„Grüne“ Jobs würden jene in den traditionellen Industrien ersetzen, hieß es seitens der Politik. Doch das ist genauso falsch wie die Behauptung, die Energiewende würde den Strom billiger machen. Stattdessen wird die Produktion ausgelagert oder Insolvenz angemeldet. Das jüngste Opfer dieser Entwicklungen ist der Windkraft-Pionier Sowitec in Baden-Württemberg.
Jahrelang predigte die Politik den Bürgern das Märchen vom großen grünen Wirtschaftswunder. Die Botschaft der Ideologen war simpel: Wenn die traditionelle deutsche Industrie im Zuge der sogenannten Energiewende abgebaut und ins Ausland vertrieben wird, fangen die neuen, sauberen „grünen Jobs“ in der boomenden Klimawahnindustrie die entlassenen Facharbeiter schon nahtlos auf. Inzwischen zeigt die Realität, dass nicht nur die klassische Industrie auf der Suche nach bezahlbarer Energie und vernünftigen Standortbedingungen abwandert – nun fliehen auch die „grünen“ Unternehmen, oder sie gehen direkt vor der chinesischen Billigkonkurrenz in die Knie. Jüngstes Opfer dieser historischen doppelten Deindustrialisierung ist der Windkraft-Pionier Sowitec aus dem baden-württembergischen Sonnenbühl, der beim Amtsgericht Tübingen Insolvenz anmelden musste.
Die Sowitec Group, die seit 1993 am Markt ist und Wind- und Solarprojekte in 13 Ländern vorantrieb, ist gemeinsam mit ihren drei wichtigsten Tochtergesellschaften pleite. Für die rund 80 Mitarbeiter, deren Löhne vorerst nur durch das staatliche Insolvenzgeld gesichert sind, platzt der Traum vom angeblich krisensicheren Öko-Arbeitsplatz. Ihr Schicksal steht stellvertretend für eine ganze Branche, die einem anhaltenden Verdrängungswettbewerb zum Opfer fällt. Die staatlich hochsubventionierte Billigkonkurrenz aus China flutet den europäischen Markt mit Dumpingpreisen. Bei den hiesigen Ausschreibungen, bei denen konsequent die billigsten Angebote den Zuschlag erhalten, haben deutsche Hersteller, die unter horrenden Lohn-, Energie- und Bürokratiekosten ächzen, einfach keine Chance mehr. Die Jobs in der Automobilindustrie und im Maschinenbau wurden vernichtet, um Platz für Windräder und Solarmodule zu machen – doch gebaut werden diese Windräder und Solarmodule nun in Asien. Der Ausverkauf nach Fernost ist vollendet.
Windräder sind mittlerweile finanziell uninteressant.
— Stefan Energie Chiemgau/Outdoor Chiemgau (@OutdoorChiemga) July 14, 2026
-31% Ertrag zu 2024, bei der neuesten EEG Ausschreibung.
-8% wegen Negativstunden
– ab 01.01 kein EEG mehr?
Die Goldgräberstimmung ist vorbei!
Endlich pic.twitter.com/ZgFU5EEN2f
Doch die Konkurrenz aus Übersee ist nur ein Teil jener toxischen Mischung, welche die verflossenen Regierungen seit der Atomkraft-Vernichterin Angela Merkel hinterlassen haben. Es ist ein hausgemachtes Umfeld aus endlosen, bürokratischen Genehmigungsverfahren und einem schleppenden Netzausbau, das den Entwicklern im eigenen Land die Luft zum Atmen nimmt. Wie Sowitec-Gründer Frank Hummel eingestehen musste, ist die Umsetzung von Projekten gerade im Süden Deutschlands mittlerweile ein kaum noch kalkulierbares wirtschaftliches Risiko. Die anspruchsvolle Topographie und eine marode Infrastruktur treiben die Transportkosten für die gewaltigen Windräder in astronomische Höhen.
An den Finanzmärkten galt Sowitec bereits seit geraumer Zeit als chronisches Sorgenkind. Zinszahlungen für herausgegebene Unternehmensanleihen mussten immer wieder verschoben, Laufzeiten verlängert werden, um die drohende Pleite abzuwenden. Fachportale warnten Anleger frühzeitig vor den Ausfallrisiken. Als nun auch noch fest eingeplante Zahlungen im oberen einstelligen Millionenbereich aus Kolumbien und Mexiko auf sich warten ließen, krachte das finanzielle Kartenhaus endgültig zusammen und der Gang zum Insolvenzrichter war unausweichlich.
Windanlagenbauer Sowitec meldet Konkurs an. Ursache sind ausstehende Zahlungen und Verwerfungen am internationalen Markt, ferner Billigkonkurrenz. https://t.co/J2xGWnnZCC
— Jörg Rehmann (@Joerg_Rehmann) July 14, 2026
Der Fall Sowitec ist weit mehr als nur eine gewöhnliche Firmenpleite. Er ist das Sinnbild einer beispiellosen politischen Fehlkalkulation. Der Wohlstand des Landes wurde im Namen der Klimareligion auf dem Altar der sogenannten Energiewende geopfert, im blinden Glauben, Windkraft und Solar würden die wirtschaftliche Zukunft sichern. Heute stehen die Bänder in der alten Industrie zusehends still, während die Komponenten für die Klimawahnindustrie per Frachtschiff aus China importiert werden. Am Ende dieses ideologiegetriebenen Transformationsprozesses steht nicht das versprochene Job-Wunder für den deutschen Arbeiter, sondern die komplette Deindustrialisierung Deutschlands zugunsten Pekings.





