Nach dem Massenansturm auf Ceuta erheben Polizisten neue schwere Vorwürfe: Marokkanische Migranten sollen Mädchen in die Berge schleppen und dort in Gruppen vergewaltigen. Während Frauen und selbst Kinder Schutz in unmittelbarer Nähe von Polizeifahrzeugen suchen, können mutmaßliche Täter nach Angaben der Gewerkschaft JUPOL in den unübersichtlichen Lagern untertauchen. Madrid spricht trotzdem von „sicheren Räumen“ für die Minderjährigen – doch die Berichte aus der spanischen Exklave zeichnen ein völlig anderes Bild.
Oberhalb des völlig überlasteten Aufnahmezentrums CETI beginnen die bewaldeten Hänge von Ceuta. Dort haben sich nach dem Grenzsturm vom 30. Juli zahlreiche Migranten in improvisierten Lagern eingerichtet. Eben dort verortet die Polizeigewerkschaft JUPOL nun einige der schlimmsten Auswüchse der Krise. Sprecherin Laura García schilderte gegenüber OKDiario, marokkanische Migranten würden Mädchen in diese Gebiete schleppen und dort gemeinsam vergewaltigen. Gaceta griff die Aussagen am Dienstag auf. Nach Darstellung der Gewerkschafterin übersteigt die tatsächliche Zahl der Übergriffe sogar jene der Anzeigen, weil viele Betroffene aus Angst schweigen.
🚨BREAKING: Spain's own national Police Union JUPOL has put out an emergency warning to get young girls off the streets of Ceuta
— Basil the Great (@BasilTheGreat) August 18, 2026
– Girls are being grabbed by migrant gangs and dragged into the mountains to be gang raped
– The media aren't even reporting this, it's the POLICE pic.twitter.com/g9hWwvcjqq
„Heute laufen Vergewaltiger und Pädophile frei in Ceuta herum“, warnt García. Das Hauptproblem liegt demnach nicht nur in der Zahl der Straftaten, sondern auch in der Möglichkeit der Täter, anschließend wieder in der Masse unterzutauchen. Tausende Menschen halten sich weiterhin außerhalb regulärer Unterkünfte auf, viele ohne feste Adresse und teilweise in schwer zugänglichem Gelände. Wer dort nach einem Übergriff verschwindet, stellt die ohnehin überlasteten Sicherheitskräfte vor erhebliche Probleme bei Identifizierung und Festnahme. Die Polizei steht damit vor einer Situation, die der Grenzsturm innerhalb weniger Stunden geschaffen hat und die Madrid auch Wochen später nicht unter Kontrolle gebracht hat.
Besonders verstörend fällt Garcías Schilderung über jene Mädchen und jungen Frauen aus, die sich möglichst nahe an Polizeifahrzeugen aufhalten. JUPOL spricht von rund 30 Betroffenen; einige Mädchen sollen erst zehn Jahre alt sein. Die Nähe zur Polizei bietet ihnen offenbar wenigstens ein Mindestmaß an Schutz vor Übergriffen. Gaceta berichtet sogar davon, dass Minderjährige unter beziehungsweise unmittelbar bei den Fahrzeugen Schutz suchten. Dass Kinder auf spanischem Staatsgebiet Polizeiwagen als letzte Zuflucht vor sexueller Gewalt betrachten müssen, sagt mehr über die tatsächlichen Zustände in Ceuta aus als alles Andere.
Frauen und Mädchen verstecken sich bei der Polizei
Unabhängige Berichte bestätigen zumindest die Angst der Frauen in diesen Lagern. Reuters sprach vor Ort mit Migrantinnen, die ihr provisorisches Nachtlager bewusst direkt neben einem Polizeifahrzeug aufgeschlagen hatten. Eine 28-jährige Marokkanerin berichtete, Männer würden Frauen nachts verfolgen und sogar auf dem Weg zur Toilette bedrängen. Eine andere Frau schilderte, wie sich die Betroffenen mit Rufen gegenseitig alarmieren, sobald sich Männer nähern. Reuters nennt in diesen Zeugenaussagen Männer unterschiedlicher Herkunft. Der Sindicato Unificado de Policía (SUP) bestätigt zugleich, dass sich ein großer Teil der gemeldeten Sexualdelikte an Stränden und in jenen bewaldeten Gebieten ereignete, in denen sich Migranten niedergelassen haben.
Report24 berichtete bereits über die ersten Vergewaltigungs- und Missbrauchsfälle nach dem Grenzsturm. Seitdem ist die Zahl weiter gestiegen. Der SUP nannte Reuters am 18. August 15 gemeldete Sexualdelikte seit dem 30. Juli, die große Mehrheit der Opfer sei minderjährig. Später kursierten bereits Angaben über insgesamt 19 Anzeigen bei Policía Nacional, Guardia Civil und Policía Local. Damit geht es längst nicht mehr um einzelne Vorfälle, die sich in einer Ausnahmesituation zufällig häufen. Polizei, Gerichte und medizinische Einrichtungen beschäftigen sich inzwischen fortlaufend mit Sexualdelikten im Umfeld der Migranten-Invasion nach Ceuta.
Invaders in Ceuta boast about raping girls in the forest there.
— PATRIOT WATCH X (@patriotwatchx0) August 16, 2026
Dirty Sánchez has more blood on his hands!
FOLLOW ME, THE NEXT DROP WILL BE SHOCKING. pic.twitter.com/BZMNrHCpoQ
Mehrere Fälle liegen bereits bei der Justiz. RTVE berichtete unter Berufung auf Justizquellen von drei marokkanischen Migranten, gegen die Verfahren wegen sexueller Übergriffe laufen. Einen Beschuldigten schickte ein Richter in Untersuchungshaft, weil er eine Minderjährige vergewaltigt und anschließend zum Drogenverkauf gezwungen haben soll. Ein weiterer Mann kam wegen sexueller Übergriffe auf ein minderjähriges Mädchen in Haft. Bei einem dritten Beschuldigten, der eine erwachsene Frau angegriffen haben soll, ordnete die Justiz die Abschiebung nach Marokko an. Die Warnungen der Polizeigewerkschaften stehen damit vor einem Hintergrund, in dem schwere Sexualstraftaten längst Ermittlungen, Haftentscheidungen und Gerichtsverfahren ausgelöst haben.
Umso unglaubwürdiger wirken die Aussagen von Mitgliedern der sozialistischen spanischen Regierung. Gleichstellungsministerin Ana Redondo erklärte noch am 14. August, die minderjährigen Mädchen würden keineswegs schutzlos durch Ceuta streifen. Nach den Informationen ihrer Behörden befänden sie sich in „sicheren Räumen“, erhielten Betreuung und seien geschützt. Nur wenige Tage später berichten Frauen gegenüber Reuters, dass sie lieber neben einem Polizeifahrzeug schlafen, weil sie Übergriffe fürchten. JUPOL wiederum beschreibt minderjährige Mädchen, die ebenfalls bei Einsatzfahrzeugen Schutz suchen, und warnt vor Gruppenvergewaltigungen in den Bergen. Wie sicher kann ein „sicherer Raum“ sein, wenn die Betroffenen nachts die Nähe bewaffneter Polizisten suchen müssen?
Noch heftiger ist Garcías Vorwurf, dass die Sicherheitskräfte die wilden Lager offenbar gar nicht systematisch räumen sollen. Die Policía Nacional erhält nach Angaben von JUPOL inzwischen rund 200 Anrufe täglich. Trotzdem habe Madrid keine entsprechenden Einsatzbefehle erteilt, um die improvisierten Lager in den Bergen aufzulösen und deren Bewohner an kontrollierte Orte zu bringen. Die Beamten greifen ein, wenn sie Straftaten beobachten oder Anzeigen aufnehmen müssen, doch die Strukturen selbst bleiben bestehen. Ausgerechnet jene schwer einsehbaren Gebiete, die Polizeigewerkschaften mit Übergriffen und Gewalt in Verbindung bringen, dienen Tausenden illegalen Invasoren weiterhin als Schlafplatz und Rückzugsraum.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska räumte am 13. August selbst ein, dass sich noch etwa 5.000 illegal eingereiste Migranten in Ceuta befänden. Andere Schätzungen lagen höher. Reuters bezifferte die Zahl fünf Tage später auf 5.000 bis 8.000 Menschen und meldete 2.168 registrierte Minderjährige. Das CETI beherbergte zu diesem Zeitpunkt etwa 700 Menschen und lag bereits rund 200 Plätze über seiner regulären Kapazität. Der Rest verteilt sich auf andere Einrichtungen, Straßen, Strände und improvisierte Lager. Madrid hat die Grenze inzwischen wieder weitgehend abgeriegelt – doch die Folgen des Durchbruchs vom 30. Juli bleiben auf spanischer Seite zurück.
Auch Polizei und Justiz zahlen mittlerweile den Preis. El Faro de Ceuta berichtet von Tagen, an denen die Gerichte 15 bis 20 Fälle bearbeiten müssen; in einem gewöhnlichen August seien es lediglich zwei oder drei Festgenommene täglich gewesen. Rund 95 Prozent der zusätzlichen Verfahren stünden demnach mit Menschen in Verbindung, die Ende Juli aus Marokko nach Ceuta gelangten. Bei Identitätsprüfungen stoßen Beamte zudem immer wieder auf offene Verfahren, Fahndungen oder bereits bestehende Einreiseverbote. Der Massenansturm brachte also nicht nur Zehntausende Menschen über die Grenze, sondern zwang Polizei, Gerichte, Gesundheitsdienste und Betreuungseinrichtungen binnen Stunden in einen Ausnahmezustand, dessen Folgen Wochen später noch immer nicht bewältigt worden sind.
Die neuen Aussagen von JUPOL zeigen, was geschieht, wenn ein Staat zwar die Grenze irgendwann wieder schließt, aber die Folgen eines vorherigen Kontrollverlusts nicht beseitigt. Erst entstanden überfüllte Unterkünfte und wilde Lager, dann häuften sich Anzeigen wegen sexueller Gewalt – und nun berichten Polizisten von Männern, die Mädchen in die Berge schleppen und dort gemeinsam vergewaltigen. Während die Regierung in Madrid weiterhin von Betreuung und Sicherheit spricht, suchen Frauen und Kinder Schutz bei Polizeifahrzeugen. Die Frage, die sich stellt, lautet: Warum lässt die spanische Regierung jene Zustände weiter bestehen, obwohl ihre eigenen Polizisten inzwischen öffentlich davor warnen?






