Noch vor wenigen Wochen feierte die demokratische Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, den Offshore-Windpark „Vineyard Wind“ als Symbol für „Energieunabhängigkeit“ und angeblich sinkende Strompreise. Doch die Hütte brennt: Der Pannen-Windpark liefert nicht einmal die Hälfte des versprochenen Stroms, kämpft mit massiven technischen Defekten und steht vor einem juristischen Trümmerfeld. Dem 4,5 Milliarden Dollar teuren Projekt droht das endgültige Aus.
Die Geschichte von „Vineyard Wind“ vor der Küste von Nantucket (Massachusetts) ist ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn linksgrüne Wunschträume auf die Realität der Physik und der Wirtschaft treffen. Bereits im Sommer 2024 erlebte das Projekt einen PR-Supergau, als ein gigantisches, über 100 Meter langes Rotorblatt brach. Rund 57 Tonnen scharfkantige Glasfaser-Trümmer und giftiger Müll wurden an die auch touristisch genutzten Strände von Nantucket gespült. Fischer protestierten daraufhin und Anwohner forderten das Ende der Mammut-Anlagen. Die Untersuchung ergab damals einen klaren Material- und Herstellungsfehler. Insgesamt mussten mehr als 60 Rotorblätter ausgetauscht werden.
𝗩𝗶𝗻𝗲𝘆𝗮𝗿𝗱 𝗪𝗶𝗻𝗱’𝘀 𝗧𝗿𝗼𝘂𝗯𝗹𝗲𝘀 𝗠𝗼𝘂𝗻𝘁 𝗗𝗲𝘀𝗽𝗶𝘁𝗲 𝗣𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗰𝗮𝗹 𝗩𝗶𝗰𝘁𝗼𝗿𝘆 𝗟𝗮𝗽
— Watts Up With That (@wattsupwiththat) July 11, 2026
Gov. Maura Healey hailed Vineyard Wind as a key to lower energy prices and independence. The project is delivering barely 300 megawatts, less than half the target.… pic.twitter.com/HdvPjL8gP4
Doch die Probleme fangen jetzt erst richtig an. Während die linksgrüne Politik des US-Bundesstaats den Bürgern das Projekt als vollen Erfolg verkaufen will, zeigen Gerichtsdokumente ein völlig anderes Bild. Vineyard-Wind-Chef Klaus Moeller musste in einer aktuellen eidesstattlichen Erklärung einräumen, dass der Windpark derzeit im Schnitt gerade einmal magere 300 Megawatt produziert – weniger als die Hälfte der eigentlich versprochenen Leistung. Von den geplanten 62 Turbinen sind 13 noch nicht einmal am Netz. Der Grund dafür sind massive, „wiederkehrende betriebliche Mängel“. Wie das Unternehmen vor Gericht zugab, spielen die Sensoren der Anlagen verrückt. Sie lösen permanent Fehlalarme aus und schalten die Turbinen reihenweise automatisch ab. Die Folge sind massive Leistungseinbrüche und ständige Netzausfälle.
Zwischen dem Betreiber und dem Turbinenhersteller GE Renewables (einer Tochter von GE Vernova) ist zudem ein erbitterter Rosenkrieg entbrannt. GE will das Projekt so schnell wie möglich verlassen und die Wartung der Pannen-Anlagen einstellen. Der Hersteller fordert vom Betreiber noch ausstehende 300 Millionen Dollar. Vineyard Wind wiederum schoss mit einer Gegenklage über 500 Millionen Dollar wegen des verheerenden Rotorblatt-Bruchs von 2024 zurück. Insgesamt geht es um einen Streitwert von 853 Millionen Dollar. Ein Richter in Boston verhinderte den Ausstieg von GE vorerst per einstweiliger Verfügung und lehnte den Antrag ab, den Fall vor ein Schiedsgericht zu bringen. Der Betreiber argumentierte, dass ein Ausstieg von GE die Existenz des Projekts gefährde. Ohne den Hersteller würde „Vineyard Wind“ laut eigenen Angaben zu einem „schlafenden Windkraft-Friedhof“ verkommen.
Vineyard Wind is struggling with operational defects and legal battles after the completion of its first major U.S. offshore project off the Massachusetts coast. https://t.co/t9sfVd7DQ8 pic.twitter.com/nCxTz7VGIs
— The Washington Times (@WashTimes) July 5, 2026
Während dieses grüne Milliardengrab die Gerichte beschäftigt, fällt auch die restliche Planung des Bundesstaates in sich zusammen. Die nächste große Ausschreibungsrunde für Offshore-Windkraft in Massachusetts musste erneut verschoben werden – auf Januar 2027. Damit hinkt der Zeitplan bereits zweieinhalb Jahre hinterher. Schlimmer noch: Ein bereits ausgewähltes Projekt wurde komplett zurückgezogen, einem anderen drohen jahrelange Verzögerungen. Insider und Behörden bestätigen bereits, dass die laufenden Verhandlungen zu deutlich höheren Strompreisen für die Verbraucher führen werden, als ursprünglich versprochen.
„Vinyard Wind“ ist ein weiteres Paradebeispiel dafür, wie weit die grünen Versprechen und die Wirklichkeit auseinanderklaffen. Man versenkt zig Milliarden in Flatterstromprojekten, die – unter anderem auch für Netzausbau, Abregelungen usw. – mit einem gewaltigen Rattenschwanz an Folgekosten daherkommen. Das führt zu weniger Versorgungssicherheit bei deutlich höheren Strompreisen für die Konsumenten.





