Aber ohne Gratis-Bratwurst: Jetzt wird schon auf der Wiesn gegen Corona geimpft

Symbolbild: KI

Was für ein Angebot: Auf dem Oktoberfest 2026 kann man sich direkt auf der Wiesn eine Impfung gegen Grippe und Covid-19 abholen. Immerhin wäre man in den Bierzelten ganz besonders durch Corona gefährdet. Schade: Von kostenlosen Bratwürsten ist keine Rede.

„Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind, und das ist jetzt eben die Wiesn“, erklärte Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek. Angesichts der durch die Corona-Politik und die mRNA-Massenimpfungen gewachsenen Impfskepsis hat man wohl seine liebe Mühe, die Impfquoten zu erhöhen und die ach so rettenden Impfstoffe unters Volk zu bringen.

Auf der Website der Stadt München bewirbt man das so:

„Die Landeshauptstadt bietet erstmalig auf der Wiesn einen Impfservice an. Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 14 Uhr können sich alle Impfwilligen in der Wiesn-Wache gegen Grippe und Corona impfen lassen – unkompliziert und ohne Terminvereinbarung, lediglich der Impfpass und die Krankenkassenkarte sollten mitgebracht werden.“

Ohne jede Einordnung behauptet man anschließend einen „Impfschutz“, der kurz nach der Impfung einsetze und sich innerhalb von bis zu zwei Wochen „vollständig“ aufbaue. Man impliziert damit einen totalen Schutz gegen Erkrankung. Das ist grob irreführend.

Auch schwere Gesundheitsschäden werden angedroht – der jeweiligen Erkrankung, versteht sich, nicht der Impfung:

Für Risikogruppen – etwa Menschen ab 60 Jahren oder Personen mit chronischen Erkrankungen – bedeuten diese Erkrankungen ein ernsthaftes Risiko für schwere Verläufe und Folgeschäden.

Die Angabe zu Menschen ab 60 Jahren überrascht: Die Corona-Impfung wird von der STIKO nur mehr Menschen ab 75 Jahren empfohlen, außer, sie haben kritische Vorerkrankungen oder Kontakt zu Risikopatienten. Wie passen diese Empfehlungen zum allgemeinen Impfwahn auf der Wiesn?

BioNTech und Moderna unter den Sponsoren

Im Zuge der stadtweiten Initiative „München impft“ wolle man „schwerwiegende Erkrankungen oder Komplikationen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle im Zusammenhang akuter Atemwegsinfektionen“ verhindern und die Impfquoten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) erhöhen. Raten Sie mal, wer „München impft“ sponsert? Big Pharma natürlich.

Screenshot von der Website https://www.muenchen-impft.de/

Corona-Virus lauert im Bierzelt

Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM-Klinikum Rechts der Isar, bemängelt, dass nicht einmal jeder Dritte, dem die Influenza-Impfung empfohlen wird, diesem Aufruf nachkomme. Genauer gesagt schreibt tz.de: Nicht einmal jeder Dritte dieser Gruppe sei laut Spinner „tatsächlich gegen Influenza geschützt“. Da ist es wieder, das allumfassende Heilsversprechen! Und noch immer bewegen wir uns damit fernab der Realität. (Impfnebenwirkungen werden übrigens auch in diesem Artikel mit keinem Wort erwähnt.)

Covid-19 sei Spinner zufolge sogar noch kritischer als die Grippe, weil das Virus „ganzjährig aktiv“ sei und sich offenbar ganz besonders gerne in Bierzelten aufhalte: „Da in Festzelten sehr viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, ist das Infektionsrisiko für Covid-19 auf der Wiesn erhöht.“

Und auch gegen RSV seien seiner Ansicht nach viel zu wenige Menschen geimpft. Dieser Stich wird Erwachsenen ab 75 Jahren und Patienten mit schweren Grunderkrankungen ab 60 Jahren empfohlen. Doch ob ein junger, betrunkener Impfwilliger auf der Wiesn abgelehnt werden würde, wenn er in die Wache stolpert? Wohl kaum.

Der Mainstream vermeldet jedenfalls einen „überwältigenden Andrang“: Bereits in den ersten sechs Tagen ließen sich 322 Bürger in der Sanitätswache gegen Grippe oder Corona impfen, so die Stadt München. Ob ein paar Dutzend Menschen am Tag wirklich so „überwältigend“ sind, kann wohl jeder für sich entscheiden. Irgendwer findet sich eben immer – auch ohne Gratis-Bratwurst.

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