In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2026 (Nacht zum Freitag) soll eine 63-jährige Frau in Offenbach am Main Opfer eines schweren Sexualdelikts geworden sein: Die Polizei hat drei wohnungslose Männer verhaftet – sie sitzen nun wegen des Verdachts der gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigung in Untersuchungshaft.
Gruppenvergewaltigung in Offenbach: Der Polizei zufolge hatten Passanten gegen 4.45 Uhr den Notruf gewählt, da sie beobachtet hatten, wie mehrere Männer im Bereich des Marktplatzes sexuelle Handlungen an einer Frau vornahmen. Als die Streifenwagen am Tatort eintrafen, fanden die Beamten die 63-Jährige verletzt an einer Bushaltestelle vor. Die mutmaßlichen Täter waren zu diesem Zeitpunkt bereits verschwunden. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo Ärzte ihre Verletzungen versorgten und DNA-Spuren sicherten.
Entscheidende Hinweise lieferten die Aufnahmen der städtischen Videoüberwachung. Die Auswertung bestätigte nach Angaben der Ermittler den Verdacht der Vergewaltigung. Noch am Freitag nahm die Polizei drei Tatverdächtige im Alter von 38, 48 und 49 Jahren fest. Alle drei Männer haben – wie auch das mutmaßliche Opfer – keinen festen Wohnsitz.
„Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen sich die Tatverdächtigen und die 63-jährige Frau kurz vor der Tat kennengelernt haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen die Beteiligten zuvor mutmaßlich Alkohol konsumiert haben“, heißt es in der gemeinsamen Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südosthessen.
Am Samstag wurden die drei Männer einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Darmstadt vorgeführt. Dieser erließ gegen alle Beschuldigten Haftbefehl wegen des Verdachts der gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigung und ordnete Untersuchungshaft an. Die Männer befinden sich inzwischen in verschiedenen Justizvollzugsanstalten.
Der genaue Ablauf des Geschehens und die Hintergründe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Kripo bittet weiterhin um Hinweise. Zur Herkunft der Täter wurde wieder einmal keine Angabe gemacht.
Eine mutmaßliche Gruppenvergewaltigung mitten auf dem Marktplatz – in den frühen Morgenstunden, vor laufenden Kameras und in Sichtweite von Passanten – ist kein Einzelfall, den man einfach abhaken kann. Hier zeigt sich erneut, dass das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum in den letzten Jahren aus gutem Grund schwindet. Nicht umsonst überlegen Menschen im besten Deutschland inzwischen zweimal, ob sie abends noch durch bestimmte Gegenden gehen, und nicht umsonst meiden Frauen Parks und Bahnhöfe nach Einbruch der Dunkelheit. Obdachlose Frauen leben in diesen Zeiten offensichtlich besonders gefährlich.





