Bevölkerungsaustausch bis 2045 unumkehrbar? Neues Modell rechnet mit Remigration dagegen

(C) Report24/KI

Deutschland 2045, Österreich 2052 und die Schweiz schon 2038: Ein neues Demografie-Modell errechnet, wann die autochthone Bevölkerung in europäischen Staaten zur Minderheit wird. Das Institut für Remigration kritisiert diese Entwicklung klar als Bevölkerungsaustausch und stellt diesem ein nun alternatives Remigrationsszenario vor. Das zeigt: Die bisherige Entwicklung ist nicht unumkehrbar. Doch die Zeit drängt.

Noch 19 Jahre, dann könnten Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland erstmals die Mehrheit stellen. Zumindest nach den Berechnungen des Instituts für Remigration, das für 2045 einen entsprechenden Kipppunkt errechnet. In Österreich soll die 50-Prozent-Marke nach diesem Modell 2052 überschritten werden, in der Schweiz bereits 2038. Das neue IFR Demography Dashboard stellt damit Zahlen in den Raum, die als scharfe Warnung für die kommenden Generationen verstanden werden dürfen. Diese Entwicklung ist eine Gefahr für die ethnokulturelle Kontinuität der europäischen Völker. Doch das IFR setzt ihr ein Remigrationsszenario entgegen.

Der Bevölkerungsaustausch schreitet voran

Die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur lassen sich bereits anhand amtlicher Statistiken nachvollziehen. In Deutschland hatten 2025 rund 25,8 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. Das waren 31,1 Prozent der Bevölkerung in Privathaushalten. Bei den Kindern unter fünf Jahren lag dieser Anteil sogar bei 42,7 Prozent. In Österreich stieg er von 21,4 Prozent im Jahr 2015 auf 28,2 Prozent im Jahr 2025. Allein dort leben inzwischen rund 2,55 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Unterschiede zwischen den Altersgruppen sind erheblich. Welche Bevölkerungsanteile sich daraus in den kommenden Jahrzehnten ergeben, hängt allerdings auch von künftigen Geburtenraten, Wanderungsbewegungen und den verwendeten statistischen Definitionen ab.

Das Institut hat für 14 europäische Staaten eigene Bevölkerungsmodelle erstellt. Frankreich wird zusätzlich anhand einer externen Projektion dargestellt. Die Berechnungen schreiben unter anderem die durchschnittliche Zu- und Abwanderung der Jahre 2015 bis 2024 fort. Hinzu kommen Annahmen über Geburten und Sterbefälle. Die Betreiber bezeichnen einen möglichen Verlust der statistisch definierten einheimischen Bevölkerungsmehrheit als Bevölkerungsaustausch. Ihr politisches Ziel ist entsprechend eindeutig: Sie wollen diesen Verlauf durch eine grundlegende Änderung der Migrationspolitik umkehren.

Die Lösung: Remigration

Dafür setzt das Institut auf Remigration. Im alternativen Szenario wird die migrantische Neuzuwanderung auf zehn Prozent des bisherigen Modellniveaus reduziert. Gleichzeitig nimmt es eine zusätzliche jährliche Abwanderung von einem Prozent der ursprünglich erfassten migrantischen Bevölkerung an. Auf Deutschland umgerechnet entspricht dies rund 259.000 zusätzlichen Abwanderungen jährlich. Laut Modell würde der Migrantenanteil damit bis 2111 auf unter fünf Prozent sinken, in Österreich bis 2091 und in der Schweiz bis 2088. Das Institut versteht diese Gegenrechnung als Argument dafür, Zuwanderungsbegrenzungen mit einer umfassenden Remigrationspolitik zu verbinden. Welche gesetzlichen Maßnahmen dafür erforderlich wären und wie sich diese umsetzen ließen, lässt sich aus der Bevölkerungsrechnung allein allerdings nicht beantworten.

Für Deutschland übernimmt das Institut die Geburtenraten ausländischer Staatsbürgerinnen als Berechnungsgrundlage für die größere Bevölkerungsgruppe mit Migrationshintergrund. Kinder werden dabei der Gruppe ihrer Mutter zugerechnet, gemischte Familien nicht gesondert erfasst. Zur Gruppe mit Migrationshintergrund zählen statistisch auch Eingebürgerte, Spätaussiedler und europäische Zuwanderer. Auf dieser Grundlage berechnet das Institut, wie sich die Bevölkerungsanteile über die kommenden Generationen entwickeln und welchen Unterschied eine umfassende Remigration machen würde.

Was tun? Jeder kann aktiv werden

Das interaktive Dashboard stellt zwei grundverschiedene Entwicklungspfade gegenüber. Im Status-quo-Szenario überschreitet der Migrantenanteil in Deutschland bereits 2045 die 50-Prozent-Marke. Im Remigrationsszenario fällt er bis 2111 unter fünf Prozent. Das Abwenden des demografischen Kipppunktes geschieht aber keineswegs automatisch, wie im Dashboard gewarnt wird: Dafür müssen die Menschen aktiv werden. Auf der Unterseite „Was tun?“ wird mit persönlichem politischem Engagement ein Punkt angesprochen, zu dem jeder etwas beitragen kann:

Informieren Sie sich darüber, welche Parteien und Bewegungen in Ihrem Land die Masseneinwanderung ablehnen. Sprechen Sie das Thema im persönlichen Umfeld, bei öffentlichen Veranstaltungen und in politischen Debatten an und nutzen Sie die demokratischen Möglichkeiten, die Ihnen offenstehen. Remigration wird nur dann Teil der politischen Agenda, wenn Bürger öffentlich dafür eintreten.

Auch das Teilen und Verbreiten des Dashboards wird empfohlen, weil viele Menschen die demografische Entwicklung Europas bislang nicht derartig aufbereitet gesehen haben.

Der Link zur Website lautet: https://demography-dashboard.remigrationinstitute26.workers.dev/de/

Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende!

Informationen abseits des Mainstreams werden online mehr denn je bekämpft. Um schnell und zensursicher informiert zu bleiben, folgen Sie uns auf Telegram oder abonnieren Sie unseren Newsletter! Wenn Sie mit dafür sorgen möchten, dass unser unabhängiger Journalismus weiterhin eine Gegenstimme zu regierungstreuen und staatlich geförderten Medien bildet, freuen wir uns außerdem sehr über Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie Report24 via Paypal: