Die Veranstaltung, die am 16. September 2026 in den Räumlichkeiten des EU-Parlaments in Strassburg stattfand, ist aus mehreren Blickwinkeln historisch. Noch nie zuvor in der Geschichte hat eine israelische Regierung der freiheitlichen Partei auf eine vergleichbare Weise die Hand gereicht. Die rechtskonservative Likud riskiert dabei auch in Israel viel, denn man befindet sich in der heißen Wahlkampfphase. Die Kritik von der politischen Linken in Israel wird ohne Frage hart ausfallen.
Bei einer internationalen Konferenz der Fraktion Patrioten für Europa in Straßburg trafen am 16. September 2026 Vertreter der FPÖ, europäischer Partnerparteien und des israelischen Likud zusammen. Im Mittelpunkt standen der wachsende Antisemitismus in Europa, islamistische Netzwerke und der Schutz jüdischen Lebens. FPÖ-Chef Herbert Kickl bekannte sich zur historischen Verantwortung Österreichs, übernahm ausdrücklich die vollständige IHRA-Arbeitsdefinition und verlas deren elf Beispiele für Antisemitismus.
Zugleich bot er Israel und den jüdischen Gemeinden eine neue Partnerschaft an. Hochrangige israelische Vertreter begrüßten diese Öffnung. Kickl stellte außerdem eine Verlegung der österreichischen Botschaft nach Jerusalem in Aussicht. Die Veranstaltung markierte damit einen historischen Wendepunkt im Verhältnis zwischen FPÖ und Israel.
Vor Ort saßen neben FPÖ-Chef Herbert Kickl und Organisator Harald Vilimsky (EU-Abgeordneter und Delegationsführer der FPÖ im EU-Parlament) und Kinga Gál von den Patrioten für Europa am Podium. Israel war durch Likud-Direktor Ariel Bulshtein und den Knesset-Abgeordneten Ariel Kallner vertreten. In der europäischen Podiumsrunde sprachen Hermann Tertsch aus Spanien, Paolo Borchia aus Italien, Tamás Deutsch aus Ungarn, Fabrice Leggeri aus Frankreich und Tomáš Kubín aus Tschechien.
Außerdem waren Rabbiner Mendel Samama sowie weitere Mandatare und Gäste anwesend. Per Video zugeschaltet wurden Israels Verkehrsministerin Miri Regev, Likud-Politiker Michael Kleiner, Samaria-Regionalratschef Yossi Dagan und der belgische Vlaams-Belang-Politiker Tom Vandendriessche. Mehrere jüdische Vertreter und Mitarbeiter europäischer Delegationen verfolgten die Beratungen ebenfalls vor Ort.

Riskante Partnerschaft für die israelische Seite
Dieser Schulterschluss wäre in der heißen Wahlkampfphase für die israelische Likud-Partei nicht nötig gewesen. Man riskiert viel, denn es geht in Israel um das politische Überleben einer rechtskonservativen Regierung, die weltweit durchgehend mit linkem Hass begleitet wird. Kein Tag vergeht, wo nicht eine linksgerichtete Zeitung eine große Schlagzeile über angebliche Untaten Israels publiziert.
In Israel dürfte man freilich endlich begriffen haben, wer die wahren Freunde und Partner in Europa sein können. Es sind die Parteien, die auch hier vor Islamisierung, Terrorismus und Islamismus warnen. Die Einschätzung, Israel wäre dafür verantwortlich, dass die illegale Massenmigration nach Europa möglich war, ist grundfalsch – allerdings ein anderes Thema. Hauptprofiteur dieser Entwicklung ist China. Israel hat von einer Destabilisierung der Partner in Europa keinen Nutzen – im Gegenteil.
Israel erkennt, wo verlässliche Freunde sein können
Seit dem Zweiten Weltkrieg haben sich vor allem linke Parteien angebiedert und als Freunde Israels dargestellt – doch diese Freundschaft diente dem Eigennutz und der Bereicherung. Es sind falsche Freundschaften, denn genau diese Parteien haben im Zuge der Massenmigration auch die Todfeinde der Juden ohne wesentliche Identitätsprüfung in die EU gelassen, verhätscheln sie, füttern sie durch und verharmlosen ihre Taten – oder ermöglichen sie erst, indem geltendes Recht gegen Islamisten nicht beinhart exekutiert wird.
Das jüdische Volk ist Verfolgung seit tausenden Jahren gewohnt – und dementspechend auch meisterhaft im Überlebenskampf. Lange Zeit hat man sich scheinbar von den linken Parteien blenden lassen – doch nun ist Schluss – diesen Schlussstrich markiert diese historische Veranstaltung. Man sucht sich dort Partner, wo man sicher sein kann, dass jüdisches Leben wirklich geschützt wird und nicht nur Lippenbekenntnisse stattfinden.

Linke Medien werden trotzdem weiter gegen die FPÖ hetzen
Die Strategie der FPÖ ist natürlich auch klar ersichtlich: Man möchte aus den Schlagzeilen kommen, eine rechtsextreme, antisemitische Partei zu sein. Dies wäre nach diesem Treffen zwar logisch, doch ist nicht davon auszugehen, dass die linksextreme Mainstreampresse auch nur das geringste Interesse an der Wahrheit hat. Auch der ehemalige FPÖ-Chef Strache versuchte den Schulterschluss mit Israel – doch die Presse hetzte und schimpfte dennoch weiter. Man muss aber auch sagen, dass die Veranstaltung vom 16.9. sowohl von der hochkarätigen Besetzung her als auch intellektuell eine ganz andere Nummer war – und äußerst vielversprechend ist.
All jene, die tagein, tagaus gegen Israel hetzen, möchte ich mit zwei Wahrheiten konfrontieren. Erstens, wenn Sie nachts auf die Straßen ihrer Stadt gehen, sorgen Sie sich, dass Sie von Juden überfallen werden? Sorgen sie sich generell, ernsthaft, dass ihnen ein Jude ein Leid antun könnte? Wohl kaum.
Zweitens, wie würde eine Welt aussehen, in welcher die Widersacher der Juden gewonnen und dieses kleine, wehrhafte Volk ausgerottet haben. Was würde sich verändern? Was aber würde sich demgegenüber verändern, wenn der Islamismus vollständig zurückgedrängt wäre und in westlichen Nationen nicht mehr existiert? Wäre das eine lebenswertere Welt?
Darüber hinaus kann man durchaus einmal überlegen, wie viele islamistische Anschläge durch die Arbeit des israelischen Geheimdienstes und der Informationsweitergabe verhindert werden konnten. Zahllose Menschenleben wurden gerettet – erst vor Kurzem wurde bekannt, dass sogenannte „Palästinenser“ die Ermordung hunderter Europäer nach dem Motto des 7. Oktober 2023 planten – Folter, Vergewaltigung und Leichenschändung inklusive.

Was können die Folgen der Konferenz sein?
Als unmittelbare Folge des Treffens ist eine vorsichtige politische Annäherung zwischen der FPÖ, dem Likud und israelischen Regierungsvertretern zu erwarten. Daraus könnten regelmäßige Gespräche, gemeinsame Konferenzen sowie engere Zusammenarbeit bei Sicherheit, Nachrichtendiensten, Extremismusbekämpfung und Bildungsprojekten entstehen. Für die FPÖ eröffnet sich die Möglichkeit, ihre bisher belasteten Beziehungen zu Israel zu normalisieren.
Politisch bedeutsam wären auch konkrete österreichische Schritte, die eine FPÖ in Regierungsverantwortung umsetzen könnte: stärkerer Schutz jüdischer Einrichtungen, Maßnahmen gegen islamistische Vereine und Terrorfinanzierung sowie eine vollständige Anwendung der IHRA-Definition. Im Fall einer FPÖ-geführten Bundesregierung könnten außerdem die angekündigte Verlegung der österreichischen Botschaft nach Jerusalem und eine deutlich israelfreundlichere Außenpolitik auf die Tagesordnung kommen.
Abschließend, die erwähnten 11 Punkte der Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA).
- Aufruf, Beihilfe oder Rechtfertigung der Tötung oder Schädigung von Juden im Namen einer radikalen Ideologie oder extremistischen Religionsauslegung.
- Entmenschlichende, dämonisierende oder stereotype Behauptungen über Juden oder jüdische Macht, etwa über eine weltweite jüdische Verschwörung oder die Kontrolle von Medien, Wirtschaft und Regierung.
- Juden als Volk für tatsächliche oder vermeintliche Verfehlungen einzelner Juden, jüdischer Gruppen oder sogar Nichtjuden verantwortlich zu machen.
- Leugnung der Tatsache, des Ausmaßes, der Mechanismen oder des vorsätzlichen Charakters des Holocaust.
- Juden oder Israel vorzuwerfen, den Holocaust erfunden oder übertrieben zu haben.
- Jüdischen Staatsbürgern zu unterstellen, Israel oder angeblichen weltweiten jüdischen Interessen gegenüber loyaler zu sein als ihrem eigenen Land.
- Dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen, etwa indem die Existenz Israels als rassistisches Unterfangen bezeichnet wird.
- Israel mit zweierlei Maß zu messen und von ihm ein Verhalten zu verlangen, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet wird.
- Symbole und Bilder des klassischen Antisemitismus zu verwenden, um Israel oder Israelis zu charakterisieren – beispielsweise Ritualmordlegenden oder die Behauptung einer kollektiven jüdischen Schuld am Tod Jesu.
- Die gegenwärtige israelische Politik mit der Politik der Nationalsozialisten zu vergleichen.
- Juden kollektiv für Handlungen des Staates Israel verantwortlich zu machen.
Minister Sa'ar: Israel bewertet die bedeutende Rede, die von Herbert Kickl, Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs in Strassbourg gehalten wurde als positiv.
— Israel in Österreich🇮🇱🇦🇹 (@IsraelinAustria) September 17, 2026
Vor allem ist sein Bekenntnis zu dem dunklen Kapitel in der Geschichte Österreichs und die daraus… https://t.co/3Zlg3MGo3I
