Linke und das Establishment rätseln über den Boom der AfD. Man hatte den Bürgern doch so wacker erzählt, die Massen von Migranten, die ins Land strömen, würden niemandem etwas wegnehmen. Doch diese Mär glaubt in der Bevölkerung kaum noch jemand. Werfen wir beispielsweise einen Blick nach Hamburg: 8.510 Euro pro Monat kostet eine Wohnung in der Flüchtlingsunterkunft im Hamburger Mundsburg-Tower. Die Sozialbehörden versuchen sich an Erklärungen, doch besänftigend wirken sie nicht. Inzwischen ist den Bürgern allzu bewusst geworden, dass sie es sind, die diesen Wahnsinn finanzieren. Wenn der Staat sparen will, dann immer nur bei denen, die zahlen…
Das sind Zahlen, bei denen man als Mieter besser nicht die eigene Warmmiete danebenlegt: Das städtische Unternehmen Fördern & Wohnen nutzt 77 Wohnungen im Hamburger Mundsburg-Tower zur Unterbringung von Migranten. Eine CDU-Anfrage brachte die Kosten ans Licht: Rechnerisch fallen dort 8.510 Euro monatlich je Wohnung an.
Zum Vergleich: 56 weitere Wohnungen im selben Hochhaus werden regulär vermietet. Dort nimmt Fördern & Wohnen im Durchschnitt rund 1.150 Euro monatlich ein.
Gegenüber der MOPO hat die Sozialbehörde genauer erklärt, was hinter der Zahl steckt. Die 8.510 Euro seien keine gewöhnliche Wohnungsmiete, so rechtfertigt man sich. Dumm nur: Billiger wird die Sache dadurch nicht.
Insgesamt entstanden 2025 demnach Kosten von rund 7,864 Millionen Euro. Die Behörde verweist auf den hohen Immobilien- und Grundstückswert sowie auf Finanzierungs- und Abschreibungskosten. Hinzu kommen Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten und Wachdienst und Sozialberatung für die Migranten. Unter anderem seien eine Umstellung von Gas auf Fernwärme, eine Dachsanierung sowie Arbeiten an technischen Anlagen und der Gebäudesubstanz notwendig gewesen. Teile des Sockelgeschosses wurden außerdem mit Küchen und Sanitäreinrichtungen für die Unterbringung ausgestattet.
2025 lebten 336 Menschen in der Unterkunft. Die Kosten lagen nach Angaben der Behörde bei 1.979 Euro pro Bewohner und Monat. Im Hamburger Durchschnitt kostete ein belegter Platz in einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft dagegen knapp 42 Euro täglich beziehungsweise rund 1.260 Euro monatlich. Der Mundsburg-Tower liegt damit immer noch etwa 700 Euro pro Person und Monat über dem Durchschnitt. Das Schönrechnen und Betonen von Sanierungen und Umbauten macht die Sache aber nicht weniger ungerecht. Wer saniert denn hart arbeitenden Bürgern mal eben das Dach ihres Wohnhauses und modernisiert ihre technischen Anlagen? Der gemeine Deutsche braucht übrigens keinen Wachdienst im Mehrfamilienhaus.
Je nach Aufenthaltsstatus der Bewohner kommt ein Teil des Geldes aus dem Hamburger Haushalt und ein Teil aus dem Bundeshaushalt. Damit zahlen Steuerzahler netterweise auch deutschlandweit für den Hamburger Irrsinn.
Steuergeld aus verschiedenen Töpfen bleibt übrigens Steuergeld
Die Sozialbehörde weist außerdem darauf hin, dass rund 3,2 Millionen Euro der Kosten 2025 über Gebühreneinnahmen refinanziert wurden. Bewohner öffentlich-rechtlicher Unterkünfte zahlen grundsätzlich eine Benutzungsgebühr von regulär 889 Euro beziehungsweise ermäßigt 318 Euro monatlich.
Allerdings bleibt eine entscheidende Frage offen: Wie viele Bewohner bezahlen diese Gebühren tatsächlich aus eigenem Einkommen – und wie viele werden über Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz finanziert? Genau das konnte oder wollte die Behörde der MOPO nicht aufschlüsseln. Und das sagt wohl alles. Damit könnte ein ganz erheblicher Teil der vermeintlichen Refinanzierung schlicht bedeuten, dass öffentliches Geld aus einem staatlichen Topf in einen anderen wandert. Heißt: Die Steuerzahler haben in Wahrheit auch die „Benutzungsgebühr“ finanziert.
Schwer vermittelbar
Dem Steuerzahler kann bei diesen Zahlen schwindlig werden. Deutschland diskutiert wacker über Haushaltslöcher, neue oder höhere Steuern, steigende Sozialabgaben. Die Kassen sind leer und der Bürger arbeitet angeblich zu wenig – trotz Rekordsteuereinnahmen soll ihm noch mehr Geld abgepresst werden. Wofür? Unter anderem für solche Flüchtlingsunterkünfte wie diese in Hamburg, die fast 2.000 Euro je Bewohner und Monat kostet – oder, wenn man (zu Recht) die Gesamtkosten hernimmt, rechnerisch 8.510 Euro je Wohnung und Monat.
Wer den Menschen ständig erklärt, der Staat müsse sparen und brauche gleichzeitig mehr von ihrem Geld, muss sich die Frage gefallen lassen: Warum kann er sich dann solche Kosten leisten? Stehen Migranten in der Prioritätenliste etwa über den Bürgern? Ist es dann nicht schlicht Notwehr, wenn die Bürger die politischen Kräfte wählen, die diese hemmungslose Umverteilung beenden wollen?
