Was haben Sie eigentlich gegen Windräder? Diese Frage wird mir oft gestellt und noch viele andere, zum Thema Windstrom. Die gängigsten Fragen sind hier aufgelistet und werden beantwortet. Ich nenne die Windindustrie Verschwind-Industrie, weil der Strom ein Zappelstrom ist. Einmal zu wenig, einmal zu viel, ist nur eines Narren erklärtes Ziel.
Von Angelika Starkl
Sind Windindustrieanlagen grün, sauber und nachhaltig?
Nein! Woher stammen die Materialien für eine Windmaschine und welche Wege nehmen sie? Da die Spießrotoren eine gigantische Dimension erreichen – die neueste Generation hat eine Länge von über hundert Metern – müssen sie gleichzeitig von extremer Leichtigkeit und Festigkeit sein. Daher wählen die Erzeuger das leichte, hochstabile Balsaholz. Es wächst in den Urwäldern des Amazonas. Dort schneidet man zu seiner Gewinnung Riesenschneisen in den unberührten Regenwald. Mit Schwerstöl, dem grindigsten Abfallprodukt der Erdölindustrie, durch monströse Schiffsdieselaggregate angetrieben, wird diese Balsa-Holzfracht nach China verschifft. Dort werden sie mit Verbundkunststoffen und PFAS‑Ewigkeitschemikalien umhüllt. Um die halbe Welt geht die Reise dann abermals mit Schwerstöl-Schiffen nach Europa. Allein dieser ökologische Fußabdruck ist so gigantisch, dass ein Gutteil der Laufzeit ihn kaum kompensieren kann. Bis zu 600 Liter Getriebeöl (regelmäßig zu wechseln) für einen reibungslosen Betrieb in den Gondeln, bislang mit SF6, Schwefelhexafluorid, als Isoliergas in den elektrischen Schaltanlagen eingesetzt, würzen diese ökologische Sünde. Entweichen nur wenige Moleküle, ist die gesamte CO2-Bilanz einer großen Anlage mit einem Mal zunichtegemacht.
Der Betonsockel des Spießrotors braucht mindestens 2000 Kubikmeter Stahlbeton. Sowohl die Stahl- als auch die Betonerzeugung benötigen in der Hüttenindustrie und in den Zementöfen gigantische Energie- und Umweltressourcen. Sie strapazieren die ökologische Gesamtbilanz ins Kaum-Verantwortbare. War vor wenigen Jahren noch das Thema Bodenversiegelung sehr präsent in der Öffentlichkeit, unter anderem durch die Kampagnen der Hagelversicherung, so hört man heute davon fast nichts. Hängt es damit zusammen, dass die Windindustrielobby sich auf die Zehen getreten fühlt? Eine einzige Anlage verursacht die Verdichtung von zigtausend Quadratmetern Boden für Standplatz, und schwerlastfähige Montage- und Servicewege. Wasserführungen im Boden werden ruiniert, der Waldboden einer Aufheizung preisgegeben. Das ökologische Gleichgewicht der Erde wird vernichtet, Fauna und Flora werden zerstört. Randzonen stehen dem Angriff von Sturm und Hitze schutzlos gegenüber. Was daran ist bitte grün, sauber und nachhaltig?
Wo soll denn der Strom sonst herkommen?
Gegenfrage: Woher kam er vor den Windmaschinen? Erst seit wenigen Jahren boomt die Windindustrie. Sie steht jetzt bei 6‑%‑Anteil. Das ist verschwindend.
Warum wird dann die Windindustrie so gehypt?
Weil sie viel Geld verdient und Medien das Mindset errichten. Sie machen Propaganda, um eine Geisteshaltung aufzubauen. Schon allein die Begriffe, die sie verbreiten, wie „grün“, „nachhaltig“ und „sauber“, sind reine Propaganda, weil’s nicht wahr ist. Es ist auch kein Rad und kein Park. Es sind monströse Industrieanlagen, die eine Naturlandschaft dominant beeinflussen und zur Fratze machen. Das wird verharmlost und auch die Nachteile kommen nicht in den Fokus. Fragt man die Bürger, sagen 97 % der Menschen: Das mit den Nachteilen hab’ ich ja gar nicht gewusst. Ein Beweis, dass im öffentlichen Raum die kritischen Fragen ausgeblendet werden. Es gibt keine Verantwortungsträger für die nachteiligen Folgen. Auch die Rechtsordnung versagt, weil die Gefährdung der Sicherheit mit Konsequenzen bedroht wäre. Ein Beispiel: Die EU hat die Verwendung von PFAS bereits untersagt. Das sind künstliche Chemikalien, extrem langlebig. Man nennt sie Ewigkeitschemikalien, die nie abgebaut werden. Dennoch findet die Verseuchung durch den Abrieb der Rotorblätter großflächig statt. Sie reichern sich im Boden an, im Wasser, in Tieren, Pflanzen und in menschlichen Körpern. Sie stehen im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen und Krebserkrankungen zu steigern. Der Grenzwert im Trinkwasser liegt bei 0,1 Milligramm pro Liter. Es gibt zwar noch keine Messverfahren für die Vergiftungen und trotzdem stellen sie den Scheiß auf die Felder.
Sind Menschen durch Windindustrie noch in anderer Hinsicht gefährdet?
Ja! Die Windmaschinen stehen extrem nahe bei den Wohnsiedlungen, in 1,2 km Entfernung. Diese Zahl wurde vor vielen Jahren für 60 Meter hohe Türme errechnet und bis heute nie nachgebessert. Heute sind die Türme mit dem Rotorblatt 300 Meter hoch. Warum wurde der Abstand nicht korrigiert? Ganz einfach: Es wäre das Ende der Windindustrie in Österreich. Wir sind ein kleines Land.
Was gefällt Ihnen optisch an den Windrädern nicht?
Die Erfahrung und der Anblick der unberührten Natur mit ihrer Größe und Weite schaffen eine Ausgeglichenheit der Seele. Technische Großgebilde sind Störfaktoren, sie dominieren den ganzen Horizont. Diese Dominanz ist zwingend und stellt einen Herrschaftsanspruch dar. Die Bewegung der Rotoren zieht unwillkürlich Aufmerksamkeit auf sich, weil wir Bewegungen als Gefahrenpotenzial wahrnehmen. Es gibt kein Zur-Ruhe-Kommen in der Nähe solcher Industrieanlagen. Optisch nicht, akustisch nicht und psychologisch nicht. Menschen, die Windanlagen nicht störend empfinden, haben sie meist nicht in ihrer Nähe. Sie haben die Freiheit, sich dem Anblick jederzeit zu entziehen.
Wird das Volk über den Aufbau des Stromnetzes infomiert?
Nein! Menschen glauben, dass der Strom der vor ihren Augen rotierenden Maschinen direkt zu ihnen kommt. Die unkritischen Medien kolportieren diese Augenauswischerei auch noch: Sie schreiben, dass die Anlagen X Haushalte mit Strom versorgen. Und die Bürger meinen, weil sie in der Nähe stehen, es wären ihre Haushalte. Dass sie dabei jeden zusätzlich unzuverlässigen, erzwungenen Stromgenerator und weitere Netzstabilisierungskosten zu berappen haben, wird ihnen verschweigen.
Warum sprechen sich so viele Bürgermeister für die Windenergie aus?
Das ist reine Anfütterung! Viele Gemeinden sind bankrott. Ihnen werden von der Windlobby 30 bis 50.000 Euro pro Windrad pro Jahr versprochen. Viel Geld für verzweifelte Säckelwarte! Sie glauben, ihre Gemeinde sanieren zu können, und fragen nicht, woher das Geld kommt. Es kommt immer vom Letztverbraucher, vom Steuerzahler! Sie gehen blank und unwissend in eine unumkehrbare Situation und opfern blindlings die Landschaft um ihre Gemeinde und gefährden deren natürliche Ressourcen.
Wie schaut das bei den Bauern aus?
Landwirte stehen unter ökonomischem Druck. Tausende haben ihre Betriebe geschlossen, weil es sich nicht mehr rentiert. Fördergelder kommen nur den größten Bauern zugute. So gesehen weiß jeder Landwirt, dass er das Geld nicht mit bodenständiger Bewirtschaftung hereinbekommt. Da ist das Angebot der Betreiber der Windindustrie verlockend: 15 bis 20.000 pro Windmaschine pro Jahr. Viel Geld für null Arbeit, scheint es. Aber: Der Bauer haftet, weil er weiter Grundeigentümer bleibt. Im schlimmsten Fall kommen Forderungen auf ihn zu, die ihm seinen Besitz kosten.
Stellen Sie sich vor, die 600 Liter Getriebeöl verseuchen seinen Ackerboden und der Betreiber entzieht sich seiner wirtschaftlichen Verantwortung durch Insolvenz. Der Bauer bleibt auf 2000 Kubikmetern Stahlbeton auf seinem Feld sitzen, seine Feldfrüchte werden 20 Jahre lang mit hochgiftigem Abrieb verseucht, an die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel ist nicht mehr zu denken. Ganz zu schweigen vom kontaminierten Grundwasser. Denn sollte sich in den kommenden Jahren herausstellen, dass die Verbundstoffe ähnlich wie Asbest wirken, wird man um einen sofortigen Stopp der Anlagen und großflächigen Humusaustausch nicht herumkommen. Wer kann das bezahlen? Wer hat das bestellt? Hier findet die ruinöse Politik für die Zerstörung der Landwirtschaft ihre Fortsetzung.
