Trans-Demokratie und Doppelmoral: Gute Täter, böse Opfer, verdienter Mord?

Symbolbild: KI

Die Moralkeule ist die beliebteste Waffe der Linken und der Wokeria: Sie sind die „Guten“, sie stehen auf der „richtigen“ Seite. Denken sie. Die Realität zeigt vielfach das Gegenteil. Ihre peinliche Doppelmoral ist psychologisch erklärbar und politisch äußerst nützlich. Den größten Schaden richten jene Kräfte im Machtapparat an, die diese Mechanismen gezielt nutzen, um die Gesellschaft zu spalten. Und dabei ironischerweise den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen.

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Moral ist nicht gleich Moral: Es gibt keine neutrale Empathie. Jedenfalls nicht in der moralischen Hierarchie, die sich in weiten Teilen von Medien, Politik und sogenannter Zivilgesellschaft etabliert hat. Bestimmte Opfer erhalten maximale Aufmerksamkeit; andere bleiben Randnotizen. Was nicht ins bevorzugte Täter-Opfer-Schema passt, wird relativiert, abgehakt oder gleich unter den Teppich gekehrt. 

Der Kontrast ist absurd. Schwerste Gewalt durch Migranten – Messerangriffe, Attentate, blutige Clan-Fehden auf offener Straße, bestialische Ehrenmorde – wird statistisch kleingeredet, auf „Einzelfälle“, „psychische Ausnahmezustände“ oder „soziale Ursachen“ oder gar Integrationsversagen seitens der Aufnahmegesellschaft geschoben und rasch aus den Schlagzeilen gedrängt. Gleichzeitig organisieren dieselben politischen und medialen Milieus Großdemonstrationen „gegen Rechts“, sobald andere Gruppen die Gewalt benennen und politische Konsequenzen fordern. Sie schieben Opfer und ihre Angehörigen beiseite und brandmauern mit ihrer Empörung gegen politische Kurskorrekturen, die weitere Taten verhindern könnten. Die Botschaft an die Opfer und ihre Familien ist deutlich: Ihr stört das Narrativ. Sterbt und trauert leise.

Dasselbe Bild zeigt sich im Umgang mit sexueller Gewalt. Der MeToo-Komplex hat gezeigt, wie enorm die mediale und politische Energie sein kann, wenn ein Fall ins gewünschte Schema passt. Bei Collien Fernandes und dem Vorwurf der „digitalen Vergewaltigung“ wurde mit gewaltiger Emphase berichtet – es gab mediales Dauerfeuer, Demos, eine Gesetzesinitiative wurde mit dem Fall vorangetrieben. Ein wildes Schauspiel bei von Beginn an umstrittener Beweislage. 

Im Vergleich dazu wirkt die relative Gleichgültigkeit gegenüber dokumentierten, massenhaften und beispiellos brutalen sexuellen Gewaltverbrechen durch die immer gleichen migrantischen Gruppen geradezu gespenstisch. Sobald der Täter nicht dem linkswoken Feindbild des weißen, privilegierten Mannes entspricht, verpufft der moralische Furor. Stattdessen empört man sich auch hier über die, die auf diese Taten und die Opfer emotional reagieren. Im öffentlichen Diskurs dient Empörung als Veto gegen unliebsame Debatten: Wer laut genug schreit, stoppt das Gespräch. Statt über die Tat und ihre Hintergründe zu sprechen, spricht man höchsten noch darüber, dass Kritik den Falschen in die Hände spiele.

Wie moralisch sauber die moralisch Erhabenen sind, entlarvt ihre Billigung von Gewalt gegen Andersdenkende. Linksextreme Angriffe auf Einrichtungen, Veranstaltungen und gar Menschen werden regelmäßig verharmlost oder als „Antifaschismus“ und „Widerstand“ geframed. Den Tätern wird Verständnis entgegengebracht, immerhin wären ihre Motive ja ehrenwert. Wenn Konservative oder Rechte Opfer von Angriffen oder Attentaten werden, ist das nach Ansicht der „Guten“ schon ganz richtig so: Die Reaktionen in linken Kreisen reichen von zynischer Relativierung bis hin zu offener Häme und Freude. Ein christlicher Familienvater wird auf offener Bühne erschossen? Das entlockt Gutmenschen schallenden Applaus. 

Bestimmte Opfer „verdienen“ in diesem Denken keine Anteilnahme. Sie haben sich durch ihre Haltung selbst aus dem Kreis der schützenswerten Menschen ausgeschlossen. Andere sind einfach egal. Die Täter verdienen mehr Schutz als die, die vergewaltigt, verletzt oder ermordet werden. 

Mediale Schützenhilfe

Diese Mechanismen greifen nicht im luftleeren Raum, sondern werden politisch und medial genutzt und gefördert. Höherrangige Politiker werden sich hüten, offen gegen Gewalt- und Attentatsopfer zu stacheln – in niedrigeren Positionen und Jugend- und Vorfeldorganisationen sieht man das freilich nicht so eng. Besondere Schützenhilfe für dieses amoralische Weltbild der Moralischen leisten aber die Medien, die Verbrechen gegen „böse“ Opfer passend „einordnen“. 

So heißt man Morde oder Angriffe zwar nicht ausdrücklich gut, setzt sie aber in einen Frame: Unvergessen sind die Berichte nach dem Attentat auf Charlie Kirk, wo seine vermeintlich rassistischen oder transfeindlichen Aussagen (gerne völlig aus dem Zusammenhang gerissen oder schlicht falsch) aufgeführt wurden. Die implizite Botschaft: „Schaut, was für ein schrecklicher Mensch das war! Da muss man den Attentäter doch zumindest verstehen, oder?“ Man verkehrt kurzerhand Täter und Opfer. Die eigene Gruppe muss moralisch rein bleiben. 

Auf der anderen Seite wird jede unliebsame Aussage von rechts skandalisiert. Geht man nach der absurd asymmetrischen Empörungsökonomie des medialen Establishments, so waren die „Ausländer raus!“-Gröler von Sylt um ein Vielfaches verachtenswerter als der Mord an einem konservativen Aktivisten. Während man rechts stets „Hass“, „Menschenfeindlichkeit“ und eine „Gefährdung der Demokratie“ erkennt, spricht man auf linker Seite von „Einzelfällen“, verständlicher Wut und Reaktionen auf jahrelange Provokation. 

Noch einfacher macht man es sich bei der Berichterstattung über Migrantengewalt: Bei den Öffentlich-Rechtlichen etwa berichtet man wegen vermeintlich fehlender Relevanz entweder gar nicht oder lässt kurzerhand den Migrationshintergrund der Täter weg. So erweckt man den Eindruck, die Taten wären von bösen deutschen Männern verübt worden: Das passt ins Narrativ. „Das Problem sind immer Männer“ und „Deutsche machen das auch“. Kriminalitätsstatistiken, in denen Ausländer massiv überrepräsentiert sind, lassen sich im Zweifelsfall bestimmt auch durch „australische Austauschstudenten“ erklären. Das kann und sollte man als Täuschung der Öffentlichkeit werten, vor allem schützt es aber einen Machtapparat, der allen unbequemen Realitäten zum Trotz an einer verheerenden Migrationspolitik festhält und dafür die Menschen im Land (buchstäblich) über die Klinge springen lässt. 

Das System zerstört sich selbst

Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass Journalisten von öffentlich-rechtlichen und Mainstream-Medien überwiegend links und linksgrün ticken. Wessen Brot ich ess‘, dessen Lied ich sing‘ – das Prinzip ist bekannt. Zugleich bewegen sich diese Journalisten privat in dem Milieu, das sie bedienen wollen, und schützen mit ihrer fragwürdigen Arbeit auch ihre eigene Gruppenidentität. Das senkt aber nicht nur die Hemmschwelle für noch mehr Gewalt gegen die „Feinde“ – ab einem gewissen Grad von Asymmetrie und Realitätsferne untergräbt es auch die eigene Glaubwürdigkeit. Viele Mainstreamer haben sich dem Druck von unten (und dem Druck der unabhängigen Konkurrenz) bereits gebeugt und berichten zumindest teilweise neutraler und bringen auch unbequeme Informationen ans Licht.

Beim ÖRR, sicher finanziert durch Zwangsgebühren, lässt diese Entwicklung auf sich warten. Die Konsequenzen spürt man dort aber schmerzhaft: Jüngere Menschen erreicht man mit Tagesschau und Co. kaum noch. Auch hier kommt der Machtapparat zunehmend ins Wanken, denn die Kontrolle über den Informationsfluss schwindet dahin. Soziale Medien wie X werden zum massiven Dorn im Auge des Establishments, weil systemtreue Berichte hinterfragt, fehlende Informationen verbreitet und Framing massiv angeprangert werden. Zensuroffensiven sind die logische Konsequenz, sägen aber wiederum an der Glaubwürdigkeit des Systems. 

Auch auf dieser Ebene ist die Selbstzerstörung somit in vollem Gange: Starke moralische Gruppenidentitäten leben von einem Gefühl der Überlegenheit und der vermeintlichen existenziellen Bedrohung durch die andere Seite. Wenn sie jedoch so weit gehen, dass sie elementare ethische Normen aushebeln und nur noch bei der eigenen Gruppe gelten lassen wollen, untergraben sie exakt die moralischen Grundlagen, aus der sie eigentlich ihre Legitimation beziehen wollen. Wie lange kann man sich „gut“ nennen, wenn man bei Vergewaltigung und Mord wegsieht? Wie lange kann man als „Guter“ die Frage ausblenden, wie schnell man selbst bei einer missliebigen Äußerung auf der Feindes- und Abschussliste landen würde?

Das mag eine Weile funktionieren, insbesondere, solange man die Deutungshoheit in relevanten Institutionen noch hat. Irgendwann werden die Widersprüche aber zu groß – auch für Teile der eigenen Anhängerschaft. 

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