Blutrausch in Gent: Schwarze metzeln unschuldigen Teenager nieder

(C) Report24/KI

Ein 19-Jähriger wurde nach den Gentse Feesten von zwei schwarzen Männern mit einer Pistole attackiert und achtmal niedergestochen. Eine Klinge verfehlte sein Herz nur um zwei Zentimeter, eine weitere traf die Leber. Die mutmaßlichen Täter wollten offenbar Rache an seinem Begleiter nehmen – und ließen stattdessen den völlig unbeteiligten Jugendlichen beinahe verbluten.

Der 19-Jährige hatte den Abend mit Freunden auf den Gentse Feesten verbracht und wartete später mit einem Bekannten an einer Bushaltestelle nahe der Sint-Jorisbrug. Die beiden wollten nur nach Hause, als ihnen zwei Männer auffielen, die ihre Gesichter mit Sturmhauben verdeckten. Einer hob sein Shirt an, darunter sah der Jugendliche eine Pistole aufblitzen. Die Männer gingen zunächst vorbei, kehrten dann jedoch zurück. Der 19-Jährige und sein Begleiter erkannten die Gefahr und rannten los.

Die beiden trennten sich auf der Flucht. Sein Bekannter entkam, der 19-Jährige rutschte auf einer Treppe aus und fiel den Verfolgern damit direkt in die Hände. Einer der Männer schlug ihm mit der Pistole ein Loch in den Kopf, während der zweite mit einem Messer auf ihn einstach. Der Jugendliche sah die Klinge nicht einmal. Erst als er Blut an seinem Gesicht, seinem Hemd und seiner Hose bemerkte, begriff er, wie schwer er verletzt worden war.

„Ich hatte akzeptiert, dass ich sterben werde“

„Es fühlte sich an wie kochendes Wasser, das mir den Kopf hinunterlief“, schilderte der 19-Jährige gegenüber dem belgischen Medium HLN. Er fasste sich ins Gesicht und sah seine blutverschmierte Hand. Wenige Augenblicke später entdeckte er auch die Stichwunden an seinem Oberkörper und seinen Beinen. Nach einigen Schritten brach er zusammen. Acht Messerstiche zählten die Ärzte später: vier am Oberkörper und vier an den Beinen. Eine Klinge verfehlte sein Herz nur um etwa zwei Zentimeter, eine weitere traf die Leber. Der Jugendliche wurde notoperiert und überlebte.

„Ganz ehrlich, dort auf dem Boden hatte ich eigentlich schon akzeptiert, dass ich sterben werde“, sagte er über jene Minuten, in denen er schwer verletzt auf der Straße lag. Seine Mutter zweifelt nicht daran, dass die beiden Männer ihren Sohn töten wollten. Die Zahl und Lage der Stichwunden lassen erkennen, mit welcher Gewalt die Angreifer vorgingen. Der 19-Jährige hatte keinen Streit mit ihnen, kannte sie nach eigener Aussage nicht und war an keiner vorausgegangenen Auseinandersetzung beteiligt. Er war lediglich mit jenem Mann unterwegs, gegen den sich der Racheakt offenbar richten sollte.

Rache an einem anderen geplant

Nach Angaben der Familie hatte der Begleiter des Opfers am Vortag eine Auseinandersetzung mit den späteren Angreifern. Die beiden Männer sollen ihn deshalb nach den Festlichkeiten gesucht und verfolgt haben. Als der eigentlich Gesuchte entkam, wandten sie sich gegen den zurückgebliebenen 19-Jährigen. „Weil sie ihn nicht erwischen konnten, musste mein unschuldiger Sohn den Preis bezahlen“, erklärte seine Mutter.

Überwachungskameras zeichneten die beiden Verdächtigen auf. Die Polizei konnte sie anhand der Aufnahmen identifizieren und festnehmen. Gegen beide wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Nach belgischem Strafrecht drohen den Tätern für versuchten Mord theoretisch Jahrzehnte hinter Gittern. Die Vorbereitung der Tat – das Überziehen der Sturmhauben und die gezielte Suche nach dem Opfer – erfüllt juristisch klar das Merkmal des Vorsatzes. Die entscheidende Frage wird jedoch sein, ob die belgische Justiz das Gesetz auch mit der gebotenen Härte anwendet. Häufig genug enden vergleichbare Prozesse in Westeuropa mit massiven Strafmilderungen für die Täter – sei es aufgrund des Alters, vermeintlich schwieriger Sozialprognosen, eines Migrationshintergrunds oder anderer konstruierter „mildernder Umstände“.

Übrigens: Nicht beide Verdächtigen sitzen im Gefängnis. Der erste Mann wurde nach 14 Hinweisen identifiziert, festgenommen und vom Genter Untersuchungsrichter in Untersuchungshaft genommen. Der zweite wurde am 29. Juli ebenfalls festgenommen, darf das weitere Verfahren allerdings unter elektronischer Überwachung abwarten. Er trägt eine Fußfessel und sitzt nicht in einer Zelle. Dies scheint schon das erste Anzeichen für die linke belgische Kuscheljustiz zu sein, die es offensichtlich nicht für nötig hält, solche brutalen Gewalttäter hinter Schloss und Riegel zu bringen.

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