Wer sich heute online ein zweites Standbein aufbauen möchte, landet schnell bei Social Media, Personal Branding oder Videoformaten. Doch nicht jeder will das eigene Gesicht zur Marke machen. Genau hier setzt Monika Kurz mit Monis Chatting Stube an. Ihre anonyme Chatter-Methode richtet sich vor allem an Angestellte, die zusätzlich verdienen möchten, ohne ihre Festanstellung aufzugeben oder öffentlich aufzutreten. Statt Selbstdarstellung stehen schriftliche Kommunikation, flexible Arbeitszeiten und persönliche Begleitung im Mittelpunkt.
Bei der anonymen Chatter-Methode erfolgt die Tätigkeit schriftlich über eine Plattform. Nach Angaben von Monika Kurz müssen die Chatter weder Videos produzieren noch ein eigenes Social-Media-Profil für die Tätigkeit aufbauen. Das unterscheidet das Modell von vielen digitalen Nebenverdiensten, bei denen öffentliche Sichtbarkeit eine größere Rolle spielt. Für Kurz ist gerade diese Zurückhaltung ein wichtiger Bestandteil des Konzepts. Für Menschen, die dennoch von zu Hause aus zusätzlich arbeiten möchten, soll das anonyme Chatten damit eine Alternative darstellen.
Monika Kurz kennt die Situation aus eigener Erfahrung
Die Idee hinter Monis Chatting Stube entstand aus der eigenen beruflichen Situation von Monika Kurz. Auch sie war angestellt und suchte nach einer Möglichkeit, zusätzliches Einkommen aufzubauen, ohne ihre berufliche Sicherheit unmittelbar aufzugeben. Dabei stieß sie auf das Online-Chatten und probierte die Tätigkeit zunächst selbst aus. Mit der Zeit entwickelte sich daraus der Wunsch, die eigenen Erfahrungen weiterzugeben und einen strukturierten Rahmen für andere zu schaffen. Die Zielgruppe ist klar definiert: Angestellte, die sich finanziell mehr Spielraum wünschen, gleichzeitig aber nicht bereit oder in der Lage sind, ihren Hauptjob aufzugeben.
Flexible Arbeitszeiten statt zweiter fixer Schicht
Gerade für Berufstätige kann ein klassischer Nebenjob schwierig sein. Feste Dienstzeiten, zusätzliche Wege und wenig Einfluss auf den eigenen Einsatz lassen sich nicht immer mit Vollzeitjob, Familie oder Freizeit vereinbaren. Die anonyme Chatter-Methode soll hier mehr Spielraum schaffen. Nach Angaben von Monika Kurz werden die Chatter pro Chat vergütet und können selbst entscheiden, wann sie aktiv werden. Michael, 51 und Vertriebsmitarbeiter im Maschinenbau, beschreibt genau diese Flexibilität als einen wesentlichen Vorteil. Er investierte nach eigener Aussage meist sechs bis zehn Stunden pro Woche und arbeitete häufig zu Zeiten, die sich mit seinem Hauptberuf vereinbaren ließen. Nach einigen Wochen habe er rund 480 Euro verdient, später in einem einzelnen Monat etwa 1.520 Euro. Nach einem halben Jahr lag sein persönlicher monatlicher Verdienst nach eigenen Angaben zwischen 1.200 und 1.400 Euro. Dabei handelt es sich um individuelle Erfahrungswerte und nicht um eine Garantie für vergleichbare Einnahmen.
Monis Chatting Stube: Keine Vorkenntnisse, aber kommunikative Fähigkeiten
Eine spezielle Ausbildung oder Erfahrung mit Online-Arbeit ist nach Angaben von Monika Kurz nicht erforderlich. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Tätigkeit keinerlei Fähigkeiten verlangt. Wer anonym chattet, muss gerne schreiben, geduldig sein und ein Gespür für unterschiedliche Gesprächspartner entwickeln. Einfühlungsvermögen spielt für Kurz dabei eine besonders wichtige Rolle. Sie widerspricht deshalb auch der Vorstellung, dass Chatter lediglich vorgefertigte Nachrichten verschicken. Im Zentrum stehe der zwischenmenschliche Austausch. Neue Teilnehmer sollen mit den Abläufen vertraut gemacht werden und bei Fragen Unterstützung erhalten.
Anonymität als entscheidender Faktor
Dass der Verzicht auf öffentliche Selbstdarstellung für Teilnehmer wichtig sein kann, zeigen auch Rückmeldungen aus Monis Chatting Stube. Julia, 34 und Sachbearbeiterin in der öffentlichen Verwaltung, wollte nach eigener Aussage eine zusätzliche Tätigkeit ausprobieren, ohne dafür ihr Gesicht zeigen oder ständig auf Social Media aktiv sein zu müssen. Über Monis Chatting Stube stieß sie auf die anonyme Chatter-Methode. Sie investierte eigenen Angaben zufolge durchschnittlich neun bis 13 Stunden pro Woche und konnte die Tätigkeit auch ortsunabhängig ausüben. Im ersten Monat verdiente sie nach eigener Aussage rund 680 Euro, später lag ihr persönlicher Durchschnitt bei etwa 1.500 Euro monatlich. Auch diese Angaben beschreiben ausschließlich ihre individuelle Erfahrung und stellen keine allgemeine Verdienstzusage dar.
Nebenverdienst bedeutet weiterhin Arbeit
Monika Kurz legt Wert darauf, die Flexibilität ihres Modells nicht mit einem Einkommen ohne eigenen Aufwand gleichzusetzen. Wie viel jemand verdient, hängt ihrer Darstellung zufolge unter anderem von der investierten Zeit, der Regelmäßigkeit und der eigenen Kommunikationsfähigkeit ab. Gerade große Versprechen sieht sie deshalb kritisch. Angebote, die hohe Einnahmen in kurzer Zeit garantieren oder vermitteln, dass praktisch kein Einsatz notwendig sei, sollten Interessierte genau prüfen. Transparenz bedeutet für Kurz auch, dass vor dem Einstieg klar sein sollte, wer hinter einem Angebot steht, wie die Tätigkeit funktioniert und welche Unterstützung tatsächlich angeboten wird.
Persönliche Betreuung statt Einstieg auf eigene Faust
So anonym die eigentliche Tätigkeit sein soll, so wenig anonym möchte Monika Kurz die Betreuung gestalten. Teilnehmer sollen Fragen stellen können und nicht allein mit einer Plattform oder Unterlagen zurückbleiben. Nach Angaben der Gründerin gehört deshalb eine persönliche Begleitung zum Konzept von Monis Chatting Stube. Gerade Menschen, die bisher kaum Erfahrung mit digitalen Arbeitsmodellen haben, sollen Schritt für Schritt mit der Tätigkeit vertraut gemacht werden. Für Kurz gehört dazu auch, offen darüber zu sprechen, was das Modell leisten kann – und was nicht.
Für wen die anonyme Chatter-Methode gedacht ist
Monis Chatting Stube richtet sich vor allem an Angestellte, die gerne schreiben, flexibel arbeiten möchten und dabei nicht öffentlich auftreten wollen. Wer bereit ist, regelmäßig Zeit zu investieren und sich auf schriftliche Kommunikation einzulassen, bringt nach Angaben von Monika Kurz wichtige Voraussetzungen mit. Ein kostenloses Strategiegespräch soll Interessierten die Möglichkeit geben, offene Fragen zu klären und zu prüfen, ob die anonyme Chatter-Methode zur eigenen Lebenssituation passt.