Das Maß ist voll: Südafrikaner jagen Illegale aus dem Land

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In den südafrikanischen Metropolen entlädt sich eine seit Jahrzehnten aufgestaute Wut: Tausende Einheimische protestieren auf den Straßen gegen die unkontrollierte illegale Einwanderung. Es gibt Tote, Plünderungen und brennende Barrikaden. Die Leute rebellieren gegen die explodierende Kriminalität und gegen Lohndumping. Der vom linken ANC regierte Staat jedoch versetzt das Militär in Alarmbereitschaft und geht gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vor. Die NGOs spulen derweil ihr übliches Programm ab und beschimpfen die Einheimischen.

Sogar Afrikaner haben genug von der illegalen Zuwanderung aus anderen afrikanischen Ländern. Zumindest in Südafrika. Rauchschwaden über Johannesburg und Durban, geplünderte Geschäfte, Schüsse. Die jahrzehntelang vom regierenden linken ANC ignorierte Migrationskrise in Südafrika fordert jetzt ihren blutigen Tribut. Bürgerwehren und gut organisierte Organisationen wie „Operation Dudula“ oder „March and March“ hatten der Politik und den illegalen Einwanderern ein finales Ultimatum bis zum 30. Juni gesetzt. Als die Regierung unter Präsident Cyril Ramaphosa die Frist verstreichen ließ, nahmen die Bürger das Gesetz kurzerhand selbst in die Hand.

Tausende Südafrikaner, vorwiegend aus den von Arbeitslosigkeit und Armut betroffenen schwarzafrikanischen Schichten, formierten sich zu Protestmärschen. Ihr Zorn richtet sich gegen die herrschenden Missstände: Illegale Migranten aus anderen afrikanischen Staaten (vor allem den benachbarten Ländern Simbabwe, Mosambik, Lesotho und Malawi) drücken die Löhne und treiben die ohnehin schon hohen Kriminalitätsraten weiter nach oben.

Der Konflikt gärt bereits seit dem Ende der Apartheid 1994. Schon 1995 formierte sich in der Johannesburger Township Alexandra die „Buyelekhaya“ („Geht nach Hause“)-Kampagne. Bewaffnete Einheimische spürten illegale Migranten auf und übergaben sie der Polizei. 1998 endete ein Protestmarsch gegen Arbeitslosigkeit und Ausländerkriminalität damit, dass Demonstranten drei Westafrikaner aus einem fahrenden Zug stießen. Im Jahr 2000 kam es dann im Großraum Kapstadt zu einer gezielten Mordserie an Ausländern. Und im Oktober 2001 stellten die Bewohner der Siedlung Zandspruit den dortigen simbabwischen Migranten ein knallhartes Ultimatum zur sofortigen Räumung des Gebiets. Nach den landesweiten Unruhen von 2008 treten die Gegenbewegungen heute landesweit koordiniert auf.

Die Quittung für diese jahrzehntelange Wegschau-Politik bekommt das Land jetzt. Bei Straßenschlachten kamen in den vergangenen Tagen mindestens vier Menschen ums Leben. Die Regierung Ramaphosa reagiert mit massiver Härte – allerdings nicht gegen die illegalen Parallelgesellschaften, sondern gegen die eigenen Bürger. Tausende Polizisten wurden landesweit zusammengezogen, Gummigeschosse in die Mengen gefeuert. Inzwischen steht sogar das südafrikanische Militär bereit, um die Proteste niederzuschlagen.

Protestführer Ngizwe Mchunu formulierte die allgemeine Verzweiflung der Demonstranten so: „Es ist eine sehr traurige Geschichte, die wir unserer Regierung seit Beginn der Demokratie (1994) erzählen: dass die illegale Einwanderung hier außer Kontrolle ist.“ Mchunu macht die Illegalen direkt für die gigantische Drogenwelle im Land verantwortlich. Sein Fazit: „Es ist an der Zeit für unsere Regierung, Südafrika an die erste Stelle zu setzen.“

Für das linke politische Establishment und internationale NGOs ist das Leid der Bürger völlig irrelevant. Schon in den Neunzigern weigerten sich ANC-Politiker, die offenen Grenzen als zusätzlichen Grund für die bestehenden Probleme zu benennen. Man warf den Einheimischen stattdessen „Fremdenfeindlichkeit“ vor. Heute passiert wieder dasselbe. Amnesty International beklagt in aktuellen Statements allen Ernstes, dass Migranten ungerechtfertigt als Sündenböcke herhalten müssten. Die wahren Schuldigen seien das „Erbe der Apartheid“ und die Ungleichheit im Land. Jeder, der die unkontrollierte Massenmigration kritisiert, soll wie üblich mit der Rassismus-Keule mundtotgemacht werden.

Trotz der staatlichen Repression gegen die Proteste erzielt der Druck von der Straße Wirkung. Aus Angst vor weiteren Eskalationen ergriffen nun tausende Migranten, vor allem aus Simbabwe, Malawi und Nigeria, überstürzt die Flucht. Vor den Botschaften drängen sich Menschenmassen, Buskonvois stauen sich an den Grenzübergängen. Plötzlich kann auch die Regierung handeln: Laut Justizministerin Kubayi hat der Staat in den letzten Tagen eilig über 4.200 Personen repatriiert und Hunderte abgeschoben. Wenn man will, funktioniert die Remigration nämlich auch.

Südafrika führt der westlichen Welt gerade live vor Augen, wo man schlussendlich unweigerlich endet, wenn die Politik eine grassierende Migrationskrise jahrzehntelang aussitzt und die elementaren Sicherheits- und Existenzbedürfnisse der eigenen Bevölkerung ignoriert.

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