Protz, Privilegien, Privatschulen: Sánchez fliegt im XXL-Regierungsjet zur Tochter-Graduierung

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Wasser predigen und Wein saufen – kaum eine politische Strömung beherrscht diese Disziplin so meisterhaft wie die politische Linke. Das jüngste Paradebeispiel ist der ohnehin tief im Sumpf von Korruptionsaffären steckende spanische Premierminister Pedro Sánchez. Während seine Genossen dem Normalbürger das Autofahren madig machen wollen, jettet der sozialistische Regierungschef mal eben im größten VIP-Militärflieger der Luftwaffe nach London. Weil seine Tochter an der Uni graduiert.

Man gönnt sich ja sonst nichts. Wer ein echter „Klimaretter“ und „Anwalt der kleinen Leute“ sein will, der reist selbstverständlich ganz standesgemäß. Nach dem NATO-Gipfel in Ankara dachte Pedro Sánchez gar nicht daran, den direkten Weg zurück nach Madrid einzuschlagen. Stattdessen nahm der Airbus A310 der spanischen Luftwaffe – ein für rund 80 Passagiere umgebauter XXL-VIP-Bonzen-Bomber – am Abend des 8. Juli Kurs auf London-Heathrow.

Während Sánchez‘ Minister Margarita Robles (Verteidigung) und José Manuel Albares (Außenminister) bescheiden in kleineren Falcon-Jets (getrennte Flüge von Spitzenpolitikern sind üblich, falls es zu einem Absturz kommen sollte) nach Hause flogen, gönnte sich der Chef den dicken Airbus für den Solo-Trip. Kostenpunkt für die kleine Extratour nach London: schlappe 18.253 Euro an von den Bürgern und Unternehmen abgenommenem Steuergeld. Insgesamt blies die sozialistische Entourage für diesen Gipfel-Ausflug über 74.000 Euro in den Himmel. Plus zig Tonnen an CO2, welches die Klimawahn-Politiker ja so gerne verteufeln.

Ein Blick in den offiziellen Regierungs-Terminkalender des Moncloa-Palastes für den 9. Juli zeigt gähnende Leere. Keine Staatsbesuche, keine Treffen mit britischen Amtskollegen, nichts. Sánchez hatte einfach nur privat etwas zu tun. Seine Tochter feierte den Abschluss an einer Londoner Universität. Und hier offenbart sich die nächste monumentale Heuchelei: Es war eine Privatuniversität. Ausgerechnet der Sozialist Sánchez, der erst vor wenigen Wochen im spanischen Parlament eine massive Breitseite gegen die staatliche Finanzierung und Förderung von Privatschulen und privaten Hochschulen abgefeuert hat, schickt den eigenen Nachwuchs auf eine exklusive, teure Elite-Schmiede im Ausland. Sozialismus ist eben das, was man für die Kinder der anderen wünscht – und nicht für den eigenen Nachwuchs.

Ganz vollständig war das Familienglück in London allerdings nicht – was an den Problemen mit der Justiz im Hause Sánchez liegt. Ehefrau Begoña Gómez durfte zwar ebenfalls nach London reisen, allerdings unter strengen Auflagen. Gegen die First Lady wird wegen Einflussnahme, Korruption im Geschäftsleben, Unterschlagung und Veruntreuung ermittelt. Eigentlich hatte der zuständige Richter Juan Carlos Peinado ihr im Juni wegen Fluchtgefahr bereits den Reisepass entzogen. Erst ein Ersatzrichter erlaubte ihr zähneknirschend den dreitägigen London-Trip. Mit nach Ankara zum NATO-Gipfel durfte sie explizit nicht – die Türkei liegt außerhalb des Schengen-Rechtsraums, das Risiko eines Abtauchens war der Justiz wohl zu hoch.

Spanien liefert derzeit das Bild einer Bananenrepublik: Während der Premier den Staatsjet als Privattaxi nutzt, reist seine Gattin quasi mit einer richterlichen Ausnahmegenehmigung im Handgepäck an, um der Anklagebank kurzzeitig zu entkommen. Die konservative Opposition in Madrid schäumt. Elías Bendodo, stellvertretender Generalsekretär der Volkspartei (PP), erklärte bitter, dass diese anhaltenden Skandale das internationale Ansehen Spaniens massiv beschädigen. Die Institutionen des Landes würden zu bloßen Zuschauern degradiert, während die sozialistische Führungsklique den Staat als ihr persönliches Eigentum betrachtet.

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