Wenn man es zuspitzen möchte: Geht ein Österreicher mit einer Schinkensemmel an einer Moschee vorbei, ermittelt der Verfassungsschutz. Werden hingegen wertvolle Skulpturen der Christenheit geschändet, interessiert das die Behörden nur am Rande. Dieses zweierlei Maß weckt Zweifel darüber, wem dieser Verfassungsschutz wirklich dient – obwohl er aus den Steuern der Bevölkerung finanziert wird. Der jüngste Angriff auf eine christliche Kirche in Deutschlandsberg ist jedenfalls kein Einzelfall.
In der Nacht auf den 16. Juli 2026 wurden vor der Stadtpfarrkirche in Deutschlandsberg drei rund 200 Jahre alte Heiligenfiguren der historischen Kreuzigungsgruppe schwer beschädigt. Nach Angaben der Polizei rissen bislang unbekannte Täter die hölzernen Figuren zwischen 22.00 Uhr und 6.30 Uhr aus ihren Verankerungen und warfen sie vom Podest. Die Schnitzereien wurden dabei erheblich beschädigt, der vorläufig geschätzte Sachschaden beträgt mehrere Tausend Euro. Der Vorfall wurde vom Pfarrer angezeigt, nachdem die Zerstörung am Morgen entdeckt worden war.
Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts der schweren Sachbeschädigung geführt. Bislang gibt es keine festgenommenen Tatverdächtigen und die Polizei hat weder Angaben zu einem möglichen Motiv noch zu konkreten Verdächtigen veröffentlicht. Der Pfarrer kann einen Sturmschaden als Ursache jedenfalls ausschließen, da zwei der betroffenen Figuren zusätzlich in der Kirchenwand verankert waren und gezielt herausgerissen wurden. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Hinweise darauf, dass der Verfassungsschutz eingeschaltet wurde, da es sich um ein Hassverbrechen gegen die christliche Religion handelt, gibt es nicht.
Die Angriffsserie gegen christliche Kirchen und Symbole scheint vor allem ab der Zeit der Masseneinwanderung massiv Fahrt aufgenommen zu haben – dem Jahr, in dem widerrechtlich hunderttausende Fremde ohne ausreichende Hintergrundprüfungen ins Land gelassen wurden. Über die Täter schweigt man sich gerne aus – wenn keine Fotos oder Videos existieren, die der Öffentlichkeit zugespielt werden, ist von „verwirrten Einzeltätern“ oder „Personen mit psychischer Beeinträchtigung“ die Rede.
Frühere Vorfälle in Österreich
So beispielsweise 2014, als in Wien „ein Mann“ gleich in sechs Kirchen randalierte. Alleine in der Lazaristenkirche warf er 28 Statuen und Kruzifixe um, der Schaden dort wird auf 150.000 Euro geschätzt. In Folge attackierte der Mann weitere Kirchen – den Behörden gegenüber gab er an, in einem „göttlichen Auftrag“ gehandelt zu haben. Neben den Statuenzerstörungen kam und kommt es immer wieder zu Schmieraktionen – oft aus dem linksradikalen Spektrum. Die Reinigung der Karlskirche kostete im selben Zeitraum 13.000 Euro und war seither sicher nicht die Einzige. Im Jahr 2025 wurden eine Marienstatue und ein Kruzifix im Gebetsgarten am Marchfeldkanals schwer beschädigt, bereits 2023 war die Marienstatue geköpft worden. 2019 schlugen „zwei Jugendliche“ den Kopf einer 200 Jahre alten Marienstatue am Grazer Ordensspital ab, im selben Jahr wurden mehrere Christusfiguren gestohlen oder beschädigt. Die Grazer Pfarrkirche St. Andrä und die Stadtpfarrkirche Leoben wurden verwüstet.
Zu Vergleich: Im Verfassungsschutzbericht werden Schmierereien an Moscheen beispielsweise lückenlos als „rechte Straftaten“ dokumentiert. Kommt es zu einem Angriff auf ein mohammedanisches Gebetshaus, ermittelt nahezu automatisch der Verfassungsschutz. Beispiel Hollabrunn im Dezember 2025 – nach einer Schussabgabe auf eine albanische Moschee wurde von „politischen oder religiösen Motiven“ ausgegangen. In Graz wurde 2023 ein Schweinekopf vor einer Moschee abgelegt, auch hier ermittelte sofort der Verfassungsschutz.
Selbes Bild in Deutschland
Auch in Deutschland zeigt sich dasselbe Bild. Immer wieder kommt es zu Schändungen christlicher Kirchen und Kapellen. Außer kurzen Randbemerkungen in der Lokalpresse gibt es selten besondere Aufmerksamkeit. Die größte Bekanntheit erlangte die Zerstörung der Heiligen Mechthild von Magdeburg – sie galt nach der Tat als irreparabel. Es handelte sich dabei allerdings um moderne Kunst der Kanadierin Susan Turcot, die als feministisch interpretiert wurde, was das Medieninteresse eventuell erklärt. Von Ermittlungen des Verfassungsschutzes war auch in diesem Fall nicht die Rede.





