Die Welt brennt? Von wegen! Forscher melden weltweit 18 Prozent weniger Brandfläche

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Kaum brennt irgendwo ein größerer Wald, schon wird die nächste Klimakatastrophe ausgerufen. Doch die jüngste internationale Feuerbilanz meldet weltweit 18 Prozent weniger verbrannte Vegetationsfläche als im langjährigen Durchschnitt. Auch NASA-Satellitendaten zeigen seit mehr als zwei Jahrzehnten einen deutlichen Rückgang. Für die Klima-Alarmisten und ihre mediale Panikmache sind solche Zahlen eine schallende Ohrfeige.

Brennende Wälder in Spanien, gewaltige Rauchwolken über Frankreich, Feuerwehrleute im verzweifelten Kampf gegen die Flammen. Im Juli lieferten die Brände in Südeuropa wieder reichlich Stoff für dramatische Nachrichtensendungen. Die Tagesschau erklärte ihren Lesern am 22. Juli gleich im ersten Satz, an vielen Orten Europas zeige sich der Klimawandel in extremer Form. Die ARD berichtete ausführlich über die regionalen Katastrophen und deren Zusammenhang mit Hitze und Trockenheit. Zahlen zur weltweiten Brandentwicklung suchte man hingegen vergeblich. So bleibt beim Publikum vor allem eines hängen: Es brennt, und schuld ist der Klimawandel.

Weniger Fläche, weniger Emissionen

Dabei liefert ausgerechnet ein internationales Wissenschaftlerteam um Chantelle Burton vom britischen Met Office Zahlen, die so gar nicht zur medialen Klimapanik passen. Anfang August erschien der Forschungsbericht „State of Wildfires 2025–2026“. Für die untersuchte Feuersaison von März 2025 bis Februar 2026 melden die Forscher weltweit 18 Prozent weniger verbrannte Vegetationsfläche als im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2024. Auch die für die Klimafanatiker so wichtigen Kohlenstoffemissionen aus den Bränden lagen um 20 bis 31 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Damit gehörte die untersuchte Saison zu den brandärmsten Jahren der gesamten Messreihe. Die Arbeit befindet sich derzeit noch im wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren.

Das Forscherteam verschweigt diesen Rückgang zwar nicht, widmet sich anschließend aber vor allem den schlimmsten regionalen Feuerkatastrophen und den angeblichen Folgen für den Klimawandel. Kanada etwa erlebte seine dritte außergewöhnlich schwere Brandsaison in Folge. Rund 70.000 Menschen mussten dort ihre Häuser verlassen. Auch in Teilen Europas richteten die Flammen enorme Schäden an. Doch ausgerechnet in einem Jahr mit solchen Katastrophen lag die weltweit verbrannte Fläche deutlich unter dem Durchschnitt. Eine wichtige Erkenntnis, die im medialen Dauerfeuer viel zu leicht untergeht.

Die Satellitendaten sind eindeutig

Charles Rotter hat für den Wissenschaftsblog „Watts Up With That?“ deshalb noch einmal die längerfristigen Satellitendaten untersucht. Sein am 17. Oktober veröffentlichter Beitrag trägt den Titel „Fire Down Below. Latest State of Wildfires Report Finds Global Burned Area 18% Below Average“. Er wertete dafür die MODIS-Messreihe der NASA-Satelliten Terra und Aqua von 2001 bis 2023 aus. Diese erfassen die Spuren von Vegetationsbränden auf der gesamten Erde.

Ein erheblicher Teil des Rückgangs entfällt auf die afrikanischen Savannen. Doch Rotters gesonderte Auswertung für die übrige Welt zeigt ebenfalls eine sinkende Brandfläche, auch wenn dieser Trend statistisch weniger eindeutig ausfällt. In den nördlichen Waldregionen oberhalb des 50. Breitengrades findet sich hingegen kein signifikanter langfristiger Trend. Die regionale Verteilung ist also unterschiedlich. Die pauschale Erzählung von einer Erde, auf der Jahr für Jahr immer größere Flächen verbrennen, lässt sich daraus jedenfalls nicht ableiten.

Auch die intensivierte Landnutzung trägt dazu bei

Dass die weltweite Brandfläche seit Jahrzehnten schrumpft, ist der Wissenschaft längst bekannt. Schon 2017 veröffentlichten Niels Andela und seine Kollegen im Fachjournal „Science“ die Untersuchung „A human-driven decline in global burned area“. Die Forscher errechneten für ihren damaligen 18-jährigen Beobachtungszeitraum einen globalen Rückgang um 24,3 Prozent. Hauptursache war die veränderte Landnutzung, insbesondere die Ausweitung und Intensivierung der Landwirtschaft in Savannen und Graslandschaften. Die verwendeten Feuermodelle hatten allerdings Schwierigkeiten, diesen Rückgang ausreichend nachzubilden. Die Wissenschaftler warnten deshalb bereits damals vor möglichen Überschätzungen zukünftiger Feueremissionen durch solche Modelle.

2023 bestätigte eine weitere Untersuchung den rückläufigen Trend. In ihrer Arbeit „Multi-decadal trends and variability in burned area from the fifth version of the Global Fire Emissions Database (GFED5)“ berücksichtigten Yang Chen und seine Kollegen auch kleinere Brände, die ältere Satellitendatensätze häufig übersehen hatten. Dadurch fiel die erfasste Gesamtfläche deutlich größer aus. Dennoch errechneten die Forscher für die Jahre 2001 bis 2020 einen durchschnittlichen Rückgang um 1,21 Prozent jährlich, insgesamt rund 24 Prozent. Für Wald-, Torf- und Rodungsbrände fanden sie dagegen keinen statistisch signifikanten langfristigen Trend.

Klimamodell-Zahlenspielereien

Die neue Untersuchung liefert allerdings noch einen weiteren Angriffspunkt. In ihren Zukunftsrechnungen vergleichen die Wissenschaftler den bereits sehr hohen Emissionspfad SSP3-7.0 mit dem Extremszenario SSP5-8.5, das sie selbst inzwischen für unglaubwürdig halten. Unter SSP3-7.0 fallen die für ausgewählte Regionen berechneten Brandflächen bei bestimmten Extremereignissen am Ende des Jahrhunderts um vier bis 23 Prozent geringer aus als unter dem besonders düsteren Vergleichsszenario. Die Forscher stellen dies als bereits erreichten Erfolg der Emissionsminderung dar.

Hier wird es politisch interessant. Denn wie überzeugend ist eine solche Erfolgsrechnung, wenn der Vergleichsmaßstab eine Zukunft darstellt, die selbst die Autoren für unrealistisch halten? Schon 2020 warnten die Klimaforscher Zeke Hausfather und Glen Peters in ihrem Nature-Beitrag „Emissions – the ‘business as usual’ story is misleading“ davor, extreme Emissionsszenarien als wahrscheinliche Zukunft zu verkaufen. Wissenschaftliche Modellvergleiche haben ihren Platz. Doch aus einer rechnerischen Differenz gegenüber einem unglaubwürdigen Extrempfad lässt sich noch lange kein tatsächlich eingetretener Erfolg der Klimapolitik ableiten.

Die Waldpflege ist extrem wichtig

Report24 hatte bereits im August über die ungewöhnlich niedrigen Brandflächen des laufenden Jahres berichtet. Damals lag die seit Jahresbeginn 2026 weltweit verbrannte Vegetationsfläche nach einer Auswertung des Global Wildfire Information Systems rund 42 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 2012 bis 2025. Der neue internationale Forschungsbericht betrifft hingegen die bereits abgeschlossene Feuersaison von März 2025 bis Februar 2026. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht direkt miteinander vergleichen. Doch beide Auswertungen liefern weitere Argumente gegen die Behauptung einer weltweit stetig wachsenden verbrannten Fläche.

Für die Menschen in den gefährdeten Regionen zählt ohnehin, wie gut Behörden und Einsatzkräfte auf schwere Brände vorbereitet sind. Der neue Forschungsbericht verweist selbst auf lange Trockenperioden und angesammeltes Brennmaterial als wichtige Voraussetzungen für die untersuchten Feuerkatastrophen. Eine vernünftige Waldpflege, kontrollierte Reduzierung der Brennstofflast und funktionierende Brandschutzmaßnahmen können die Folgen solcher Ereignisse begrenzen. Auch die tatsächlichen Zündquellen verdienen Aufmerksamkeit. Schließlich braucht jedes Feuer einen Auslöser, und menschliche Fahrlässigkeit, technische Defekte oder Brandstiftung lassen sich nicht so einfach verhindern.

Die nächste gewaltige Flammenwand wird garantiert wieder die Bildschirme füllen. Die Klima-Alarmisten werden ihre Warnungen verbreiten, die Politik wird neue Forderungen stellen. Nur an den Satellitendaten ändert das nichts. Die weltweiten Brandflächen schrumpfen seit Jahrzehnten. Wer traut es sich, dies Bundeskanzler Merz mitzuteilen?

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