Angriff mit Kamikaze-Drohnen geplant: FBI vereitelt Anschlag auf Trump im Weißen Haus

Symbolbild (C) Report24 KI

Sprengstoffdrohnen, dazu das gezielte Feuer von Scharfschützen und anschließend noch ein Sturm auf das Weiße Haus: So wollten mehrere Attentäter das Sicherheitspersonal während der Käfigkämpfe vor dem Amtssitz des US-Präsidenten und auch Donald Trump selbst töten. Das FBI hat das Attentat noch verhindern können.

Von Richard Schmitt

Das UFC-Ereignis „UFC 250″ („Ultimate Fighting Championship 250“) am 14. Juni – anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten und des 80. Geburtstags von Präsident Donald Trump – verlief ohne Zwischenfälle: Zehntausende Zuschauer erlebten auf dem South Lawn Kämpfe unter freiem Himmel, darunter den Hauptkampf zwischen Justin Gaethje und Ilia Topuria. Trump saß cage-side neben Dana White – zu diesem Zeitpunkt wollte eine radikale Tätergruppe sämtliche Secret-Service-Agenten und den US-Präsidenten selbst bereits getötet haben.

Hinweise an das FBI retteten Trump das Leben

Doch bereits am 10. Juni sind beim FBI Hinweise auf einen Anschlagsplan eingegangen, damit konnte das Attentat noch verhindert werden: In einer zeitlich exakt abgestimmten Operation in mehreren US-Bundesstaaten nahmen die Ermittler mit FBI-Spezialkräften mindestens fünf Personen fest, darunter den 19-jährigen Tycen Proper aus Knox County (Ohio). Weitere Verdächtige stammen aus Kalifornien und Missouri. Tycen Proper sieht sich mehreren schweren Vorwürfen gegenüber, unter anderem muss er sich wegen versuchten Mordes an Bundesbeamten und einer Verschwörung gegen die USA verantworten. Er bleibt bis zur Anhörung in Haft.

Laut Gerichtsunterlagen und einem FBI-Sprecher gab Proper bei einer Vernehmung zu, mit einer Gruppe über TikTok („Vanguard of the Old“) und später über die verschlüsselte App Signal Pläne für das blutige Attentat geschmiedet zu haben, berichtet CBS. Die Täter wollten am Veranstaltungswochenende nach Fredericksburg (Virginia) reisen, eine Fake-Demonstration nördlich des Weißen Hauses inszenieren und dann sprengstoffbeladene Drohnen über den Gästen auf dem Gelände zünden. Die Explosionen sollten Panik auslösen und die Zuschauer sowie Politiker und VIPs auf die Scharfschützen zutreiben, die bereits in Position lagen. Eine zweite Welle der Attentäter wollte dann die Tore des Weißen Hauses stürmen. Ziel war es, mit diesem Anschlag eine „Revolution“ zu beginnen.

Tatverdächtiger schrieb antisemitische Posts

Bei einer Durchsuchung des Elternhauses von Tycen Proper fanden Ermittler große Mengen Munition und taktische Ausrüstung. Die Familie hatte sich wegen seiner radikalen Online-Aktivitäten, antisemitischer Posts und Sympathiebekundungen für Hitler Sorgen gemacht. Die Ermittlungen begannen, nachdem Propers Mutter die Behörden alarmierte.

FBI-Direktor Kash Patel erklärte zu dem Fall auf X: „Dank des raschen Handelns wurden die geplanten Angriffe noch rechtzeitig gestoppt.“ Die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und dem Justizministerium sei entscheidend gewesen. Die Ermittlungen laufen weiter, zusätzliche Festnahmen seien möglich.

Über die Berichte der öffentlich-rechtlichen Sender ORF und ZDF über die grausamen Anschlagspläne von antisemitischen Tätern herrschte auf den Social-Media-Plattformen etwas Verwunderung: So wurde lediglich getitelt, dass ein „Attentat auf Trumps Käfigkämpfe“ geplant gewesen sei, aber nicht konkret die Ermordung des US-Präsidenten und anderer US-Politiker sowie von VIP-Gästen direkt vor dem Weißen Haus.

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