Frankreich steht vor einer politischen Zeitenwende. Geht es nach den Franzosen selbst, soll sie die nächste Präsidentin der Grande Nation werden. In einer neuen Umfrage führt sie gegenüber allen potentiellen Gegenkandidaten. Das Establishment will ihre Wahl mit allen Mitteln verhindern.
Es gibt zwei Verschiedene Frankreichs – das echte Frankreich der autochthonen Franzosen und jenes der Migranten. Ersteres wählt vorwiegend konservativ und patriotisch, Letzteres links. Dies verdeutlicht auch eine Analyse, über die Report24 kürzlich erst berichtet hat. Das Ergebnis ist jetzt schon ein kaum mehr regierbares Land, weil sich drei beinahe gleichstarke politische Blöcke (die Linken, die Zentristen und die Rechten) gebildet haben.
France, Toluna-Harris poll:
— Europe Elects (@EuropeElects) May 29, 2026
Presidential run-off election
Le Pen (RN-PfE): 52%
Philippe (HOR-RE): 48%
Le Pen (RN-PfE): 54%
Attal (RE-RE): 46%
Le Pen (RN-PfE): 67%
Mélenchon (LFI-LEFT): 33%
Fieldwork: 25-27 May 2026
Sample size: 1,744
➤ https://t.co/qOzl2nSVPC pic.twitter.com/ZwUFcw7Ma7
Doch ungeachtet dieser Entwicklungen zeigt eine aktuelle Umfrage von Toluna-Harris Interactive für M6 und RTL, durchgeführt am 27. Mai, dass die Frontfrau des Rassemblement National (RN), Marine Le Pen, in allen drei getesteten Stichwahl-Szenarien gegen ihre Herausforderer gewinnen würde. Das stärkste Ergebnis erzielt sie gegen den linksradikalen Führer Jean-Luc Mélenchon, gegen den Le Pen 67 Prozent zu 33 Prozent erreicht. Auch den ehemaligen Premierminister Gabriel Attal schlägt sie mit 54 zu 46 Prozent sowie den früheren Premierminister Édouard Philippe mit 52 zu 48 Prozent.
Diese Zahlen sind insofern bedeutsam, als Philippe und Attal zu den prominentesten Figuren im macronistischen Lager gehören, das sich lange als wichtigste Barriere gegen einen Sieg des Rassemblement National präsentiert hat. Le Pen verlor bereits zweimal Stichwahlen gegen Macron, 2017 und 2022. Die Umfrage deutet jedoch darauf hin, dass selbst die stärksten Kandidaten des politischen Establishments derzeit in direkten Duellen mit Le Pen keine Chance hätten.
Poll for the first round of the presidential election :
— France Elects 🇫🇷 (@FRElects) May 29, 2026
J. Bardella (RN) : 34%
É. Philippe (HOR) : 20%
J-L. Mélenchon (LFI) : 14%
B. Retailleau (LR) : 9%
F. Hollande (PS) : 8%
M. Tondelier (ÉCO) : 5%
F. Ruffin (DVG) : 4%
É. Zemmour (REC) : 4% pic.twitter.com/ZzrCWJAIY5
Le Pen ist derzeit von einer Kandidatur ausgeschlossen, nachdem sie mit einem umfassenden fünfjährigen Verbot belegt wurde, öffentlicher Ämter zu bekleiden. Gegen dieses Verbot hat sie Berufung eingelegt. Eine Entscheidung über diese Berufung wird für den 7. Juli erwartet. Sollte sie jedoch weiterhin nicht antreten dürfen, gilt der RN-Parteivorsitzende Jordan Bardella weithin als wahrscheinlicher Präsidentschaftskandidat der Partei.
Auch dann bliebe das Rassemblement National in einer dominierenden Position. Bereits frühere Umfragen dieser Woche zeigten Bardella im ersten Wahlgang mit 32 Prozent klar vorne, deutlich vor Philippe mit 17 Prozent und Mélenchon mit 16 Prozent. Derselbe politische Barometer von Odoxa aus dem Mai zeigte zudem Bardella in einer Stichwahl mit 52 zu 48 Prozent siegreich gegen Philippe – eine Umkehr des Ergebnisses von zwei Monaten zuvor, als Philippe noch mit demselben Abstand geführt hatte.
Depuis, les Français ont été trahis et n’ont plus jamais été consultés sur les grands enjeux du pays.
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) May 29, 2026
En 2027, nous redonnerons un souffle démocratique à la France en rendant le pouvoir au peuple, notamment à travers l’organisation d’un référendum sur l’immigration.
Diese Umfragen deutlichen auf ein zunehmendes Problem für die zentristischen und linken Kräfte Frankreichs hin. Denn die patriotische Partei dürfte – egal ob mit Le Pen oder mit Bardella als Spitzenkandidaten – den nächsten Präsidenten der Republik stellen. Doch damit würde endlich auch eine Zeitenwende in der Grande Nation einkehren. Denn Le Pen kündigte an, dass sie im Falle eines Wahlsiegs des RN der französischen Bevölkerung ein Referendum zur Massenmigration anbieten wolle. „Das französische Volk wurde verraten. 2027 werden wir Frankreich eine demokratische Vitalität zurückgeben, indem wir die Macht an das Volk zurückgeben“, schrieb sie auf X.
