Nach Corona-Klage gegen Bill Gates: Anwalt landete für 260 Tage im Terroristen-Knast!

(C) Report24/KI

Mitten im juristischen Kampf gegen Bill Gates, Pfizer-Chef Albert Bourla und weitere Verantwortliche der Corona-Politik schlug die niederländische Anti-Terror-Polizei zu. Rechtsanwalt Arno van Kessel wurde aus seinem Haus abgeführt und verbrachte 260 Tage in Untersuchungshaft – überwiegend in der Terrorabteilung eines Hochsicherheitsgefängnisses. Seine Festnahme erfolgte nur wenige Stunden nach der Einreichung wichtiger Unterlagen im Corona-Prozess. In einem ausführlichen Interview schilderte er erschütternde Haftbedingungen, Todesdrohungen durch Islamisten und seine Zweifel am niederländischen Rechtsstaat.

Mitten in der Nacht öffnet sich die Klappe seiner Gefängniszelle. Für fünf Sekunden leuchtet grelles LED-Licht auf. Ein Wärter kontrolliert, ob der Insasse noch lebt. Danach fällt die Klappe wieder zu, schwere Schritte entfernen sich. Arno van Kessel hat diese Geräusche noch immer im Kopf. Der ehemalige niederländische Rechtsanwalt schilderte im ausführlichen Interview mit De Andere Krant vom 25. April 2026, wie ihn die Monate im Hochsicherheitsgefängnis Vught psychisch und körperlich gezeichnet haben. Die Albträume und Schlafstörungen verfolgen ihn bis heute.

Am 11. Juni 2025, gegen fünf Uhr morgens, drang eine Anti-Terror-Einheit in sein Haus in Leeuwarden ein. Ein maskierter Beamter richtete eine Maschinenpistole auf den damals 62-jährigen Juristen. Van Kessel musste in Unterwäsche auf einem Stuhl sitzen, während Polizisten sein Haus durchsuchten. Anschließend zogen sie ihm einen Sack über den Kopf, legten ihm Handschellen an und führten ihn ab. Seine Familie musste die Razzia miterleben.

Wer sich mit Gates, Bourla und Rutte anlegt…

Unter den Festgenommenen war ausgerechnet einer jener Anwälte, die gegen mächtige Akteure der internationalen Corona-Politik vorgehen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Stassen hatte Van Kessel an einer Zivilklage gegen den niederländischen Staat, den früheren Ministerpräsidenten Mark Rutte, Bill Gates, Pfizer-Chef Albert Bourla und weitere Beklagte gearbeitet. Die Kläger verlangen Schadenersatz und werfen den Verantwortlichen vor, die Bevölkerung über die Corona-Impfungen getäuscht zu haben. Report24 berichtete bereits ausführlich über das Verfahren und die bevorstehende Gerichtsverhandlung am 22. Oktober.

Van Kessel und Stassen hatten unmittelbar vor der Festnahme zehn Tage intensiv an einer umfangreichen Erwiderungsschrift gearbeitet. Darin legten sie ihre Argumente für die Klage dar, einschließlich ihrer These, die Corona-Injektionen seien als Biowaffen einzustufen. Nur wenige Stunden nach der elektronischen Einreichung des Schriftsatzes stand die Anti-Terror-Einheit vor Van Kessels Tür. Der Jurist ist überzeugt, dass seine Festnahme mit dem Verfahren zusammenhing. Schon bei der Übernahme des Falls habe er seine Familie gewarnt: „Wenn ich diesen Fall übernehme, könnte mir etwas zustoßen.“ Mit seinem Kollegen hatte er nach eigenen Angaben sogar vereinbart, dass der jeweils andere das Verfahren fortführen würde, falls einer von ihnen ausfallen sollte.

… landet in einem Gefängnis voller Terroristen

Die folgenden Monate verbrachte Van Kessel größtenteils in der Terrorabteilung des schwer gesicherten Gefängnisses Vught. Anfangs sperrte man ihn nach seinen Schilderungen täglich 23 Stunden allein in eine Zelle. Seine Frau wusste zunächst nicht einmal, wo die Behörden ihn festhielten. Beim täglichen Hofgang blickte er auf vier Betonwände. Den Himmel konnte er lediglich durch ein Gitter sehen. Auch seine medizinische Versorgung schildert er als katastrophal. In den ersten drei Monaten hätten ihm die Verantwortlichen notwendige Medikamente vorenthalten. Sein Zustand verschlechterte sich so stark, dass er zeitweise kaum mehr aufstehen konnte. Erst das Eingreifen von Gefängniswärtern habe ihm die benötigte Behandlung verschafft. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet über das Wachpersonal äußerte sich Van Kessel später anerkennend, während seine Kritik vor allem der Gefängnisleitung und der Justiz galt.

Im Dezember verschärfte sich die Lage. Van Kessel und ein weiterer Untersuchungshäftling kamen bei gemeinsamen Aktivitäten mit vier verurteilten islamistischen Extremisten in Kontakt. Nach seiner Darstellung eskalierte ein Streit um einen Weihnachtsbaum und die Vorführung des Films „The Passion of the Christ“. Die Islamisten hätten ihnen mit dem Tod gedroht. Das Gefängnispersonal entfernte anschließend vorsorglich kleine Küchenmesser aus dem Gemeinschaftsbereich. Anfang Februar wandte sich der frühere Anwalt mit einem handschriftlichen Hilferuf an seinen Verteidiger Chris-Jan Kamminga. Am 7. Februar hätten ihm zwei Mithäftlinge schwere körperliche Misshandlungen angedroht. Einen Tag später habe ein afghanischer Häftling diese Drohung wiederholt. „Ich fühle mich nicht mehr sicher“, schrieb Van Kessel. Der psychische Druck sei inzwischen so groß, dass er kaum schlafen und sich nur unzureichend auf seine Verteidigung konzentrieren könne.

Angebliche Anschlagspläne als Vorwand

Doch weshalb behandelten die niederländischen Behörden den Corona-Anwalt überhaupt als Terrorverdächtigen? Im sogenannten Barracuda-Verfahren wirft die Staatsanwaltschaft mehreren Männern vor, einem staatsfeindlichen Netzwerk mit terroristischen Absichten anzugehören. Ermittler hatten Gespräche über mögliche Anschläge auf staatliche Einrichtungen und Amtsträger abgehört. Bei verschiedenen Verdächtigen stellten sie zudem Waffen, Munition und gefährliche Stoffe sicher. Van Kessel bestreitet, an einer Terrorplanung beteiligt gewesen zu sein.

Die Barracuda-Ermittlungen begannen bereits 2024. Ein anonymer Hinweisgeber hatte die Polizei vor einem bewaffneten ehemaligen Soldaten gewarnt, der angeblich zu einer Gruppe um Van Kessel gehörte. Bei einer Razzia im Oktober fanden Ermittler tatsächlich Waffen und Munition. Anschließend weitete die Polizei ihre Ermittlungen auf das Umfeld sogenannter Souveränisten und regierungskritischer Aktivisten aus. Dabei geriet auch der Unternehmer Ritske Blom ins Visier, dessen Dodge Ram mit einem versteckten Mikrofon überwacht wurde. Als Van Kessel am 6. Mai 2025 gemeinsam mit zwei weiteren Männern in diesem Wagen unterwegs war, zeichnete die Polizei ihre Unterhaltung auf. Die Aufzeichnung wurde später zu einem zentralen Beweisstück im Terrorverfahren.

Nach einem Abend mit reichlich Wurst, Käse und Bier hatten sich mehrere Männer während der Autofahrt über Politik und mögliche Gewaltaktionen unterhalten. Dabei fielen auch Äußerungen über Autobomben und Angriffe auf staatliche Einrichtungen. Van Kessel räumt ein, damals dumme und moralisch verwerfliche Dinge gesagt zu haben. Einen tatsächlichen Anschlagsplan habe es jedoch nie gegeben. Zuvor habe er anwesenden Truckern ausdrücklich davon abgeraten, beim NATO-Gipfel zu demonstrieren, weil Festnahmen und die Beschlagnahmung ihrer Fahrzeuge drohten. Auch eine angeblich gefundene Flugzeugbombe sorgte für Aufsehen. Van Kessels Stiefsohn Sander Webbers erklärte gegenüber De Andere Krant, das vermeintliche Beweisstück sei ein alter, unschädlicher Übungsmörser aus Familienbesitz gewesen. Dieser habe seit Jahren verstaubt in seinem Zimmer gelegen. Sein Stiefvater habe davon überhaupt nichts gewusst. Webbers bezeichnete die Darstellung als lächerlich.

Unter Auflagen in Freiheit

Am 20. Februar 2026 entschied das Gericht schließlich, Van Kessels Untersuchungshaft unter Auflagen auszusetzen. Am 26. Februar konnte er das Gefängnis verlassen – exakt 260 Tage nach seiner Festnahme. Frei von Einschränkungen war er damit allerdings nicht: Er musste eine elektronische Fußfessel tragen, durfte das Land nicht verlassen und unterlag Kontaktbeschränkungen. Zwei Verfahren gegen andere ursprünglich Verdächtige hatte die Staatsanwaltschaft bereits eingestellt. Nach dem zuletzt veröffentlichten offiziellen Stand des Gerichts steht die inhaltliche Verhandlung im Barracuda-Verfahren weiterhin aus.

Seine frühere berufliche Existenz hat Van Kessel inzwischen verloren. Bereits im Juli 2025 strich ihn das zuständige Berufsgericht wegen gesonderter anwaltlicher Pflichtverletzungen aus der Anwaltsliste. Nach seiner Entlassung berichtete er von posttraumatischen Beschwerden, körperlichen Schmerzen und einer tiefen Erschütterung seines Vertrauens in die Justiz. Trotz allem zeigte er sich kämpferisch: „Ich bin beschädigt, aber sie haben mich seelisch nicht brechen können.“

Die Geschichte erhält durch den bevorstehenden Corona-Prozess besondere Bedeutung. Am 22. Oktober verhandelt das Bezirksgericht Nordniederlande in Leeuwarden über die Klage gegen Gates, Bourla, Rutte und weitere Beklagte. Während die Kläger eine gerichtliche Aufarbeitung der Corona-Politik verlangen, wartet einer ihrer ursprünglichen Anwälte noch immer auf die inhaltliche Verhandlung seiner eigenen Strafsache.

Alles nur Einschüchterung?

Ob die Festnahme tatsächlich darauf abzielte, Van Kessel aus dem Corona-Verfahren zu drängen, ist bislang nicht bewiesen. Der Jurist erhebt diesen Vorwurf allerdings ausdrücklich. Die zeitliche Abfolge ist auffällig, die Folgen sind unbestreitbar: monatelange Untersuchungshaft, eine schwer belastete Familie und ein Mann, der nach eigenen Angaben gesundheitlich schwer gezeichnet ist. 260 Tage seines Lebens hat Arno van Kessel bereits hinter Gittern verloren. Selbst ein späterer Freispruch könnte ihm diese Zeit nicht zurückgeben. Und während die Justiz über die Verantwortung der Mächtigen in der Corona-Zeit entscheiden soll, muss sie sich auch daran messen lassen, wie sie mit einem Mann umgegangen ist, der diese Verantwortung vor Gericht einfordern wollte.

Doch wie viel Fairness dürfen sich Van Kessel und die Kläger von einem Staat erwarten, der schon während der Corona-Zeit mit voller Härte gegen Maßnahmenkritiker vorging und auch nicht davor zurückschreckte, einen der führenden Anwälte eines juristischen Prozesses monatelang mit gefährlichen Islamisten und Terroristen in ein Hochsicherheitsgefängnis zu stecken? Wollte man Van Kessel und sämtliche anderen Beteiligten des Verfahrens damit einschüchtern?

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