Die Zahl der Geburten in Großbritannien sinkt weiter. Mittlerweile haben sogar mehr als 40 Prozent der Neugeborenen zudem mindestens ein Elternteil, das im Ausland geboren wurde. Auch ist die Fertilitätsrate weiter gesunken. In wenigen Jahrzehnten werden die autochthonen Briten eine Minderheit im eigenen Land sein.
Großbritannien kämpft mit denselben Problemen wie die meisten anderen westeuropäischen Staaten. Einerseits liegen die Geburtenraten allgemein bereits deutlich unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1, andererseits haben immer mehr Neugeborene ein oder zwei Elternteile, die außerhalb des Vereinigten Königreichs geboren wurden. Insgesamt gab es laut dem britischen Statistikamt Office for National Statistics (ONS) in England und Wales im vergangenen Jahr 585.396 Lebendgeburten. Ein Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 und der niedrigste Jahreswert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1976.
What's happening to the UK population ⬇️
— Matt Goodwin (@GoodwinMJ) May 27, 2026
The % of births in the UK where one or both parents were themselves born outside of the UK has officially increased to a new record high of 40.2%.
Of the Top 10 most common countries of origin for foreign-born mothers in the UK, 7 are…
Um das in Relation zu setzen: Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung bräuchten England und Wales rund 890.000 neu geborene Kinder. Doch nun sind es gerade einmal etwa 350.000 Kinder mit britischen Eltern, während rund 235.000 Kinder entweder einen Vater, eine Mutter oder beide Eltern hat, die im Ausland geboren wurden. In Schottland übrigens liegt die Geburtenrate mittlerweile sogar bei 1,25 und damit auf dem niedrigsten Wert seit Beginn der Personenstandsregistrierung.
Der Anteil von Neugeborenen mit mindestens einem ausländischen Elternteil nimmt übrigens weiterhin zu. Waren es im Jahr 2024 in England und Wales schon 39,5 Prozent, stieg dieser Anteil im folgenden Jahr auf 40,2 Prozent. Und es ist zu erwarten, dass es nicht mehr lange dauert, bis die 50-Prozent-Marke überschritten wird. Denn während die autochthonen Briten überaltern, sorgt die weiterhin laxe Migrationspolitik zur Ankunft von im Schnitt deutlich jüngeren Migranten.
🇬🇧 40.2% of babies born in England and Wales in 2025 had at least one foreign-born parent — the first time the figure has crossed 40%, according to new ONS data.
— Europa.com (@europa) May 27, 2026
A total of 585,396 babies were born last year, down 1.6% from 2024 and the lowest figure since 1976/77.
Around… pic.twitter.com/r4NcRtFYBE
Geburten von im Vereinigten Königreich geborenen Müttern sind in den vergangenen 15 Jahren besonders stark zurückgegangen, während Geburten unter Beteiligung im Ausland geborener Elternteile zugenommen haben. Die häufigsten Geburtsländer nicht im Vereinigten Königreich geborener Mütter waren Indien, Pakistan, Nigeria, Rumänien und Bangladesch. Bei nicht im UK geborenen Vätern war das Bild sehr ähnlich, wobei Rumänien und Bangladesch die Plätze tauschten. Indien belegt laut ONS-Daten seit 2022 bei beiden Gruppen den ersten Platz, Pakistan den zweiten. Diese Daten weisen aber auch darauf hin, dass die meisten dieser Kinder innerhalb dieser Zuwandererfamilien geboren werden und nicht innerhalb interkultureller Beziehungen.
Hochrechnungen auf Basis aktueller Geburtstrends, unter der Annahme anhaltender Nettomigration auf dem zuletzt verzeichneten Niveau (langfristiger Durchschnitt von rund 230.000 bis 250.000 pro Jahr) sowie dauerhaft niedriger einheimischer Geburtenrate, ergeben laut Modellierungen von David Coleman, emeritierter Professor für Demografie an der Universität Oxford, dass der Anteil der weißen britischen Bevölkerung bis Anfang der 2060er Jahre unter 50 Prozent der britischen Gesamtbevölkerung sinken wird. Der Anteil der weißen Briten würde demnach von heute rund 73 Prozent auf etwa 57 Prozent bis 2050 und auf nur noch ein Drittel bis 2100 zurückgehen. Ein klassischer Fall von Bevölkerungsaustausch durch Massenzuwanderung eben.
