Ukraine: Kritiker der Zwangsrekrutierung und des Nazismus zu drastischen Strafen verurteilt

Die Ukraine verschleppt junge Männer zum sicheren Tod an die Front. Symbolbild KI

Als Verteidigerin „westlicher Werte“ wird die Ukraine vom kriegstreiberischen Establishment gerne hingestellt. Vor Ort sieht die Realität des Regimes völlig anders aus. Es ist nicht nur durch und durch korrupt, sondern auch undemokratisch und repressiv. Jüngst wurden erneut Kritiker des Regimes für viele Jahre in den Kerker geschickt.

Während jeder russische Oppositionelle von den westlichen Mainstreammedien hochgejubelt wird, werden die ukrainischen Gegner der in Kiew Herrschenden im Westen totgeschwiegen. Das gilt etwa für den Widerstand gegen die Zwangsrekrutierungen (wir haben kürzlich berichtet).

Fünfeinhalb Jahre für Kritik an „Busifizierung“

Ein Blogger, der die zwangsweise Mobilisierung kritisierte, wurde, wie Marta Havryshko berichtet, zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Menschenrechtsaktivist und Journalist aus Drohobytsch in der Region Lwiw hatte in den sozialen Medien die sogenannte „Busifizierung“ – die Praxis, wehrpflichtige Männer gewaltsam in Transporter zu zerren – sowie die Verletzung von Bürgerrechten im Zuge der Zwangsrekrutierung angeprangert.

Mit anderen Worten: Er sprach genau jene Dinge an, über die sich auch der Ombudsmann, Parlamentsabgeordnete und Millionen von Ukrainern beschwert haben. Er wählte deftige Worte und bezeichnete die Rekrutierungsbeamten als „Leichenfledderer“ und „Gauner“, die sich „zum Teufel scheren“ könnten.

„All diese erbärmlichen, unfähigen Niemande, die jetzt Leute in Transporter stopfen und sie Gott weiß wohin karren – jeder Einzelne von ihnen wird zur Rechenschaft gezogen werden. Ein mieses Karma wartet auf sie alle; früher oder später wird es ihnen die Rechnung für all ihre Taten präsentieren“, schrieb er in seinem Blog.

Ein ukrainisches Gericht stufte dies offenbar nicht nur als unhöflich, vulgär oder aufhetzerisch ein, sondern als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Dem Blogger wurde vorgeworfen, „Ehre und Würde von Militärangehörigen verletzt“ und „die russische Aggression gerechtfertigt“ zu haben.

Das Ergebnis: fünfeinhalb Jahre hinter Gittern. Demgegenüber sitzen die Angehörigen des ukrainischen Regimes, die sich an den westlichen Hilfsgütern bereichert haben, oftmals gemütlich in ihren Jachten am Mittelmeer.

15 Jahre für Kritik am Nazismus im Regime

Noch schlimmer erwischte es den Sozialisten Bohdan Syrotiuk, der wegen Hochverrats zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde. Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen gehört die „Verbreitung von Inhalten, die von der russischen Propaganda genutzt werden“, darunter Material über den Nationalsozialismus in der Ukraine.

Dazu zählt auch die Kritik an der Verherrlichung der OUN und UPA, der Organisationen des ukrainischen NS-Kollaborateurs Stephan Bandera, sowie der Waffen-SS-Division „Galizien“ und an der Verwendung von Nazi- und rechtsextremer Symbolik im Militär, etwa durch das Asow-Bataillon und andere Einheiten.

Hier zeigt sich eine verdrehte Logik: Offenbar liefern nicht die Verherrlichung von Nazi-Kollaborateuren oder die Duldung von Symbolen wie der Wolfsangel, der SS-Rune und der Schwarzen Sonne der russischen Propaganda Munition. Nein – der Hochverrat besteht vielmehr darin, all dies offen zu kritisieren.

Marta Havryshko schreibt dazu: „Willkommen bei der intellektuellen Akrobatik des Post-Maidan-Establishments: Das Problem ist nicht das, was verherrlicht oder zur Schau gestellt wird; das Problem ist die Person, die die Unverschämtheit besitzt, darauf hinzuweisen.“

Und dafür wird ein junger Mann wegen Hochverrats zu 15 Jahren Haft verurteilt! Bemerkenswert auch die Ignoranz der westlichen Linken! Im Westen wird von ihnen jeder Migrationskritiker oder Corona-Demonstrant schnell mal als „Nazi“ beschimpft und man macht den Islamfaschisten der Hamas die Mauer. Einem ukrainischen Linken hingegen, der den tatsächlichen und offenen Nazismus im Maidan-Regime kritisiert, wird von Grünen, Linkspartei, Sozialdemokraten und linker Szene Unterstützung verweigert.

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