Rotterdam unter Schock: Marokkaner wollte in einer Nacht 2 Frauen vergewaltigen

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In Rotterdam versuchte ein marokkanischer Asylforderer in nur einer Nacht innerhalb weniger Stunden gleich zwei Frauen zu vergewaltigen. Den Freund einer der beiden Frauen hatte er beinahe getötet. Nun muss er sich vor Gericht für seine Taten verantworten.

Ein Fall aus Rotterdam sorgt derzeit in den Niederlanden für Aufsehen. Ein 22-jähriger marokkanischer Asylbewerber soll innerhalb weniger Stunden zwei zufällig ausgewählte Frauen angegriffen und versucht haben, sie zu vergewaltigen. Beim ersten Angriff würgte er den Begleiter eines Opfers bewusstlos und trat anschließend auf den am Boden liegenden Mann ein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Verdächtigen deshalb nicht nur versuchte Vergewaltigung, sondern auch versuchten Totschlag vor.

Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar in Rotterdam. Nach Angaben der Ermittler begann die Gewaltserie gegen drei Uhr morgens im Stadtteil Agniesebuurt. Dort soll der Beschuldigte auf ein junges Paar getroffen sein. Zunächst griff er den 22-jährigen Mann an, brachte ihn mit einem Würgegriff zur Bewusstlosigkeit und trat anschließend mehrfach gegen dessen Kopf. Während das Opfer schwer verletzt am Boden lag, verfolgte der Täter dessen 24-jährige Begleiterin und versuchte, sie sexuell zu attackieren. Als dies misslang, flüchtete er.

Nur rund zwei Stunden später kam es laut Staatsanwaltschaft zu einem weiteren Angriff. Im Stadtteil Schiebroek geriet eine 19-jährige Studentin ins Visier des Verdächtigen. Der Mann soll die junge Frau verfolgt, mit einem Messer bedroht und schließlich am Hals gepackt haben. Anschließend habe er versucht, sie zu vergewaltigen. Dass auch dieser Angriff scheiterte, lag letztlich am Eingreifen eines Anwohners. Dieser wurde durch die Hilfeschreie der Studentin auf die Tat aufmerksam und eilte ihr zu Hilfe. Der Täter flüchtete erneut.

Die Ermittlungen führten die Polizei zunächst zum Rotterdamer Hauptbahnhof. Dort konnten Überwachungskameras dokumentieren, dass der Verdächtige nach den Taten einen Zug bestieg. Seine Identität blieb jedoch zunächst unbekannt. Erst die Veröffentlichung von Fahndungsbildern brachte den Durchbruch. Mehrere Mitarbeiter der niederländischen Asylbehörde erkannten den Mann auf den Aufnahmen wieder und informierten die Polizei. Noch am selben Tag erfolgte die Festnahme auf einem als Asylunterkunft genutzten Hotelschiff in Hendrik-Ido-Ambacht. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler Kleidungsstücke und einen Rucksack, die auf Überwachungsvideos der Tatorte zu sehen gewesen sein sollen. Zudem wurden laut Staatsanwaltschaft DNA-Spuren des Beschuldigten an einem Opfer sichergestellt.

Besonders interessant ist der Fall auch aufgrund des Aufenthaltsstatus des Verdächtigen. Nach Angaben der Behörden war der Mann erst wenige Monate vor seiner Festnahme in die Niederlande eingereist. Er stammt aus Marokko, einem Land, das von den niederländischen Behörden als sicherer Herkunftsstaat eingestuft wird. Asylbewerber aus solchen Staaten haben in der Regel nur geringe Chancen auf einen dauerhaften Schutzstatus, da grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass ihnen in ihrer Heimat keine politische Verfolgung droht. Da stellt sich die Frage, warum solche Leute nicht umgehend wieder zurück in ihre Heimat geschickt werden.

Im Zuge der Ermittlungen wurde der Beschuldigte auch psychiatrisch untersucht. Nach Angaben der Justiz konnten dabei keine psychischen Erkrankungen festgestellt werden. Gleichzeitig schätzt der Gutachter die Gefahr weiterer ähnlicher Straftaten als „mittel bis hoch“ ein. Der Verdächtige bleibt daher bis zum Prozess in Untersuchungshaft. Die Hauptverhandlung ist für den 4. September angesetzt.

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