Sechs Jahre nach Beginn der Corona-Krise geraten die politischen Entscheidungen der Pandemiezeit erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Der Südtiroler Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan berichtet über die Arbeit des Corona-Untersuchungsausschusses und präsentiert interne Dokumente, Zeugenaussagen sowie Zahlen, die nach seiner Darstellung zahlreiche offizielle Darstellungen infrage stellen. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen Politik und Behörden und fordert Konsequenzen für die Verantwortlichen.
Nach den Ausführungen des Südtiroler Landtagsabgeordneten Jürgen Wirth Anderlan zeichnet der Südtiroler Corona-Untersuchungsausschuss das Bild einer Politik, die während der Pandemie auf Angst, Zwang und weitreichende Grundrechtseingriffe gesetzt habe. Interne Protokolle, amtliche Dokumente und Aussagen zahlreicher Zeugen würden nach Auffassung Anderlans belegen, dass viele Entscheidungen weder wissenschaftlich noch medizinisch ausreichend begründet gewesen seien. Eine umfassende Aufarbeitung finde jedoch bis heute nicht statt – stattdessen würden Verantwortliche versuchen, politische Konsequenzen zu vermeiden.
Sehen Sie hier die pointierte Präsentation Jürgen Wirth Anderlans, vorgetragen am 8. Juli 2026 in Straßburg. Über verschiedene Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, X und YouTube wurden bereits weit über 1.000.000 Menschen mit den Inhalten dieses Vortrages erreicht. Offenbar ist Corona alles andere als „vorbei“, das Interesse an Aufklärung und Konsequenzen größer denn je.
EU-Kritik als Einstieg: „Das wahre Virus unserer Zeit“
Bevor Anderlan auf den Südtiroler Untersuchungsausschuss einging, richtete er scharfe Kritik an die Europäische Union. Diese entwickle sich immer stärker zu einem zentralistischen Machtapparat, der tief in das Leben der Bürger eingreife. Unter Schlagworten wie Klimaschutz, Pandemiebekämpfung oder Kampf gegen Desinformation würden Freiheit, nationale Selbstbestimmung und demokratische Mitbestimmung zunehmend eingeschränkt. Gerade die Corona-Politik sei für ihn Ausdruck dieser Entwicklung gewesen und habe gezeigt, wie schnell Grundrechte außer Kraft gesetzt werden könnten. (Siehe: Es geht um alles!)
Angst statt Wissenschaft
Seine persönliche Schilderung begann mit den ersten Tagen der Pandemie im März 2020. Während seiner Tätigkeit als Skilehrer habe sich innerhalb weniger Tage eine Atmosphäre der Angst entwickelt. Kurz darauf seien sämtliche Skigebiete geschlossen worden. Rückblickend vertritt Anderlan die Auffassung, der Lockdown habe vor allem dazu gedient, kritische Stimmen zu isolieren und die Bevölkerung durch permanente Angstkommunikation gefügig zu machen.
Alte Menschen starben an Isolation
Besonders eindringlich schilderte Anderlan seine eigenen Einsätze in Südtiroler Pflegeheimen. Gemeinsam mit Angehörigen des Südtiroler Schützenbundes habe er dort während des Lockdowns geholfen. Die Bewohner seien weitgehend von ihren Angehörigen getrennt gewesen und hätten unter massiver sozialer Isolation gelitten. Bereits im Frühjahr 2020 hätten ihm Verantwortliche mehrerer Einrichtungen bestätigt, dass viele alte Menschen nicht an Covid, sondern an der Isolation zugrunde gingen. Für Anderlan stellt dies das schwerste politische Versagen der Pandemie dar.
Eigene Experten warnten bereits 2020
Einen Schwerpunkt seiner Präsentation bildeten Protokolle der Südtiroler Corona-Expertenkommission. Nach seinen Angaben hätten diese bereits im Juni 2020 festgehalten, dass positive PCR-Tests weder zwangsläufig eine Erkrankung noch eine Ansteckungsgefahr belegten. Gleichzeitig sei dort von umfangreichen Testkampagnen gesprochen worden. Bereits im August 2020 sei außerdem dokumentiert worden, dass die geplanten Impfstoffe nicht dauerhaft wirkten und eine Übertragung des Virus nicht verhindern würden. Trotzdem sei später öffentlich der Eindruck vermittelt worden, die Impfung verhindere Infektionen und beende die Pandemie. Die Parallelen zu den Aufdeckungen der RKI-Dokumente in Deutschland liegen klar auf der Hand – die Beweislage wurde nur nochmals verstärkt.
Impfkampagne trotz bekannter Einschränkungen
Nach Darstellung Anderlans zeigen weitere Sitzungsprotokolle, dass bereits Anfang 2021 „Impfdurchbrüche“ bekannt gewesen seien. Trotzdem hätten Experten weitere Impfungen empfohlen und großangelegte Werbekampagnen angeregt. Besonders kritisch bewertet er Empfehlungen, wonach selbst Personen nach einer Infektion ihre zweite Impfdosis erhalten sollten. Gleichzeitig verweist er auf steigende Zahlen sogenannter „plötzlich und unerwarteter“ Todesfälle nach Beginn der Impfkampagne sowie auf offiziell registrierte Impfgeschädigte und Impftote in Südtirol.
Untersuchungsausschuss trotz jahrelanger Blockade
Nachdem frühere Versuche gescheitert waren, konnte Anderlan im Jahr 2025 schließlich die erforderlichen Unterschriften für einen Corona-Untersuchungsausschuss im Südtiroler Landtag sammeln. Zuvor seien mehr als tausend parlamentarische Anfragen unbeantwortet geblieben, Videoaufzeichnungen verschwunden und zahlreiche Initiativen blockiert worden. Im Ausschuss hätten inzwischen Politiker, Beamte, Wissenschaftler sowie internationale Sachverständige ausgesagt und umfangreiche Dokumente vorgelegt.
Dokumente sollen Corona-Statistiken infrage stellen
Besondere Aufmerksamkeit widmete Anderlan einem internen Dokument des Südtiroler Gesundheitswesens. Dieses habe vorgesehen, Todesfälle mit grippeähnlichen Symptomen als Covid-Todesfälle zu behandeln. Nach Einschätzung mehrerer Ärzte im Untersuchungsausschuss dürften dadurch die offiziellen Statistiken künstlich erhöht worden sein. Auch Hinweise auf verschwundene Testergebnisse und falsch erfasste positive Befunde seien im Ausschuss thematisiert worden.
Südtirol mit besonders harten Maßnahmen
Im internationalen Vergleich habe Südtirol nach Angaben Anderlans besonders strenge Maßnahmen umgesetzt. Er verwies auf einen längeren Lockdown als in der benachbarten Provinz Trient, eine besonders lange Maskenpflicht, zahlreiche Suspendierungen ungeimpfter Beschäftigter im Gesundheitswesen sowie eine hohe Zahl an Tests. Trotz dieser Maßnahmen habe Südtirol im ersten Pandemiejahr eine höhere Covid-Sterblichkeit verzeichnet als die Nachbarprovinz. Für ihn spreche dies gegen die Wirksamkeit der damaligen Strategie.
Verantwortliche räumen Fehler ein
Im Verlauf des Untersuchungsausschusses hätten nach seinen Angaben mehrere hochrangige Vertreter des Südtiroler Gesundheitswesens eingeräumt, dass zahlreiche Maßnahmen aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt gewesen seien. Mehrere Verantwortliche hätten sich öffentlich entschuldigt. Anderlan betonte jedoch, Entschuldigungen allein reichten nicht aus. Suspendierte Beschäftigte müssten rehabilitiert, Betroffene entschädigt und politische Verantwortlichkeiten geklärt werden.
Forderung nach juristischen Konsequenzen
Zum Abschluss kündigte Anderlan an, die Arbeit des Untersuchungsausschusses fortzusetzen und künftig auch Bürger in den einzelnen Bezirken anzuhören. Ziel sei eine vollständige Dokumentation der Ereignisse. Zugleich forderte er eine strafrechtliche Aufarbeitung der politischen Entscheidungen sowie Konsequenzen für die aus seiner Sicht Verantwortlichen. Die Wahrheit werde sich langfristig durchsetzen, zeigte er sich überzeugt.
Die vollständige Aufzeichnung der Veranstaltung inklusive einleitender Worte von MEP Gerald Hauser und MEP Marc Jongen sowie einem Bericht zum Stand der „Pfizer-Gate“-Klage von Frédéric Baldan finden Sie hier.






