Nach einer blutigen Auseinandersetzung mit Schüssen und Messerstichen im Kölner Stadtteil Mülheim sind die sieben vorläufig Festgenommenen wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Köln erklärte, dass die Voraussetzungen für Haftbefehle nicht vorgelegen hätten. Es gibt Hinweise, dass Streitigkeiten zwischen zwei Familien der Auslöser gewesen sein könnten, heißt es lapidar. Die Ermittlungen dauern an.
Der Polizei zufolge ist es am Montagabend, 3. August, gegen 22 Uhr auf der Berliner Straße in Köln-Mülheim zu einer heftigen „Auseinandersetzung“ zwischen mehreren Personen gekommen. Zeugen alarmierten die Polizei. Einsatzkräfte und Rettungsdienste fanden vier Verletzte vor: Eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann hatten Schussverletzungen erlitten, zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren Stichwunden.
Noch in der Nacht nahm die Polizei sieben Personen vorläufig fest – die vier Verletzten selbst, die in umliegende Kliniken gebracht und dort von der Polizei bewacht wurden, sowie zwei 19-Jährige und einen 21-Jährigen. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. Nach Angaben der Behörden habe angeblich zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die übrige Bevölkerung bestanden – eine Aussage, die bezweifelt werden darf.
Am Dienstag teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit, dass alle sieben Festgenommenen wieder entlassen worden seien. Der „notwendige Verdachtsgrad“ für Haftbefehle sei nicht zu begründen gewesen. „Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen zum Ablauf und zum Motiv der Auseinandersetzung an“, betonte der Sprecher.
Als möglichen Auslöser prüfen die Ermittler Hinweise auf Streitigkeiten zwischen zwei Großfamilien. Diese sollen in Mülheim und Dellbrück wohnhaft sein. Verletzte habe es auf beiden Seiten gegeben. „Es ist davon auszugehen, dass es offenbar zwischen den beiden beteiligten Familien im Vorfeld nicht unerhebliche Streitigkeiten gab“, erklärte der Staatsanwaltschaftssprecher. Ein konkretes Motiv sei bislang jedoch nicht bestätigt. Auch die Frage, ob möglicherweise ein sexueller Übergriff eine Rolle gespielt haben könnte, sei noch nicht geklärt. Es könnten außerdem weitere Personen in den Vorfall verwickelt gewesen sein
Hauptziel der Ermittlungen ist es laut Staatsanwaltschaft, das Geschehen so zu rekonstruieren, dass geprüft werden kann, wem welche mögliche Tat zugerechnet werden kann.
Gleich in meiner Nachbarschaft. Einer der ‚diversesten‘ Stadtteile Kölns. Man schießt auf offener Straße auf Kontrahenten und läuft am nächsten Tag wieder frei rum. Das ist Wahnsinn. pic.twitter.com/qZT2FbYUPY
— Julian Schmitz (@goldb777) August 6, 2026
Wenn wie im Wilden Westen mitten in der Stadt plötzlich Schüsse und Messer fliegen, vier Leute verletzt werden und am Ende trotzdem alle wieder nach Hause gehen dürfen – dann ist man im besten Deutschland, wo der Staat wahlweise machtlos oder desinteressiert an der Sicherheit der eigenen Bevölkerung erscheint. Drückt man bei Verbrechen mit migrantischem Clan- oder Großfamilien-Background beide Augen zu? Der Verdacht drängt sich manchem auf. „Gleich in meiner Nachbarschaft. Einer der ‚diversesten‘ Stadtteile Kölns“, kommentierte ein X-Nutzer. Und: „Man schießt auf offener Straße auf Kontrahenten und läuft am nächsten Tag wieder frei rum. Das ist Wahnsinn.“





