliche Versorgung (diesen Bereich gaben 23 Prozent an), dann Teuerung, Inflation und leistbares Leben (19 Prozent), Zuwanderung, Asyl und Integration (zwölf Prozent), Wirtschaft und Arbeitsmarkt (zehn Prozent) und auf Platz fünf Klima- und Umweltschutz (neun Prozent).






