Höhere Temperaturen, stärkere Austrocknung: Genau dazu führt Untersuchungen zufolge der Ausbau der Windkraft. Die Anlagen sorgen lokal für messbare klimatische Veränderungen, die im Rahmen des Windenergieausbaus aber geflissentlich ignoriert werden. Wie passt das zur sonstigen Hitze- und Dürre-Panik? Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser fordert von der EU-Kommission, die Folgen des grünen Ausbauwahns zu untersuchen.
Physiker warnten schon vor Jahren, dass der kopflose Ausbau der Windenergie ungeahnte negative Konsequenzen entfalten dürfte – insbesondere für die Landwirtschaft. Mehrere Untersuchungen belegten bereits, dass die Umgebung durch Windparks aufgeheizt und verstärkt ausgetrocknet wird. Negative Effekte auf die Vegetation sind vielfach messbar.
Das steht im scharfen Kontrast zum allgegenwärtigen Klimaalarmismus: Im Kampf gegen Hitze und Dürre sollen also Energieformen massiv gefördert werden, die lokal ihrerseits zu Temperaturanstieg und Austrocknung führen. Wie passt das zusammen? Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser äußert deutliche Kritik: „Windkraftanlagen verursachen messbare lokale Klimaeffekte und trotzdem wird dieses Problem von EU-Kommission, Einheitspartei und Mainstream-Medien konsequent ausgeblendet. Gerade angesichts des heißen Sommers und zunehmender Trockenperioden ist es höchste Zeit, die Auswirkungen des massiven Windkraftausbaus auf Temperaturen, Böden und Dürren ehrlich zu untersuchen.“
Hauser verwies dabei insbesondere auf eine Studie der Harvard-Forscher Lee M. Miller und David W. Keith: „Die Wissenschaftler errechneten in einem großflächigen Ausbauszenario eine durchschnittliche Erwärmung der kontinentalen USA um 0,24 Grad Celsius. Nachts waren die Effekte besonders stark, lokal wurden Erwärmungen von bis zu 1,5 Grad Celsius simuliert. Ursache ist unter anderem die Durchmischung der atmosphärischen Grenzschicht durch die Windkraftanlagen.“
Pikant: Die negativen Folgen überwiegen offenkundig den angestrebten Nutzen. „Besonders brisant ist die Schlussfolgerung der Harvard-Forscher: Im untersuchten Szenario kann die direkte Erwärmungswirkung der Windkraft während des ersten Jahrhunderts größer sein als die durch reduzierte Emissionen vermiedene Erwärmung. Windkraft kann also zwar CO2-Emissionen bescheiden reduzieren, gleichzeitig aber unmittelbare lokale Klimaeffekte verursachen. Diese dürfen beim weiteren massiven Ausbau nicht ausgeblendet werden“, betonte Hauser. Dabei muss bedacht werden, dass der Zusammenhang zwischen „Emissionen“ und Erwärmung keineswegs so unumstritten ist, wie linksgrüne Politiker es gern darstellen. Hier stehen sich tatsächlich messbare lokale klimatische Effekte und ein abstraktes Wunschdenken einer Abkühlung durch weniger CO2-Emissionen gegenüber.
Betroffen sind aber nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Bodenfeuchte. Besonders für die Landwirtschaft ist das brisant. Hauser führt aus: „Dass diese Effekte keine reine Modellfrage sind, zeigen auch andere wissenschaftliche Untersuchungen. In einem großen Windpark im Nordosten Chinas wurde insbesondere nachts eine Erhöhung der Landoberflächentemperatur um 1,73 Grad Celsius festgestellt. Eine Untersuchung eines Windparks mit 985 Windkraftanlagen in der Inneren Mongolei stellte zudem eine Abnahme der Bodenfeuchte um bis zu 4,4 Prozent fest. Windparks können damit lokal sowohl die Temperatur als auch die Bodenfeuchte beeinflussen.“
Hauser will die EU zwingen, die eigene Doppelmoral zu hinterfragen: „Die Einheitspartei aus Volkspartei, Sozialisten, Grünen und Liberalen treibt den Green Deal und den massiven Ausbau der Windkraft voran. Gleichzeitig wird kaum darüber gesprochen, welche Auswirkungen riesige Windparks auf Temperaturen, Böden und regionale Wetter- und Klimaverhältnisse haben. Unangenehme wissenschaftliche Erkenntnisse werden offenbar lieber ignoriert oder kleingeredet“, kritisierte Hauser und kündigte eine entsprechende parlamentarische Anfrage an.
„Die EU-Kommission muss endlich mit offenen Karten spielen. Wenn sie den weiteren massiven Ausbau der Windkraft vorantreibt, muss sie auch offenlegen, welche Auswirkungen dieser Ausbau auf unser lokales Klima, unsere Böden, die Landwirtschaft und zukünftige Dürreperioden haben kann“, so der Freiheitliche.
