Grüner Stahl, rote Zahlen: Ökosozialismus ruiniert Deutschlands Industrie

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Die linksgrüne Klimapolitik verteuert die deutsche Stahlproduktion, verschlingt Milliarden an Steuergeld und macht ganze Industriezweige international konkurrenzunfähig. Um die wirtschaftlichen Folgen zu kaschieren, setzt Brüssel inzwischen auf Importzölle und staatlich verordnete Abnahmequoten. Doch selbst milliardenschwere Subventionen ändern nichts daran, dass grüner Wasserstoff viel zu teuer ist und die finanzielle Grundlage dieser Umverteilung irgendwann wegbricht.

Die deutsche Stahlindustrie war jahrzehntelang eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft. Automobilhersteller, Maschinenbauer und Bauunternehmen konnten sich auf leistungsfähige Stahlwerke verlassen, deren Produktion unter halbwegs vernünftigen Rahmenbedingungen auch international konkurrenzfähig war. Doch unter dem Einfluss der Klimareligion haben die deutschen Bundesregierungen und Brüsseler Eurokraten während der letzten Jahrzehnte damit begonnen, diese Grundlage systematisch zu zerstören. Sie verteuern fossile Energieträger, erhöhen die Kosten der konventionellen Stahlproduktion und drängen die Unternehmen in eine kostspielige Wasserstoffwirtschaft, die sich ohne staatliche Milliardenhilfen nicht einmal ansatzweise rechnet.

Wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, dokumentiert die aktuelle PwC-Studie „Das Ende der europäischen Stahlwirtschaft… oder einfach nur anders?„. Rund die Hälfte aller europäischen Projekte für grünen Stahl wurde bereits verschoben, verkleinert oder gestoppt. Erdgasbasierter Stahl aus den Golfstaaten soll im Jahr 2030 rund 30 Prozent günstiger sein als konventionell produzierter Stahl aus Mitteleuropa. Selbst indischer Wasserstoffstahl dürfte dann etwa 15 Prozent weniger kosten als europäischer Hochofenstahl. Für die energieintensive Primärstahlproduktion in Mitteleuropa sehen die Autoren unter den untersuchten Voraussetzungen keinen wettbewerbsfähigen Weg mehr.

Die Unwirtschaftlichkeit entsteht dabei vor allem aus politischen Gründen. Nach den Berechnungen von PwC verdoppelt die CO2-Bepreisung bis 2045 die Kosten der konventionellen Stahlproduktion. Die Studienautoren schreiben dazu: „Das ist keine Prognose, sondern Konsequenz bereits beschlossener Regulatorik.“ Brüssel macht den bisherigen Stahl also mit politischen Vorgaben künstlich teurer, damit die angeblich klimafreundlichen Alternativen irgendwann besser dastehen. Doch dadurch wird grüner Wasserstoff nicht billiger. Es steigen lediglich die Preise für alle anderen Produktionswege.

Zwei Milliarden Euro für ein Wasserstoffprojekt ohne bezahlbaren Wasserstoff

Robert Habeck und die damalige Bundesregierung sagten Thyssenkrupp rund zwei Milliarden Euro für eine Direktreduktionsanlage in Duisburg zu. Das gesamte Projekt kostet ungefähr drei Milliarden Euro und sollte Stahl mithilfe von grünem Wasserstoff produzieren. Inzwischen müssen die Förderbedingungen angepasst werden, weil der benötigte Wasserstoff weder ausreichend verfügbar noch bezahlbar ist. Die Anlage soll deshalb vorerst auch mit Erdgas betrieben werden können. Aus einem milliardenschweren Vorzeigeprojekt für grünen Wasserstoff wird damit zunächst eine staatlich subventionierte Anlage für einen fossilen Energieträger.

Thyssenkrupp benötigt für die geplante Anlage rund 143.000 Tonnen Wasserstoff jährlich. Bei einem Preis von fünf Euro je Kilogramm entstehen allein dafür Kosten von 715 Millionen Euro pro Jahr. Steigt der Preis auf 7,50 Euro, sind es bereits mehr als eine Milliarde Euro. Für die Herstellung dieser Wasserstoffmenge wären außerdem rund sieben Terawattstunden Strom notwendig – und damit ebenfalls gewaltige laufende Energiekosten. Eine staatliche Förderung beseitigt diesen Kostennachteil nicht, sondern wälzt ihn lediglich auf die Steuerzahler ab.

Gleichzeitig will Thyssenkrupp Steel rund 11.000 Arbeitsplätze streichen oder auslagern. Der Konzern investiert also mit staatlicher Hilfe Milliarden in eine wirtschaftlich fragwürdige Technologie, während Tausende Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch Salzgitter erhält für sein Projekt SALCOS rund 1,3 Milliarden Euro an Förderung, während für Saarstahl und Dillinger weitere 2,6 Milliarden Euro vorgesehen sind. Die heutige Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche trägt diese Politik ebenfalls mit und unterstützt den Umbau bei Salzgitter ausdrücklich. Der Ökosozialismus ist längst nicht mehr auf Habeck und die Grünen beschränkt.

ArcelorMittal zog dagegen bereits die Reißleine. Der Konzern gab seine geplanten Wasserstoffprojekte in Bremen und Eisenhüttenstadt auf, obwohl der Staat dafür 1,3 Milliarden Euro bereitstellen wollte. Hohe Strompreise, teurer Wasserstoff und fehlende wirtschaftliche Perspektiven machten die Vorhaben unrentabel. Stattdessen entstehen neue Elektrostahlkapazitäten bevorzugt dort, wo Unternehmen dauerhaft mit günstigeren Energiepreisen rechnen können. Frankreich profitiert dabei auch davon, dass es seine Kernkraftwerke nicht aus ideologischen Gründen abgeschaltet hat.

Brüssel verteuert den Stahl für die gesamte Wirtschaft

Anstatt die selbst verursachten Standortnachteile zu beseitigen, reagiert die EU mit neuen Handelsbarrieren. Seit dem 1. Juli 2026 gelten rund 47 Prozent niedrigere zollfreie Importkontingente für Stahl. Für Einfuhren oberhalb dieser Kontingente verlangt Brüssel einen Zoll von 50 Prozent. Hinzu kommt der CO2-Grenzausgleich CBAM, der weitere Kosten auf importierte Stahlprodukte legt. Die europäische Industrie soll dadurch vor günstigeren ausländischen Wettbewerbern geschützt werden – nachdem dieselbe Politik ihre Produktionskosten zuvor künstlich nach oben getrieben hat.

Doch die Rechnung dafür bezahlen die Unternehmen, die Stahl für ihre eigenen Produkte benötigen. Der europäische Automobilherstellerverband ACEA und weitere Industrieverbände warnen vor zusätzlichen Zollkosten von fünf bis neun Milliarden Euro jährlich, wenn die Importmengen auf dem Niveau von 2024 bleiben. Die EU-Kommission erwartet bereits einen durchschnittlichen Anstieg der Stahlpreise um 3,25 Prozent. In einzelnen Produktgruppen rechnen die betroffenen Unternehmen sogar mit Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent. Damit verteuern sich nicht nur Autos, sondern auch Maschinen, Haushaltsgeräte, Bauprojekte und industrielle Anlagen.

Die Folgen reichen weit über die Stahlbranche hinaus. Während die drei großen deutschen Projekte bei Thyssenkrupp, Salzgitter und Saarstahl/Dillinger zusammen rund 5,9 Milliarden Euro an staatlichen Förderzusagen erhalten, drohen den stahlverarbeitenden Unternehmen jedes Jahr zusätzliche Kosten in vergleichbarer Größenordnung. Der Staat pumpt Milliarden in eine politisch verteuerte Produktion und belastet zugleich jene Branchen, die den teuren Stahl anschließend kaufen müssen. Eine solche „Standortsicherung“ vernichtet die Wettbewerbsfähigkeit gleich mehrerer Industriezweige.

Weil es für den überteuerten grünen Stahl keinen ausreichend großen freiwilligen Absatzmarkt gibt, wollen die Eurokraten nun auch noch die Nachfrage regulieren. Nach dem Entwurf des Industrial Accelerator Act sollen bei bestimmten öffentlichen Aufträgen und Förderprogrammen ab 2029 mindestens 25 Prozent des verwendeten Stahls CO2-arm sein. Das betrifft unter anderem Bauvorhaben, Infrastruktur und Fahrzeuge. Anders als bei Biobrot, für das sich immerhin freiwillige Käufer finden, sollen die Abnehmer beim grünen Stahl künftig per Vorschrift zum teureren Produkt greifen.

Die EU-Kommission weiß durchaus, welche Folgen ihre Pläne haben. In ihrer eigenen Folgenabschätzung erwartet sie für die Stahl- und Aluminiumindustrie zusammen ein Plus von rund 241 Millionen Euro bei der Bruttowertschöpfung. Gleichzeitig rechnet sie bei den Automobilherstellern mit Verlusten von 291 Millionen Euro und im Baugewerbe mit weiteren 691 Millionen Euro. Hinzu kommen höhere Kosten für öffentliche Aufträge in sämtlichen Mitgliedstaaten. Die Brüsseler Umverteilungsmaschine produziert damit nicht mehr Wettbewerbsfähigkeit, sondern verteilt die Schäden auf immer größere Teile der Wirtschaft.

Vor allem jedoch trägt dieses System bereits seinen eigenen finanziellen Zusammenbruch in sich. Denn CO2-Abgaben, Energiesteuern und Emissionszertifikate sollen fossile Energieträger verteuern und zugleich Geld für die „grüne Transformation“ in die Staatskassen spülen. Doch je stärker Kohle, Erdgas und Öl verdrängt werden, desto weniger bleibt langfristig übrig, das sich zusätzlich besteuern lässt. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Wasserstoffanlagen, Stromnetze, Speicher, Reservekraftwerke und Industriesubventionen immer weiter. Die politische Umverteilung braucht also dauerhaft Einnahmen aus genau jenen Energieträgern, die sie abschaffen will.

Bleiben diese Einnahmen aus, muss der Staat neue Steuern erfinden, zusätzliche Schulden aufnehmen oder die verbliebenen Unternehmen noch stärker belasten. Grüner Wasserstoff bleibt trotzdem teuer, und deutscher Stahl bleibt gegenüber der ausländischen Konkurrenz im Nachteil. Am Ende steht die Deindustrialisierung, vernichtete Arbeitsplätze und ein wachsender Subventionsapparat, der sich nur durch immer neue Belastungen finanzieren lässt. Die Klimareligion frisst erst die Wettbewerbsfähigkeit – und anschließend ihre eigene finanzielle Grundlage.

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