Österreichs Netzentgelt-Irrsinn: Kaufen Sie E-Autos – aber verbrauchen Sie keinen Strom!

Symbolbild: KI

Der Endgegner von Planwirtschaft und Kommunismus ist immer die Realität. Das ist beim Öko-Kommunismus im Namen des Klimas nicht anders. Nachdem die Regierung jahrelang Steuergeld verbrannt hat, um die Bürger zum Umstieg auf Wärmepumpe und E-Auto zu bringen, fordert die gleiche Regierung die Menschen nun auf, ihren Stromverbrauch zu mäßigen. Keine Pointe.

Ein Kommentar von Chris Veber

Wer in Österreich tagsüber arbeiten geht, um mit seinen Steuern den gefräßigen Staat am Leben zu halten, wird bald müde in die Arbeit kommen. Denn die Regierung will, dass die Menschen Strom idealerweise nach 23 Uhr verbrauchen. Um das Stromnetz zu schonen. Waschen, staubsaugen und den Rest der Hausarbeit erledigen Sie also bitte in Zukunft mitten in der Nacht. Die Regierung und vor allem ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.

Was ist jetzt schon wieder los? Welcher Irrsinn hat die Regierung schon wieder befallen? Natürlich die „Energiewende“. Die Regierung will die vollständige Elektrifizierung des gesamten österreichischen Energieverbrauchs (der erst zu 22% durch Strom gedeckt wird), ohne bedacht zu haben, dass Österreich weder die benötigten Kraftwerke noch das nötige Stromnetz dafür hat. Also sollen jetzt „Leistungsspitzen“ vermieden werden. Als Leistungsspitze gilt ein Verbrauch von mehr als 10 kW einmal im Monat für mehr als 15 Minuten. Wer einmal diese 10‑kW-Grenze reißt, der zahlt höhere Netzentgelte. Den Spitzeldienst für die Regierung, wer wann was verbraucht, erledigen die praktischerweise flächendeckend installierten Smartmeter. Zum Trost gibt’s den Winter-Nieder-Arbeitspreis (WiNAP), einen Rabatt auf den Netz-Arbeitspreis bei einem Stromverbrauch zwischen 23:00 und 5:00 Uhr von Oktober bis März. Also sollten Sie in Zukunft tagsüber schlafen. So wie offenbar unsere Regierung.

Was unsere regierenden Genies anscheinend „übersehen“ haben, ist, dass das typische E-Auto mit 11 kW lädt, also allein schon die magische 10‑kW-Grenze durchbricht. Dann kommt bei besonders klimabewussten Bürgern noch die Wärmepumpe dazu, die im Winter schon mal auf 9 kW kommen kann. Macht 19 kW, ohne sonst irgendetwas im Haus eingeschaltet zu haben. Wer also auf die Klimaprediger gehört und seinen Energieverbrauch „dekarbonisiert“ hat, der ist der doppelt Angeschmierte.

Das ist das Resultat, wenn hirnlose, ideologiegetriebene Politik auf die Realität trifft. Jedem denkenden Menschen war vor der „Energiewende“ klar, dass Österreich nicht seine Stromproduktion verfünffachen und gleichzeitig auf grundlastfähige Kraftwerke verzichten kann. Da ist die Physik dagegen. Jetzt müssen also die Stromnetze geschont und der Stromverbrauch „geglättet“ werden. Die Unternehmen werden wohl „mitglätten“ müssen. Oder auswandern.

Welche Mehrkosten über die neuen Netztarife auf die Menschen zukommen, hat sich die E-Control noch nicht ausgeschnapst. Aber als gelernter Österreicher gehe ich von nicht unter 1000,- Euro pro Jahr und Haushalt aus. Irgendwo muss das Geld für die „Wende“ ins energetische Nirwana ja herkommen.

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