Ceuta: „Erschöpfte Migranten“? Reuters übt sich in Propaganda

(C) Report24/KI

Während zehntausende Marokkaner Ceuta stürmten, versuchte die Presseagentur Reuters auf die Tränendrüse zu drücken. Ein Video soll zeigen, wie die spanischen Grenzschützer angeblich „erschöpften Migranten“ medizinische Hilfe leisteten, nachdem diese ein paar Meter um die Grenzanlagen herumgeschwommen waren. Auf X machen sich die Nutzer bereits darüber lustig.

Bei der internationalen Nachrichtenagentur Reuters scheint man die Medienkonsumenten für geografische Wildsauen zu halten. Anders kann man sich das am 1. August verbreitete Propagandavideo (welches es sicherlich auch in mehreren Ländern in die TV-Nachrichten schaffte) nicht erklären. Denn dort wurden Bilder von angeblich schwer erschöpften jungen Marokkanern gezeigt, die nach den paar Metern im Wasser angeblich medizinische Hilfe benötigt hätten.

Das Video, das alleine auf X mehr als 4,1 Millionen mal aufgerufen wurde, zeigt dabei ein paar dieser Invasoren, die von spanischen Soldaten und Sanitätern versorgt und weggebracht wurden. Dieselben Bilder zeigen jedoch auch die relativ kurze Grenzmauer, die ins Meer reicht und von den jungen, kräftigen Männern problemlos zu Zehntausenden umschwommen wurde.

Entsprechend hämisch fielen auch unzählige Kommentare aus. Unter anderem wurden Grafiken und Screenshots von Google Maps unter dem Video gepostet, die verdeutlichen, wie kurz dieser Weg eigentlich war.

Die Aufmachung des Videos hatte dabei nicht einfach nur einen simplen Nachrichtenwert zum Ziel, sondern die emotionale Beeinflussung der Zuschauer. Dabei dürfte diese kurze Strecke sogar für einen ungeübten Schwimmer kein sonderlich großen Problem dargestellt haben.

Damit wird jedoch auch wieder einmal deutlich, wie wenig selbst Meldungen der großen Nachrichtenagenturen (darüber, dass beispielsweise die Associated Press/AP die Hamas nicht mehr „Terrororganisation“ nennen darf, bzw. von Klimaspinnern mitfinanziert wird, haben wir bereits berichtet) überhaupt etwas mit der klassischen Zusammenstellung von simplen Nachrichtentexten zu tun haben. Vielmehr werden sie zu medialen Multiplikatoren, die bestimmte Narrative weltweit an tausende Medienunternehmen ausliefern.

Angesichts dessen, dass dramatisches Bildmaterial zudem zum täglichen Mediengeschäft gehört und schon während der Migrationskrise 2015/2016 immer wieder in die mediale Trickkiste gegriffen wurde (man zeigte z.B. vorzugsweise Frauen und Kinder, obwohl es sich mehrheitlich um Männer handelte, die über die Grenzen strömten), stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit dieses Videomaterial eine echte Szene zeigt, oder aber extra für extra emotionales Bildmaterial gestellt wurde.

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