Greta Thunberg hat den nächsten internationalen Konflikt für sich entdeckt. Nach ihren Gaza-Flottillen und ihrer hasserfüllten Kampagne gegen Israel nimmt die Schwedin nun Marokko ins Visier. Beim Zurich Film Festival trommelte sie für die Sache der Sahrauis – und als bei einer Podiumsdiskussion trotz rund 300 Reservierungen nur etwa 40 Menschen erschienen, warf sie Rabat vor, dahinter zu stecken.
Vom Schulstreik fürs Klima ist nicht mehr viel übrig geblieben. Greta Thunberg ist längst zur politischen Daueraktivistin geworden, die von einem internationalen Konflikt zum nächsten zieht und dabei regelmäßig maximale Konfrontation sucht. Besonders deutlich wurde das bei ihrem antiisraelischen Gaza-Aktivismus. Zusammen mit Antisemiten und Israelfeinden wollte sie Israels Seeblockade durchbrechen, stellte sich demonstrativ gegen den jüdischen Staat und erhob schwerste Vorwürfe gegen dessen legitimes Vorgehen gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen. Nun also Westsahara.
Beim Zurich Film Festival trat Thunberg im Umfeld der Weltpremiere des Dokumentarfilms „My Home of Wind and Sand“ auf. Der Film begleitet die sahrauische Aktivistin Najla Mohamed Lamin, die in einem Flüchtlingslager in Algerien geboren wurde und sich für eine unabhängige Westsahara einsetzt. Thunberg hatte bereits 2025 ein sahrauisches Flüchtlingslager besucht. Seither verbindet sie den Konflikt mit klima- und sozialpolitischen Forderungen.
Greta macht sich neue Feinde
Die Klimaaktivistin wollte in Zürich auf den Konflikt in der Westsahara aufmerksam machen. Doch für das Podium wurden anscheinend Tickets im grossen Stil reserviert. https://t.co/jaU7NHAO94 pic.twitter.com/ZjHra0wLPU
— Tages-Anzeiger (@tagesanzeiger) September 30, 2026
In Zürich teilte die Schwedin heftig gegen Marokko aus. Sie sprach von „Besatzung“ und „Verrat“ und forderte Menschen in privilegierten Ländern auf, sich hinter die Sahrauis zu stellen. Damit hat die frühere Galionsfigur der Klimabewegung nach Israel den nächsten Staat auf ihrer politischen Abschussliste. Für Schlagzeilen sorgte dann allerdings nicht unbedingt ihre Rede. Alle rund 300 kostenlosen Tickets für die Podiumsdiskussion waren reserviert. Tatsächlich erschienen laut Keystone-SDA lediglich etwa 40 Menschen. Rund 260 Plätze blieben leer.
Offiziell heißt es, die Nachfrage sei sehr groß gewesen, so dass man die Ausgabe auf vier Tickets pro Person begrenzt hatte. Doch falls es sich tatsächlich um eine gezielte Aktion gehandelt hat, dann war diese offensichtlich sehr erfolgreich. Greta selbst wirft der marokkanischen Regierung vor, die Veranstaltung sabotiert zu haben. Doch seitens der Veranstalter selbst sieht man keine Hinweise diesbezüglich. Interessant ist hierbei, dass beispielsweise das Portal „Swissinfo.ch“ die ursprünglichen Meldungen auch in deutscher Sprache veröffentlichte – nicht jedoch jene über den leeren Saal.
Wie viele der zusätzlichen Reservierungsversuche (also die angeblich so hohe Nachfrage) auch von Leuten kamen, denen Greta einfach gegen den Strich geht, ist nicht bekannt. Ob es nun Menschen sind, denen der Klimawahn auf den Wecker geht, die ihren Israel-Hass und ihre Gaza-Terroristen-Unterstützung ablehnen, oder aber auch Marokkaner – mit ihrem verqueren Dauer-Aktivismus hat sie sich nicht nur Freunde gemacht. Und nun beschwert sie sich darüber, dass auch ihre Gegner ihre eigene Form des Aktivismus gefunden haben? Da ist aber jemand sehr dünnhäutig …
