Am 26. Juni fand in Ainet, Osttirol, ein Informationsabend über Risiken und Probleme mit modernen Windkraft-Anlagen statt. Dies versetzte die Windkraft-Lobby und ihre nützlichen Erfüllungsgehilfen in den Schreibstuben offenbar in Unruhe und Panik – der Standard lieferte ein Bravourstück der Hass-Auftragsschreiberei, das so herausragend ist, dass wir es hier genau analysieren wollen. Es stimmt dabei nicht einmal der Titel des bekannt verhaltensauffälligen Autors Markus Sulzbacher.
Standard-Schreiberling Markus Sulzbacher ist für seine Hass-Berichterstattung „gegen Rechts“ weithin bekannt. Solchermaßen beflügelt, scheint er sich wie in Corona-Zeiten erneut dazu berufen zu fühlen, zu wissenschaftlichen Themen seinen Beitrag abzusondern. Er titelte: „FPÖ lädt zur Anti-Windkraft-Konferenz“. Schon das ist falsch. Veranstalter des Informationsabends für die Osttiroler Bevölkerung war die EU-Fraktion „Patriots for Europe“, wo die FPÖ zwar Mitglied, aber nicht allein bestimmende Kraft ist. Eine klare Trennung ist hier allein schon aus rechtlichen Gründen zwingend nötig.
Angekündigt war ein Vortragsabend, der alle Aspekte abdeckt, welche Menschen derzeit beschäftigen, die zum Thema Windkraft viele Fragen haben. Anders, als Linke sich das wünschen, denken die Österreicher nämlich nicht alle gleich, marschieren nicht alle gleich und sie stellen sogar Fragen. Totalitäre Linke sehen darin eine Bedrohung – und ihr Fürsprecher ist Markus Sulzbacher, der im Rahmen des Standard immer wieder zu absolutem Gehorsam gegenüber der Obrigkeit und dem strikten Befolgen der Einheitsmeinung mahnt. Zumindest lässt sich seine permanente Agitation durch den Leser genau so einordnen.
Während in Ainet als Referenten der Universitätsdozent Dr. Hannes Strasser (biologische Auswirkungen von Windrädern auf Mensch, Infraschall, Ewigkeitschemikalien), der ehemalige Leiter der Nationalpark Ranger im Bayerischen Wald, Förster Josef Erhard (Auswirkungen auf Pflanzen- und Tierwelt) und Report24-Chefredakteur Florian Machl (Herstellung, Transport und wirtschaftliche Aspekte) referierten, ergoss sich Sulzbachers Hass zunächst über Menschen, die weder vor Ort waren, noch im Entferntesten mit dem Thema zu tun hatten: Mehrere Absätze waren Martin Rutter gewidmet, außerdem wurde der Alternativmediziner Dr. Klinghardt attackiert.
Im Artikel im Standard wird nicht ein einziges Argument der Windkraft-Skeptiker aufgegriffen und diskutiert. Stattdessen geht es in gut der Hälfte des Textes um „Chemtrails“, ein Thema, das mit der Veranstaltung ebenso nichts zu tun hat, nicht angekündigt war und dort auch nicht berührt wurde. Allein das zeigt, dass Sulzbacher gar kein Interesse an journalistischen Standards hat. Der Text ist übrigens nicht als „Meinung“ gekennzeichnet, wie es laut dem Journalistischen Ehrenkodex der österreichischen Presse vorgeschrieben wäre.
Einige Beispiele dafür, wie die Saat des unsachlichen, linken Hasses aufgeht und von den linksradikalen Lesern in Form einer selbstreferenziellen Echokammer reflektiert wird. Hier zeigt sich auch, wie Verhetzung durch als Journalismus getarnten journalistischen Aktivismus funktioniert:




Die Bösartigkeit, mit der sich Linke (unter Duldung der ÖVP) aktuell den Ball zuspielen, zeigt sich ebenso in dem Text. So wird ausführlich der Verfassungsschutz-Bericht zitiert, in dem frech Lügen und Unwahrheiten über Report24 verbreitet wurden. Eine Klage ist anhängig. In der Praxis funktioniert dies so, dass linke Akteure über ihre Verbündeten Texte im Verfassungsschutzbericht platzieren lassen, die bekanntlich auch aus einer Zusammenarbeit mit der dem Kommunismus nahestehenden, stellenweise der unwissenschaftlichen Arbeit überführten Tarnorganisation DÖW entstehen. Danach werden diese im Grunde genommen selbst eingereichten Texte zitiert und in einem für das Publikum nicht wahrnehmbaren Zirkelschluss als Beweis präsentiert.
Was wir aus Sulzbachers Text herauslesen können, ist blanker Hass gegen alles Nichtlinke, ja Nichtlinksextreme. Was wir nicht erfahren, ist, was die konkreten Argumente der Windkraft-Gegner sind, wie sie diese begründen – und weshalb sie aus Sicht der Standard-Redaktion falsch wären. Es ist die übliche Aneinanderreihung von Sippenhaft, ad-hominem Angriffen, Framing und manipulativer Propaganda. Dazu benötigt man freilich kein Fachwissen zum Thema Windenergie – Hass allein ist in diesem Medium offenbar ausreichend für eine Publikation.
Der größte Scherz des Artikels im Standard ist die Werbeeinblendung in eigener Sache, direkt unter dem Text: „DER STANDARD gibt uns dazu die Möglichkeit. Wir starten jeden Tag bei null mit dem Anspruch, genau hinzusehen, zu erklären, einzuordnen. Der Diskurs gehört dazu. Und dafür steht DER STANDARD seit jeher.“ Es mag die Zeiten gegeben haben, wo sich der Standard vielleicht einmal für Diskurs und die Meinung anderer interessiert hat. Im Jahr 2026 ist dieses Medium gewiss nicht dafür bekannt, Andersdenkende zum Gespräch einzuladen und einen Wettbewerb der Ideen und Meinungen zuzulassen. Aber das fällt dort niemandem mehr auf – dort wird vor allem politischer Aktionismus betrieben, um die eigene ideologische Blase zu bespaßen. Gäbe es dafür nicht Inserate aus staatsnahen Betrieben und zahlreiche Förderungen, könnte man es als Privatvergnügen in einer Demokratie akzeptieren. Die Bürger dazu zu zwingen, diese Umtriebe mit Steuergeld zu bezahlen, ist hingegen äußerst unredlich.
