Angesichts dessen, dass die Lage in Ceuta immer noch nicht unter Kontrolle ist und sich die Meldungen über Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen mehren, reagiert Madrid nun. Doch nicht etwa mit Massenausweisungen von Illegalen aus der Exklave, sondern mit der Umverteilung von unbegleiteten minderjährigen Mädchen aufs spanische Festland. Die sozialistische Art der Problemlösung lautet: neue Pull-Faktoren schaffen.
Während die spanische Exklave Ceuta dank der Untätigkeit der sozialistischen Zentralregierung im fernen Madrid immer mehr einem Slum in der Dritten Welt gleicht, werden bereits die nächsten Versprechungen gebrochen. Denn anstatt die mehreren tausend illegalen Migranten dort systematisch wieder über die Grenze zurück nach Marokko zu befördern, sollen nun erst einmal um die 500 unbegleitete weibliche Minderjährige aufs spanische Festland gebracht werden. Die Behauptung, niemand werde von Ceuta aus umgeschifft, erweist sich damit als weitere Lüge.
Schon zuvor wurden klammheimlich „minderjährige“ Migranten per Boot umgesiedelt. Report24 berichtete auch darüber. Doch nun kommt insbesondere angesichts der stark steigenden Zahl an Berichten über Gruppenvergewaltigungen durch die Invasoren eine offizielle Ankündigung aus dem Jugendministerium von Sira Rego. Anstatt also diese Horden an jungen Männern, die sich an den Mädchen und Frauen vergehen, hochkant aus der Exklave zu werfen, werden nun die Mädchen auf Steuerzahlerkosten umgesiedelt und versorgt.
Interessant ist vor allem, wie Madrid die Verteilung organisieren möchte. Neben dem bereits bestehenden Mechanismus einer verpflichtenden „solidarischen“ Aufnahme durch die autonomen Gemeinschaften prüft Regos Ministerium eine zusätzliche Konstruktion. Organisationen aus dem Bereich des Kinder- und Jugendschutzes sollen die Mädchen in Einrichtungen auf dem Festland aufnehmen können, ohne dass die Vormundschaft zwingend an die jeweilige autonome Gemeinschaft übertragen werden muss. Ceuta könnte damit formal zuständig bleiben, während die Minderjährigen tatsächlich Hunderte Kilometer entfernt auf dem spanischen Festland untergebracht werden. Staatssekretär Pérez sprach zudem davon, bereits vorhandene Plätze zu nutzen, die bislang unter anderem für minderjährige Asylanten von den Kanaren vorgesehen waren.
Wenn man bedenkt, dass Madrid vor kurzem noch behauptet hatte, es würden sich nur noch wenige Invasoren in Ceuta aufhalten, sticht vor allem eine Zahl ins Auge: 2.500 minderjährige Migranten sollen sich laut Schätzungen noch dort befinden. Wie viele davon in Wirklichkeit bereits erwachsen sind, weiß niemand. Und offensichtlich will man auch gar nicht wissen, wie viele illegale Migranten sich insgesamt dort aufhalten. Die Sozialisten setzen wohl lieber auf Desinformation.
Doch als ob dies nicht schon genug wäre, pinkelt Madrid mit dieser Umverteilung auch noch Brüssel ans Bein. Hieß es seitens der sozialistischen Führung noch am 7. August, dass praktisch alle Invasoren wieder nach Marokko zurückgekehrt seien und ohnehin niemand einfach so in den Schengen-Raum weiterreisen könne, sieht es nun plötzlich ganz anders aus. Insbesondere auch deshalb, weil Brüssel erst am 18. August ausdrücklich klarstellte, dass auch unbegleitete Minderjährige wieder nach Marokko zurückgeschickt werden müssten.
Als die EU-Kommission darauf angesprochen wurde, zeigte sich die Kommission entsprechend wenig informiert. Vom geplanten Transfer der 500 Mädchen habe man zunächst aus den Medien erfahren. Doch was schert dies die regierenden Sozialisten? Da sie ohnehin schon damit rechnen müssen, bei den nächsten Wahlen massiv abgestraft zu werden, schaffen sie lieber neue Pull-Faktoren. Jede Meldung über die Verschiffung von minderjährigen Migranten aufs spanische Festland bekräftigt noch mehr junge Marokkaner (und sonstige Afrikaner), sich auf den Weg nach Ceuta zu machen.
