Am 12. Sept. auf zur Bienenwiese! Bürgerinitiativen vernetzen sich gegen Windindustrie

Vernetzungstreffen auf der Bienenwiese - Bild: KI

Bürgerinitiativen schießen derzeit in NÖ wie die Schwammerl aus dem Boden. Es gibt viel Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Windindustrie und auch gegen die geplanten Rechenzentren, die immens viel Strom verbrauchen. Die kritischen Bürger sind untereinander gut informiert und verbunden. So gut, dass man in St. Pölten jetzt unruhig wird. Widerstand hilft und friedliche Vernetzung ist die Devise! Besuchen Sie uns auf der Bienenwiese in Neuaigen bei Tulln!

Von Angelika Starkl

Vor zwei Jahren wurde das friedliche Treffen der Windindustriekritiker im Vorfeld bereits von der Presse besudelt: Die NÖN brachte 3 Tage vor der Veranstaltung eine Verleumdung und stellte die Zusammenkunft ins rechtsextreme Eck. Es würden sich Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger, Antisemiten, generell Schwurbler zusammenfinden, mit denen doch kein „anständiger“ Mensch in Kontakt kommen sollte.

Diese Diffamierungspropaganda verfing, die Ortsbevölkerung hielt dieses Bedrohungsszenario für wahr und traute sich nicht auf die Wiese. Dies, obwohl eine tiefe Dankbarkeit in der regionalen Bevölkerung vorhanden war, weil die Initiatoren erfolgreich ihren Lebensraum vor den Spießrotoren geschützt hatten. Das ganze Tullnerfeld hätte sich auf Gängelung der Politik in eine Wind-Industriezone verwandelt.

Ein Schreiberling des „Profil“ schlich ohne Akkreditierung fotografierend umher, um die gelungene Veranstaltung hinterher medial zu verreißen. Trotz unseriösester Propaganda war es das erste bundesweite Vernetzungstreffen, bei dem über 300 Menschen einander begegneten und sich Mut machten.

Symposium mit Fachleuten wurde abgeschmettert

Für den Herbst 2026 war ein Symposium internationaler Fachleute zu windindustriekritischen Themen bereits unter Dach und Fach. Die Referenten hatten zugesagt. Die Veranstaltung im Schloss Hausleiten war nach Vorbesichtigung vereinbart. Tage nach der Abmachung patzte die Geschichte: Der Bürgermeister von Hausleiten, Andreas Neubauer, war damit nicht einverstanden. Das Demokratieverständnis dieses Ortskaisers ist zu hinterfragen.

Wie kommen politisch engagierte Bürger über alle Parteigrenzen hinweg in die Situation, durch politische Repräsentanten in ihren Zusammenkünften gestört und behindert zu werden? Neuaigens Freibauer Bernhard Mayerhofer sprang ein. Bienenwiesentreff 2.0 war geboren. Nun nicht als Expertentreffen, sondern als Vernetzungstreffen für alle österreichischen Widerständler gegen den Spießrotorenwahnsinn.

Was erwartet Sie am 12. September heuer auf der Bienenwiese?

Ein über Jahrzehnte angelegtes Naturparadies auf drei Hektar Privatgrund inmitten von Obstbäumen, Bienenvölkern und Pferden, in der Nähe der Straußenfarm mit dem Blick Richtung Schloss Stetteldorf auf der Wagramkante. Den Einzug macht Gerhard Huber, Chef der Freiheitstrychler in Österreich, der danach eine großartige Rede für den Frieden am Redepavillon hält.

Für die Verpflegung sorgt Hausherr Bernhard Mayerhofer mit seinen bewährten Schmankerln vom Mangalitzaschwein, Wild, Straußeneierspeis und Köstlichkeiten aus der eigenen Produktion. Bei den Tischen und Stehtischchen können sich die Menschen der Bürgerinitiativen kennenlernen und vernetzen.

Am Redepavillon freuen wir uns über Stellungnahmen zu Windenergie und über Berichte geplanter Projekte im ganzen Land. Das Filmteam vom „Am Schauplatz“ ist mit der Kamera unterwegs und es wäre zu hoffen, dass dieser Bericht endlich einmal für die Bürgerinitiativen spricht und nicht wie sonst üblich beim ORF nur für die Windlobby. Zur Vorbereitung für eine längere Doku über Windräder in NÖ, werde ich auch selbst Interviews mit meinem Kameramann machen.

Das persönliche, physische Treffen von Gleichgesinnten kann niemals durch digitale Kommunikation ersetzt werden. Auf der Bienenwiese gibt’s Gelegenheit, neue Freunde kennenzulernen und über die eigene Bürgerinitiative hinaus ins weite Land zu blicken und Tipps und Hinweise zu erfahren. Das erweitert den Horizont und gibt Hoffnung. Die Windparks in Burgschleinitz, Wullersdorf und Allensteig sind gekippt. In Leopoldsdorf und Traismauer kämpft man noch, aber die Chancen stehen gut, dass die Windmaschinen nicht gebaut werden.

Nur wenn die Politik den Widerstand des Volkes spürt, reagiert sie. Sonst nicht. Deshalb ist es wichtig, sich aufzuraffen und hinauszufahren, nach 3230 Neuaigen ins Tullnerfeld, auf die Bienenwiese gegenüber dem Friedhof, am Samstag, den 12. September, von 11 bis 17 Uhr und Gesicht zu zeigen. Ein Treffen für alle, die nicht wollen, dass ihre Heimat durch Windindustrie zur Fratze gemacht wird. Nutzen Sie die Gelegenheit, selbst das Wort zu ergreifen und Ihre Stimme am Redepavillon zu erheben. Ganz so, wie es in einer ECHTEN Demokratie sein muss. Wir freuen uns auf Sie!

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