Hitzewelle über Europa: Der wahre Grund heißt Omega-Block – nicht CO2

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Die aktuelle Wetterlage hat nichts mit Klimawandel oder dem CO2 in der Atmosphäre zu tun. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen sogenannten Omega-Block. Das ist eine spezifische Wetterlage, die vom Jetstream verursacht wird.

Kaum steigen die Temperaturen in Europa auf über 40 Grad, überschlagen sich die Systemmedien mit Warnungen vor der nächsten „Klimakatastrophe“. Doch die aktuelle Wetterlage lässt sich auch ohne alarmistische Schlagzeilen erklären. Tatsächlich handelt es sich um ein bekanntes meteorologisches Phänomen, das seit Jahrzehnten erforscht wird: den sogenannten Omega-Block. Seinen Namen verdankt dieses Hochdrucksystem seiner charakteristischen Form. In den Höhenwetterkarten ähnelt die Strömung des Jetstreams dem griechischen Buchstaben Ω. Zwischen zwei ausgeprägten Tiefdruckgebieten baut sich ein mächtiger Hochdruckrücken auf, der sich über mehrere Tage oder sogar Wochen nahezu stationär halten kann. Eben das geschieht derzeit über Westeuropa.

Auf der Westseite des Hochdruckgebietes wird heiße Luft aus der Sahara weit nach Norden transportiert. Gleichzeitig sinkt die Luft innerhalb des Hochdruckgebietes großräumig ab. Beim Absinken wird sie komprimiert und erwärmt sich zusätzlich – ein grundlegender physikalischer Prozess, der als adiabatische Erwärmung bekannt ist. Regenwolken können sich unter diesen Bedingungen kaum bilden, die Sonneneinstrahlung nimmt zu und die Temperaturen steigen Tag für Tag weiter an.

Ein bekanntes Wetterphänomen

Meteorologen kennen solche Blockadelagen seit Langem. Sie gehören zur natürlichen Dynamik der Atmosphäre und haben bereits zahlreiche historische Hitzewellen verursacht – lange bevor der heutige CO2-Gehalt der Atmosphäre erreicht wurde. Ob Europa, Russland oder Nordamerika: Immer wieder sorgten Omega-Blöcke in der Vergangenheit für außergewöhnliche Hitzeperioden.

Oft wird behauptet, der Klimawandel führe zu häufiger auftretenden Blockadelagen. Tatsächlich ist die wissenschaftliche Lage deutlich weniger eindeutig. Eine Übersichtsarbeit mit dem Titel „Blocking and its Response to Climate Change“ von Woollings und Kollegen aus dem Jahr 2018 kommt vielmehr zu dem Schluss, dass es keine belastbaren Belege für eine Zunahme solcher Wetterblockaden gibt. Einige Klimamodelle deuten sogar darauf hin, dass die sogenannte arktische Verstärkung – also die stärkere Erwärmung der Polarregionen – die Nord-Süd-Temperaturunterschiede verringern und dadurch Blockadelagen eher seltener werden lassen könnte. Gleichzeitig betonen die Autoren allerdings, dass die Zusammenhänge weiterhin Gegenstand intensiver Forschung sind und noch erhebliche Unsicherheiten bestehen.

Warum Europa besonders betroffen ist

Auffällig ist dennoch, dass Europa seit 2019 einige extreme Hitzeepisoden erlebt hat. Global betrachtet zeigt sich dieses Muster jedoch nicht in gleicher Weise. Abgesehen von der außergewöhnlichen Hitzewelle im Nordwesten Nordamerikas im Sommer 2021 bleiben vergleichbare Ereignisse relativ regional begrenzt. Neuere Untersuchungen legen zudem nahe, dass selbst dieses nordamerikanische Ereignis möglicherweise weniger außergewöhnlich war, als behauptet wurde. Warum also trifft es derzeit ausgerechnet Europa so häufig?

Meteorologen diskutieren mehrere Erklärungsansätze. Zum einen könnten sich großräumige atmosphärische Zirkulationsmuster verändert haben, ohne dass deren Ursachen bislang vollständig verstanden sind. Zum anderen fällt auf, dass in vielen Regionen Europas seit Jahren mehr Sonnenstrahlung den Erdboden erreicht. Verantwortlich dafür dürfte unter anderem eine geringere Bedeckung mit tiefen und mittleren Schichtwolken sein. Zusätzlich könnte die deutliche Verringerung von Aerosolen durch strengere europäische Luftreinhaltevorschriften dazu beitragen, dass weniger Sonnenlicht in der Atmosphäre reflektiert wird und mehr Energie den Boden erreicht. Dieser Effekt erhöht unmittelbar die tagsüber erreichten Höchsttemperaturen.

Wetter ist nicht Klima

Die aktuelle Hitzewelle zeigt vor allem eines: Extreme Wetterereignisse entstehen aus dem Zusammenspiel zahlreicher Faktoren. Atmosphärische Strömungen, Meeresströmungen, Wolkenbedeckung, Sonneneinstrahlung und regionale Besonderheiten greifen ineinander und erzeugen ein hochkomplexes System. Einzelne Wetterlagen allein auf steigende CO2-Konzentrationen zurückzuführen, greift deshalb zu kurz. Das bedeutet keineswegs, dass sich das Klima nicht verändert – das tut es seit eh und je, auch ohne den Menschen. Es bedeutet jedoch, dass jede einzelne Hitzewelle zunächst meteorologisch erklärt werden muss. Der derzeitige Omega-Block liefert dafür eine sehr schlüssige und wissenschaftlich gut belegte Erklärung.

Karl Lauterbach, Luisa Neubauer und Co. mögen das in ihrer Klima-Hysterie zwar nicht wahrhaben wollen, doch nicht jedes Wetterereignis hat einen Bezug zum Klimawandel. Das globale Klima ist ein komplexes System mit vielen voneinander unabhängigen Variablen. So auch in Sachen Omega-Block und Hitzewelle.

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