Tendenziöser Windkraft-Meinungsartikel im Standard mit ungekennzeichneten KI-Elementen?

Manche Systemjournalisten sind voller Hass - und geben sich neutral und sachlich (C) report24.news KI

Wir berichteten vor einigen Tagen über eine Hass-Kampagne in der österreichischen Tageszeitung „derStandard“ über eine Informationsveranstaltung zu Windkraft in Osttirol. Auf den ersten Blick stellten wir fest: Nicht einmal der Titel stimmte – und kein Satz beschäftigte sich mit Argumenten oder Inhalten. Nun hat Plagiateprüfer Doz. Dr. Weber den Artikel gelesen – er will eine Reihe von Hinweisen auf KI-Nutzung gefunden haben. Das linkstendenziöse lachsrosa Blättchen schweigt auf Anfrage.

Warum ist das überhaupt wichtig? Der Standard behauptet, ordentlichen, umsichtigen, seriösen Journalismus zu betreiben. Kritiker lesen aus den Texten aber häufig Hass, Hetze und vor allem tendenziöse Meinung heraus – die nicht als solche gekennzeichnet ist. Vor wenigen Tagen veröffentlichten wir den Artikel „Lehrstück: Hass und Manipulation in Standard-Artikel über Windkraft-Informationsabend„. Darin befassten wir uns mit einem Artikel des Standard-Autors Markus Sulzbacher, bei dem nicht einmal der Titel korrekt war.

Plagiatsprüfer Doz. Dr. Stefan Weber machte uns darauf aufmerksam, dass einige Formulierungen in dem Text darauf hinweisen, dass er nicht von einem Menschen verfasst wurde. Wir hätten dann also einen ungekennzeichneten Meinungsartikel vorliegen, der den Lesern als besondere „Watchblog“-„Recherche“ verkauft wird – und zudem den Verdacht auf nicht gekennzeichneten Einsatz von KI. Unsere Anfrage wurde natürlich nicht beantwortet, beim Standard zählt man ja zu „den Guten“ und muss sich mit dem einfachen Volk nicht auseinandersetzen, das man ausschließlich zu belehren gedenkt. Hier unsere Anfrage, machen Sie sich selbst ein Bild. (Übrigens: Dass sogar der Titel falsch war, war sogar den Herrschaften im Standard peinlich, dieser wurde nachträglich geändert.)

Unsere Anfrage an die lachsrosa Linkspostille

Sehr geehrte Damen und Herren,

sie haben am 26. Juni 2026 unter dem Titel „FPÖ lädt zur Anti-Windkraft-Konferenz“ einen Meinungs-Artikel veröffentlicht, der nicht als solcher gekennzeichnet wurde. Dies verstößt gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse Punkt 3.1.

In diesem Text sind zahlreiche schwere Fehler enthalten, schon der Titel „FPÖ lädt zur Anti-Windkraft-Konferenz“ ist sachlich falsch, denn zu dieser Konferenz hatte die EU Fraktion Patriots for Europe geladen. Weiters befassen sich gut 50% des Textes mit „Chemtrails“ und „Martin Rutter“ – beides hatte nachweislich nichts mit der Veranstaltung zu tun. Damit verstoßen Sie gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse Punkt 2.1 sowie Punkt 2.3, da auch nicht versucht wurde, eine Stellungnahme einzuholen.

In Zusammenarbeit mit Plagiatsprüfer Doz. Dr. Stefan Weber konnten wir weiters feststellen, dass der begründete Verdacht der nicht gekennzeichneten KI-Nutzung besteht. Es handelt sich um eine Aneinanderreihung von Trikola und Antithesen – in einem Stil, der sich in vor-KI-Zeiten in Sulzbachers Arbeit nicht findet. Dabei wird typische Maschinenlogik verwendet, die sachlich und logisch falsch ist. Beispiele dafür:

„Die Themen wirken weniger additiv als verschränkt.“

Additiv und verschränkt schließen einander nicht aus – eine KI versteht dies nicht.

„Steuerung von Wetter, Gesundheit oder Bevölkerung“

Im Sinne des Autors würde über das Wetter die Gesundheit gesteuert, in dieser Form ergibt der Satz keinerlei Sinn.

„Was bleibt, ist ein Kommunikationsraum, in dem sich politische Zuspitzung, digitale Empörung und verschwörungsideologische Deutung nicht mehr sauber trennen lassen.“

Abgesehen vom Trikolon: Kein Mensch formuliert so.

„das sich gegen Institutionen, Wissenschaft und politische Verfahren gleichermaßen richtet.“

Typisch sinnfreies KI-Trikolon: Was sind „Institutionen“ in diesem Kontext – korrekt wäre beispielsweise Justiz gewesen.

„Aus einzelnen Behauptungen entsteht kein geschlossenes Beweisgefüge – wohl aber ein geschlossenes Misstrauenssystem“

Ebenso eine sinnfreie Formulierung, die nur einer KI einfällt.

Die KI-Textbausteine mit „wissenschaftlich und institutionell“ widerholen sich zudem, auch ein Fehler, den ein erfahrener menschlicher Redakteur nicht begeht.

Ich ersuche Sie bis morgen 18:00 um schriftliche Stellungnahme. Unsere Berichterstattung erfolgt auch unabhängig von Ihrer Reaktion – im Gegensatz zu Ihrem Haus nehmen wir Punkt 2.3 des Pressekodex aber sehr ernst.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Machl
Report24.news

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