Ein polizeibekannter Islamist fährt auf dem Christopher Street Day in Berlin in eine Menschenmenge, eine Frau stirbt, 29 weitere Menschen werden verletzt. Doch was macht die Münchner Tageszeitung (tz)? Diese spielt nur wenige Stunden später auf Facebook einen Artikel aus, in dem man den Lesern erklärt, warum die queere Community Angst vor der AfD haben müsse.
Eigentlich kann man sich das kaum ausdenken. Da verübt ein einschlägig amtsbekannter Islamist einen Anschlag auf eine CSD-Veranstaltung in Berlin – und schon wenige Stunden später spielt die Münchner „tz“ auf Facebook einen (wahrscheinlich am Vortag bereits vorgeplanten) Beitrag aus, in dem auf die Alternative für Deutschland eingedroschen wird. Darin hieß es: „Blick nach Sachsen-Anhalt: CSD-Organisatoren besorgt wegen AfD – ‚Queere Community hat Angst‘“. Über dem Foto mehrerer Drag-Darsteller hieß es, das Erstarken der AfD und ein „raueres Klima“ würden die Debatte um den Berliner Christopher Street Day prägen. Mittlerweile wurde der Beitrag wieder gelöscht, doch Screenshots werden auf Facebook weiterhin geteilt.
Die erste Frage nach dem Anschlag lautete nicht: Wie geht es den Opfern? Sie lautete: Hoffentlich war es kein Ausländer.
— 爪卂ㄒ丂ㄩ卄丨爪乇 Prinzessin der Sonne (@Shinsho_ni) July 26, 2026
Ein Transporter rast in die CSD-Menge in Berlin. Eine Frau stirbt. 29 Menschen werden verletzt. Der Bundesinnenminister stuft die Tat offiziell als… pic.twitter.com/RuDnQmCX7O
Der Artikel selbst war bereits am Samstag um 15.16 Uhr erschienen – also mehrere Stunden vor dem Anschlag (übrigens: Auch das Springer-Blatt „Die Welt“ hatte diese Wortmeldungen der CSD-Veranstalter brav geteilt). Niemand kann dem Autor daher vorwerfen, die späteren Ereignisse bewusst verschwiegen zu haben. Doch die Facebook-Ausspielung erfolgte dem Screenshot zufolge erst am Morgen danach. Ein fader Nachgeschmack bleibt. Denn auch wenn sich die AfD gegen die Beflaggung öffentlicher Gebäude mit „Regenbogenfahnen“ ausspricht und den ganzen Genderwahn nicht mitträgt, gab es seitens der Rechtspartei nie irgendwelche Aufrufe zur Gewalt gegen die LGBTQ-Community. Anders als es bei den Moslems der Fall ist, deren heiliges Buch (der Koran) sogar ausdrücklich die Tötung von Homosexuellen fordert.
„Die queere Community hat Angst“, sagen die CSD-Organisatoren zu den Umfragewerten der AfD https://t.co/bsNJfGHw6X
— Politikversagen (@staatsversagen) July 26, 2026
Das „Damoklesschwert“ kam nicht von rechts
Im tz-Artikel selbst heißt es, das Erstarken der AfD schwebe „wie ein Damoklesschwert“ über dem CSD. Die Sorge der Organisatoren sei angesichts der AfD-Umfragewerte in Sachsen-Anhalt „nur zu begründet“. Eine angekündigte rechte Gegendemonstration (die übrigens nichts mit der AfD zu tun hatte, sondern von den Gruppen „Deutsche Patrioten Voran“ und „Jägertruppe“ angemeldet wurde) mit gerade einmal rund 100 Teilnehmern bereitete dem zitierten CSD-Vorstand allerdings selbst keine ernsthaften Sorgen. Er verwies auf den geringen Zuspruch und den vertrauensvollen Austausch mit der Berliner Polizei.
1/2@AfD @dieLinke @spdbt@Die_Gruenen @CDU#Pride #LGBTQ #Trans #Angst
— Michel (@MichelsBest) July 27, 2026
Die wahre Angst kommt nicht von der AfD – sie kommt von einer Ideologie, die Realität, Kindheit und freie Meinung systematisch unterwirft.
Die CSD-Macher und ihre medialen Verstärker klagen laut: „Die… pic.twitter.com/98YnxNPJEW
Mehr noch zeigt sich darin eine ganz offensichtlich verzerrte Realitätswahrnehmung. Denn nicht „die Rechten“ sind das über der sogenannten queeren Community schwebende Damoklesschwert, sondern die Islamisten. Es war nicht irgendein „Rechter“, der den weißen Lieferwagen in die Menschenmenge gefahren hat, sondern ein Islamist mit libanesischen Wurzeln. Und das haben offenbar auch Tausende Leser erkannt. Unter dem Beitrag häuften sich fassungslose Kommentare. Nutzer fragten, ob die Veröffentlichung Satire sei oder ob die Redaktion tatsächlich nicht bemerkt habe, was in der Nacht zuvor geschehen war. Die entsprechenden Kommentare erhielten jeweils Tausende Reaktionen – weit mehr Zustimmung als die politische Botschaft des ursprünglichen Beitrags.
https://t.co/npLU8sx8dw
— Prof. Dr. Susanne Schröter (@susannschroeter) July 27, 2026
Als Schwuler habe er weder Angst vor Rechten noch vor der AfD, schreibt der Kölner Ali Utlu. Die alltägliche Aggression, die er erfahre, komme vielmehr von arabischen und afghanischen Muslimen. Seit über 10 Jahren könnten Homosexuelle in Köln nicht mehr…
Mit der Realität hat das übliche mediale AfD-Bashing jedenfalls nichts zu tun. Vielmehr geht es mittlerweile nur mehr darum, den „K(r)ampf gegen Rechts“ mit allen Mitteln voranzutreiben. Denn auch wenn wohl viele AfD-Anhänger mit solchen CSD-Pornoparaden nicht viel anfangen können und es durchaus viel verbale Kritik gibt – solche blutigen Terroranschläge werden von ihnen weder verübt noch gutgeheißen. Aber so etwas passt nicht in die politisch korrekte „Berichterstattung“ der Systemmedien.





