Vermummte Jugendliche attackieren Polizisten, demolieren Busse und setzen mitten in Brüssel Barrikaden in Brand. Unter den Randalierern sollen sogar Zwölfjährige gewesen sein. Rund 110 Menschen wurden festgenommen, unter den 21 von der Staatsanwaltschaft weiterbearbeiteten Verdächtigen befinden sich 17 Minderjährige. Bereits im Juni hatte Report24 über ähnliche Ausschreitungen in der EU-Hauptstadt berichtet. Nun hinterlassen die Krawallmacher erneut eine Spur der Verwüstung.
Acht Stunden Schule am Tag! Wissen Sie eigentlich, wie anstrengend das ist? Mit dieser Beschwerde konfrontierte ein junger Randalierer eine Reporterin der belgischen Zeitung Het Laatste Nieuws (HLN). Während andere Jugendliche Pflastersteine auf Polizisten schleuderten und öffentliche Verkehrsmittel demolierten, beklagte er seinen anstrengenden Schulalltag. Die Journalistin traf bei den Ausschreitungen sogar auf wohl erst zwölfjährige Krawallmacher. Einer der Jugendlichen drohte, man werde notfalls wochenlang weitermachen. Die Polizei beobachtete, wie Jugendliche ihre eigenen Angriffe filmten – offenbar als Trophäen für die sozialen Netzwerke. Erst Polizisten attackieren und Fahrzeuge demolieren, anschließend die Aufnahmen im Internet präsentieren. So agiert die migrantisch und linksextrem geprägte junge Generation.
The Islamic riots in France have spread to Belgium, and Brussels looks like a war zone right now.
— Dr. Maalouf (@realMaalouf) October 9, 2026
This is the capital of the European Union. 88% of people under 18 have a foreign background, and more than half are Muslim.
What has Europe done to itself? pic.twitter.com/gVDGj9DKPf
Migranten und Antifa im Zerstörungsrausch
Am Freitagvormittag sammelten sich rund um den Brüsseler Zentralbahnhof Hunderte schwarz gekleidete und teilweise vermummte Jugendliche – dem Bildmaterial entsprechend vor allem Migranten und Linksextremisten. Einige hatten Schutzhelme mitgebracht, andere waren auf die gezielte Konfrontation mit der Polizei vorbereitet. Pflastersteine, Ziegel, Glasflaschen und Feuerwerkskörper flogen auf die Einsatzkräfte. Wasserwerfer und Tränengas sollten die Angreifer zurückdrängen. Die Polizei registrierte im Tagesverlauf mehrere größere Gruppen mit insgesamt mehr als 1.000 Personen. Videos zeigen Jugendliche, die einen Müllcontainer gegen eine Polizeikette schieben und umwerfen. Andere werfen Gegenstände in ein Feuer, während Umstehende jubeln. Ein Vermummter schießt Feuerwerkskörper in Richtung der Beamten, bis ihn ein Wasserwerfer vertreibt. Ein Polizist musste einem Demonstranten sogar ein Samuraischwert abnehmen.
Die öffentlichen Verkehrsbetriebe bekamen die Zerstörungswut besonders heftig zu spüren. Laut der Schadensbilanz der Brüsseler Verkehrsgesellschaft STIB/MIVB wurden vier Busse und drei Straßenbahnen beschädigt, einer der Busse sogar schwer verwüstet. Auch ein Fahrzeug des flämischen Betreibers De Lijn geriet ins Visier der Randalierer. Dazu kamen demolierte Haltestellen, Mietwagen und zahlreiche zerstörte Leihfahrräder und Elektroroller. Ein Teil der Fahrzeuge ging in Flammen auf. Immerhin blieben Fahrer und Fahrgäste nach Angaben der STIB unverletzt. Die Polizei nahm rund 110 Personen fest. Die Staatsanwaltschaft ordnete am Samstag die Vorführung von 21 Verdächtigen an, darunter 17 Minderjährige und vier Erwachsene. Im Raum stehen Vorwürfe wegen Brandstiftung, Vandalismus, bewaffneten Widerstands, Bedrohungen und Gewalttaten. Drei zusätzliche Magistrate mussten bei der Bearbeitung der Fälle aushelfen. Wie hoch die Schäden insgesamt ausfallen, konnten die Behörden zunächst nicht beziffern.
Riots have been taking place in Brussels this afternoon as young 2nd and 3rd-generation migrant rioters joined forces with Antifa to clash with riot police
— Visegrád 24 (@visegrad24) October 9, 2026
Inspired by France, many teenagers took to the streets to “protest against Belgium’s poor educational system” pic.twitter.com/4Cdo4dtMt0
Ein Resultat der Umvolkung?
Für Brüssel ist das alles keine Premiere. Schon Anfang Juni eskalierten dort Proteste gegen die Sparpolitik im französischsprachigen Bildungswesen. Jugendliche errichteten brennende Barrikaden, warfen Absperrgitter auf Bahngleise und behinderten sogar die Feuerwehr. Report24 berichtete damals unter der Schlagzeile „Ausschreitungen in Brüssel: ‚Studentenproteste‘ oder Migrantenrandale?“ über die Gewalt. Vier Monate später stehen erneut vermummte Jugendliche auf den Straßen und greifen Sicherheitskräfte an. Auch die demografische Zusammensetzung der belgischen Hauptstadt verdient Aufmerksamkeit. Report24 berichtete bereits im Dezember 2025 über die damaligen Daten der Statistikbehörde Statbel. Demnach hatten 72,9 Prozent der unter 18-Jährigen in Brüssel einen Migrationshintergrund aus Nicht-EU-Ländern. Lediglich 10,56 Prozent zählten zu den Belgiern belgischer Herkunft ohne Migrationshintergrund. Die aktuellen Statbel-Zahlen vom Juni 2026 zeigen zudem, dass über sämtliche Altersgruppen hinweg nur noch 21,5 Prozent der Brüsseler Bevölkerung zu dieser Gruppe gehören.
Die Herkunft der nun festgenommenen Verdächtigen haben die Behörden bislang nicht bekanntgegeben. Doch die wiederholten Jugendkrawalle unter massiver Beteiligung von Migranten und Linksextremisten werfen Fragen auf. Eine weitere Frage lautet, ob politische Gruppen die Jugendlichen für ihre eigenen Zwecke einsetzen. Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR) brachte dafür einen Verdacht ins Spiel. Nach den schweren Ausschreitungen im wallonischen Lüttich erklärte Quintin am Donnerstag, dort sei eine Bewegung nach Art der Antifa aktiv. Erwachsene würden Kinder für gewalttätige politische Botschaften instrumentalisieren. Der örtliche Polizeichef bestätigte, dass sich zuletzt zunehmend Personen an den Krawallen beteiligten, die mit den ursprünglichen Schülerprotesten nichts zu tun hatten.
In Lüttich hatten Jugendliche zuvor tagelang Geschäfte beschädigt, Brände gelegt und Polizeibeamte angegriffen. Mehr als 200 Festnahmen meldeten die Behörden im Verlauf der Unruhen. Die Proteste wurden teilweise von den ebenfalls stark von Migranten und Linksextremisten dominierten Schülerkrawallen im benachbarten Frankreich inspiriert, wo Zehntausende gegen Lehrermangel, überfüllte Klassen und schlechte Unterrichtsbedingungen randalierten.
Europe is finished. they allowed these immigrants to infiltrate it. Well deserved.
— Shiri_Sabra (@sabra_the) October 9, 2026
🛑The riots are spreading from France to Belgium.
Young second and third-generation migrants have joined forces with Antifa for today’s riots in Brussels
Visegrád24 pic.twitter.com/Ee3uDuq7pW
Sparmaßnahmen und Gebührenerhöhungen
Der Ärger über das Bildungswesen hat durchaus reale Ursachen. Im französischsprachigen Belgien steigen die regulären Studiengebühren für viele Studenten von 835 auf 1.194 Euro. Hinzu kommen geplante Einsparungen, gegen die auch Lehrer und Gewerkschaften protestieren. Am Freitag zogen nach Polizeiangaben rund 30.000 Menschen durch Brüssel, die Gewerkschaften sprachen von 50.000 Teilnehmern. Der organisierte Protestmarsch verlief im Gegensatz zu den von Migranten dominierten „Schülerprotesten“ überwiegend friedlich.
Die Regierung von Premierminister Bart De Wever versucht derweil, die Staatsfinanzen mit Einsparungen und zusätzlichen Einnahmen in Milliardenhöhe zu sanieren. Ausgerechnet jetzt zerstören Randalierer Busse, Straßenbahnen und öffentliche Einrichtungen, deren Reparatur die ohnehin angeschlagenen Kassen zusätzlich belastet. Bereits nach den Brüsseler Krawallen im Juni hatte Innenminister Quintin gefordert, dass Gewalttäter für die von ihnen angerichteten Schäden bezahlen müssen. Nun will auch der sozialistische Brüsseler Bürgermeister Philippe Close die identifizierten Täter zur Kasse bitten. Die Verkehrsbetriebe haben bereits rechtliche Schritte angekündigt, um Schadenersatz zu verlangen.
Vier Monate nach den letzten schweren Jugend- und Migrantenkrawallen steht Brüssel damit erneut vor demolierten Fahrzeugen und einer langen Liste von Festnahmen. Schon wieder versprechen Politiker Konsequenzen. Und bei den nächsten Protesten? Da dürfte sich zeigen, ob aus den Ankündigungen diesmal tatsächlich etwas wird.