Prominentes Impfopfer? Thai-Kronprinzessin verstarb nach vier Jahren Koma

Die ehemalige Botschafterin Thailands in Österreich, Thronerbin Prinzessin Bajrakitiyabha starb vier Jahre nachdem sie "wegen Herzproblemen" plötzlich und unerwartet ins Koma fiel. Bild: Österreichische Außenministerium - Antrittsbesuch der thailändischen Botschafterin, H.R.H. Princess Bajrakitiyabha Mahidol, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26818474

Die bis dahin kerngesunde thailändische Kronprinzessin Bajrakitiyabha kollabierte im Dezember 2022 im Alter von 44 Jahren plötzlich und unerwartet. Seither lag sie im Koma und soll nur durch Maschinen am Leben erhalten worden sein. Damals kamen speziell durch ein Interview mit dem thailändischstämmigen Prof. Sucharit Bhakdi, der nach eigenen Angaben Kontakte zu Beratern des Königshauses pflegt, Gerüchte auf, der Zustand der Prinzessin wäre die direkte Folge einer Pfizer Booster Impfung gewesen. Am 11. Juni 2026 wurde sie für tot erklärt.

Der Tod der thailändischen Prinzessin Bajrakitiyabha hat eine alte Kontroverse neu belebt. Schon kurz nach ihrem Zusammenbruch im Dezember 2022 kursierte die Behauptung, sie sei 23 Tage nach einer Pfizer-Auffrischungsimpfung kollabiert. Bewiesen wurde diese Darstellung nie. Gesichert ist: Das Königshaus sprach von schweren Herzrhythmusstörungen im Zusammenhang mit einer Mykoplasmen-Infektion.

Prinzessin Bajrakitiyabha Narendira Debyavati brach am 14. Dezember 2022 während eines Hundetrainings in der Provinz Nakhon Ratchasima zusammen. Zunächst wurde sie in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, später in das King Chulalongkorn Memorial Hospital in Bangkok verlegt. Das thailändische Königshaus teilte damals mit, die Prinzessin leide an einem Herzproblem. Spätere Erklärungen wurden konkreter: Sie sei weiter bewusstlos, Ursache sei ein extrem unregelmäßiger Herzschlag infolge einer Mykoplasmen-Infektion gewesen. Ärzte behandelten sie mit Antibiotika und unterstützten Herz, Lunge und Nieren mit Medikamenten und medizinischen Geräten.

Parallel zu dieser offiziellen Verlautbarung entstand eine zweite Erzählung. Anfang 2023 verbreiteten verschiedene impfkritische Kanäle die Behauptung, die Prinzessin sei 23 Tage nach einer dritten Pfizer-Impfung ins Koma gefallen. Eine zentrale Rolle spielte dabei der aus Deutschland bekannte Mikrobiologe Sucharit Bhakdi, der sich seit der Corona-Zeit öffentlich gegen mRNA-Impfstoffe positionierte und mehrere Bücher zum Thema verfasste – und dafür bis heute auch juristisch verfolgt und denunziert wird.

Ursprung der Impf-Behauptung

In einem Interview mit Pascal Najadi fiel angeblich die Aussage, hohe thailändische Stellen würden wegen des Falls über Konsequenzen gegen Pfizer nachdenken. Dieses Interview scheint momentan nicht mehr vollständig und in ungeschnittener Form auffindbar zu sein (hier ein Ausschnitt), es gibt noch ein einstündiges Gespräch mit „the Last American Vagabond“ zum Thema. Über „stille Post“ und gegenseitiges Abschreiben diverser Medien entwickelte sich das Gerücht, Thailand werde Pfizer-Verträge kündigen oder juristisch gegen den Konzern vorgehen. Dies ist bis heute nicht geschehen und wurde von offiziellen Stellen in Thailand zurückgewiesen.

Für die damalige Behauptung einer Pfizer-Boosterimpfung „23 Tage vor dem Zusammenbruch“ wurde bis heute öffentlich kein belastbarer Primärbeleg vorgelegt. Es gibt keine Palastmitteilung, kein veröffentlichtes Impfzertifikat, keine Erklärung behandelnder Ärzte und keine offizielle thailändische Behördenquelle, welche diese Impfung bestätigt. Berichte, die diese These aufgriffen, verwiesen auf dieselbe Ursprungskette aus Interviews, Social-Media-Beiträgen und impfkritischen Plattformen, legten aber keine Beweise vor. Tatsache ist, dass zahlreiche Medien – auch Mainstream-Medien – 2022 und 2023 das Gerücht verbreiteten, dass die Prinzessin schon damals als hirntot erklärt wurde, technisch also bereits verstorben sei.

Das thailändische Königshaus äußerte sich nicht zu einer Impfung als möglicher Ursache. Es stellte den medizinischen Zustand der Prinzessin in Zusammenhang mit einer Mykoplasmen-Infektion, Herzrhythmusstörungen, Bewusstlosigkeit und der künstlichen Unterstützung lebenswichtiger Organfunktionen. Auch die thailändische Gesundheitsverwaltung wies damals Behauptungen zurück, wonach Thailand seine Pfizer-Impfstoffpolitik ändere oder Verträge kündige. Das Department of Disease Control bezeichnete entsprechende Meldungen öffentlich als Falschinformation und forderte dazu auf, sie nicht weiterzuverbreiten. Auch das National Vaccine Institute erklärte, es gebe keine Pläne, die Verträge mit Pfizer aufzukündigen.

„Plötzlich und unerwartet“

Über die Gesundheit der Prinzessin vor dem 14. Dezember 2022 ist öffentlich kein schweres chronisches Leiden bekannt. Im Gegenteil: Der unmittelbare Anlass des Zusammenbruchs war eine körperlich aktive Situation beim Hundetraining. Bajrakitiyabha war damals 44 Jahre alt, beruflich und öffentlich präsent und galt als gesund. Der Palast sprach zunächst von einem plötzlichen Herzproblem, später von schwerer Arrhythmie durch eine Mykoplasmen-Infektion. In den folgenden Jahren kamen weitere schwere Komplikationen hinzu. 2025 wurde über eine schwere Blutstrominfektion berichtet, später über Infektionen mehrerer Organe, eine Bauchrauminfektion, Colitis, niedrigen Blutdruck, Blutgerinnungsstörungen und anhaltende Herzrhythmusstörungen. Im Juni 2026 wurde sie nach Jahren im Koma unter lebenserhaltenden Maßnahmen im Alter von 47 Jahren für tot erklärt.

In Thailand war Bajrakitiyabha eine bekannte und respektierte Figur des Königshauses. Sie war die älteste Tochter von König Maha Vajiralongkorn und stammte aus dessen erster Ehe mit Prinzessin Soamsawali. International war sie vor allem als Juristin, Diplomatin und Fürsprecherin für weibliche Strafgefangene bekannt. Sie studierte Rechtswissenschaften in Thailand und an der Cornell University, arbeitete in der thailändischen Staatsanwaltschaft und engagierte sich für die sogenannten Bangkok Rules der Vereinten Nationen, die Mindeststandards für den Umgang mit weiblichen Gefangenen definieren. Von 2012 bis 2014 diente sie als thailändische Botschafterin in Österreich, zugleich war sie auch für Slowenien und die Slowakei akkreditiert.

Sehr beliebt in Thailand und inoffizielle Thronfolgerin

Politisch und dynastisch hatte ihre Person zusätzliches Gewicht. Sie wurde nie offiziell zur Thronfolgerin ernannt, galt aber als eines der wenigen Kinder des Königs mit klarer Stellung im Königshaus und wurde von Beobachtern immer wieder als mögliche künftige Schlüsselperson der Monarchie beschrieben. In internationalen Medien wurde sie teils als mögliche Thronfolgerin oder mögliche Regentin für ihren jüngeren Halbbruder Prinz Dipangkorn genannt. Gerade deshalb löste ihr Zusammenbruch 2022 in Thailand große Anteilnahme aus. Tausende Menschen beteten für ihre Genesung, und ihr Gesundheitszustand wurde über Jahre mit großer Zurückhaltung behandelt.

Pfizer-These nicht ganz von der Hand zu weisen

Auch wenn es keinerlei belastbare Bestätigung eines Zusammenhangs gibt, bleibt die Pfizer-These unter den denkmöglichen Ursachen des Vorfalls. Gut dokumentiert ist, dass mRNA-Impfstoffe wie Pfizer/BioNTech mit Myokarditis und Perikarditis in Verbindung zu bringen sind – und zum Tod führen können. Dies ist mittlerweile auch der Packungsbeilage zu entnehmen. Die Herzentzündungen traten besonders bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern, häufig nach der zweiten Dosis und meist innerhalb weniger Tage nach der Impfung auf. Symptome können Brustschmerzen, Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Herzrhythmusstörungen sein. Ohne eine offizielle Bestätigung einer Impfung der Prinzessin bleiben solche Überlegungen aber reine Spekulation. Möge sie in Frieden ruhen.

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