Die „Trauerwache Deutschland“ will an Menschen erinnern, die seit 2015 durch Attentate, Anschläge und schwere Gewalttaten durch Migranten ums Leben gekommen sind. Mit dabei ist Michael Kyrath, der beim Messerangriff von Brokstedt seine 17-jährige Tochter Ann-Marie verlor und seitdem zu einer der bekanntesten Stimmen betroffener Angehöriger geworden ist. Am 19. September kommt die Trauerwache nach Frankfurt.
Viele sind der Politik, die die Zustände im Land verursacht hat, nicht einmal eine Trauerfloskel von ChatGPT wert. Andere Opfer sind binnen kürzester Zeit aus den Schlagzeilen und dem Gedächtnis der Öffentlichkeit verschwunden. Doch in den Herzen und Leben der Angehörigen klafft weiterhin ein Loch.
Die „Trauerwache Deutschland“ dient dem gemeinsamen Erinnern an Menschen, die seit 2015 durch Gewalttaten im Zusammenhang mit sogenannten Schutzsuchenden ums Leben gekommen sind. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf Opfer von Anschlägen, Attentaten und schweren Gewalttaten. Die Initiative veranstaltet öffentliche Gedenkkundgebungen und Trauermärsche.
Dabei sollen die Getöteten nicht auf Statistiken reduziert werden. Ihre Bilder werden getragen, ihre Geschichten erzählt, Angehörige und Überlebende kommen zu Wort. Auch Einsatz- und Rettungskräfte erhalten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu schildern. Das Motto lautet: „Gegen das Vergessen – Aufgeben ist keine Option.“
Gegen das Schweigen
Einer der Menschen hinter dem Projekt ist Michael Kyrath. Sein Name ist inzwischen über die deutschen Landesgrenzen hinaus bekannt. Gesucht hat er diese Öffentlichkeit aber nicht. Am 25. Januar 2023 wurde das Leben seiner Familie zerstört.
Kyraths Tochter Ann-Marie saß im Regionalzug von Kiel nach Hamburg, als der staatenlose Palästinenser Ibrahim A. bei Brokstedt mit einem Messer auf Fahrgäste losging. Ann-Marie war 17 Jahre alt. Sie und ihr 19-jähriger Freund Danny P. wurden getötet, weitere Menschen verletzt.
Seitdem meldet sich Kyrath immer wieder öffentlich zu Wort. Seine Wortmeldungen sind für das linke Establishment ein schmerzhafter Stachel. Er kritisiert die deutsche Migrationspolitik scharf, ebenso wie die politischen Reaktionen (oder vielmehr Nichtreaktionen). Und er erörtert das niederschmetternde Gefühl der Hinterbliebenen, dass nach wenigen Tagen (wenn überhaupt) öffentlicher Anteilnahme wieder zur Tagesordnung übergegangen werde. Nichts ändert sich. Das heißt nichts anderes, als dass bald die nächste Familie einen schweren Verlust betrauern wird.
„Es ist immer dasselbe Täterprofil, es ist fast immer dasselbe Tatwerkzeug, es ist nahezu dasselbe Tathergang, es sind dieselben Tatmotive und es sind seit elf Jahren dieselben Floskeln der verantwortlichen Politiker (..) Es sterben jeden Tag Menschen, es sterben jeden Tag… pic.twitter.com/028ewLgEge
— Gr@ntlɘr 🥨🍺 (@oida_grantler) August 11, 2026
Kyrath gibt mit seinem Engagement Opfern und deren Angehörigen eine Stimme und entlarvt die verheerenden Missstände im Land. Die ungeschönten Wahrheiten, die er ausspricht, gehen mitunter international viral. Für die Politik, die über die strukturellen Probleme lieber den Mantel des Schweigens legen würde, ist das mehr als unbequem.
Michael Kyrath, Vater der 17-jährigen Ann-Marie, die 2023 bei Brockstedt von einem Palästinenser ermordet wurde:
— Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) August 23, 2026
„Wir betreuen aktuell über 1.000 Opferfamilien. Wir betreuen aktuell 36 junge Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, inklusive sogenannter… https://t.co/JA7hCTIHsT
Von Berlin über Dresden nach Frankfurt
Gegründet wurde die „Trauerwache Deutschland“ von Victoria van Valkenburg gemeinsam mit René Kühn. Zum heutigen vierköpfigen Kernteam gehören außerdem Anna Schnöring und Michael Kyrath, der für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Die erste Trauerwache fand im November 2025 in Berlin statt. Im April dieses Jahres folgte Dresden. Die nächste „Trauerwache Deutschland“ findet am Samstag, 19. September 2026, von 14 bis 19 Uhr auf dem Römerberg in Frankfurt am Main statt. Geplant sind erneut eine öffentliche Gedenkkundgebung und anschließend ein Trauermarsch. Als Redner sind Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann und Journalistin Julia Ruhs angekündigt.
