Frankreich brennt: Videos der brutalen Krawalle und Plünderungen durch migrantische Gruppen und Linksextremisten in den Städten fluten die sozialen Netze. Erst im Mai hatte die EU-Kommission selbst auf X ein Bild eines verfallenen Paris gepostet – es aber als Verschwörungstheorie von Aluhutträgern dargestellt. Der Tweet geht nun dank etlicher hämischer Kommentare viral. Inzwischen kann man die Realität kaum mehr von apokalyptischen KI-Bildern unterscheiden.
Im Social-Media-Team der EU-Kommission kam man sich im Mai mutmaßlich sehr lustig vor, als man ein bekanntes Meme nutzte, um Warnungen vor einem verfallenen Paris mit demontierter Wirtschaft und zerstörter Kultur als Verschwörungstheorie darzustellen: So würden nur Aluhutträger die in Wahrheit doch so florierende Stadt sehen, so die Botschaft. Im Text war von einem Kampf um Deutungshoheit die Rede:
Der Kampf um die Deutungshoheit ist in vollem Gange.
Unsere Länder sind immer wieder im Visier.
Es ist an der Zeit zu handeln und die Geschichten zu erzählen, die uns stark machen. Lasst uns unsere eigene Geschichte leben!
Schützen wir das, was zählt – unsere Demokratie.
The battle of narratives is going strong.
— European Commission (@EU_Commission) May 7, 2026
Our countries are a recurring target.
It is time to act to tell the stories that make us strong. Let’s live our own story!
Protect what matters – our democracy. pic.twitter.com/6XXveMTuua
Die Geschichte, die Frankreich und Paris im Speziellen aktuell leben, lässt sich in den sozialen Netzen in zahllosen Videos verfolgen. Da Politiker wie Angela Merkel „unschöne Bilder“ von Einsätzen gegen Migranten an den Grenzen vermeiden wollten, gibt’s die folgenden Bilder jetzt eben im Landesinneren.
Sehen so wackere Kämpfer für Demokratie aus?
France has fallen. pic.twitter.com/SaFGWqOclQ
— Breaking911 (@Breaking911) October 18, 2026
Sind das Geschichten, die uns „stark machen“?
PARIS LOOKS LIKE A WAR ZONE THIS MORNING.
— TONY™ (@TONYxTWO) October 19, 2026
Burned-out cars. Debris everywhere. Luxury stores with smashed windows. Monuments tagged. People walking past the wreckage like it’s normal.
This is what walking through the city looks like on October 18th after last night’s “protests.”… pic.twitter.com/H9xUm8wVvF
Wollen die Menschen diese Geschichte leben?
🚨 Paris, France 🇫🇷
— Mambo Italiano (@mamboitaliano__) October 17, 2026
The final scene with the hooded looter holding two handbags is tragicomic
Tomorrow, all the girlfriends of the Parisian underclass will be better dressed than footballers’ wives
Jokes aside, the army should be deployed… pic.twitter.com/svoXZqqXHY
Ist man überhaupt noch in der Lage, zu schützen, was zählt?
BREAKING:
— Visegrád 24 (@visegrad24) October 17, 2026
Police officers are under massive attack by rioters in Paris pic.twitter.com/JqMGEXv2cX
Gegen diese Aufnahmen wirkte das apokalyptische KI-Bild, das die EU-Kommission als Vision von Aluhutträgern darstellte, beinahe friedlich. Die Kommission hatte sich damals wohl vor allem selbst in Schutz nehmen wollen, immerhin sollte ihr Bild nicht nur das Ergebnis von „verschwundener Kultur“ zeigen, sondern auch von Überregulierung, hohen Steuern und wirtschaftlicher Stagnation – also allem, was der EU aus guten Gründen stetig vorgeworfen wird, ihrer Ansicht nach aber reine Verschwörung ist. Was geschieht, wenn diese leider sehr wohl realen Zustände auf hofierte Linksextremisten und Migranten treffen, muss man sich nun nicht mehr von einer KI generieren lassen. In Frankreich erlebt man es live und in Farbe.
„Gealtert wie Milch“, kommentieren aktuell etliche Nutzer das alte X-Posting von Mai. Andere merken an, dass die Bilder im Meme vertauscht seien – die, die ein intaktes Paris gesehen hatten, seien die wahren Aluhutträger gewesen. Am Ende zeigten die Eurokraten mit ihrem missglückten Beitrag nur eines: Die sogenannten Verschwörungstheoretiker haben recht behalten. Schon wieder.