Baskenland: Migranten stellen 74 Prozent der Festnahmen wegen Sexualdelikten

(C) Report24/KI

Fast drei Viertel der Festnahmen wegen Sexualdelikten im spanischen Baskenland entfallen auf Menschen, die außerhalb Spaniens geboren wurden. Bei Raub mit Gewalt liegt ihr Anteil sogar bei fast 78 Prozent. Die offiziellen Zahlen der baskischen Polizei zeigen eine massive Überrepräsentation – und machen deutlich, warum Herkunftsstatistiken politisch so unbequem sind.

Bilbao, San Sebastián, Vitoria – Städte, die für Tourismus, Wohlstand und Lebensqualität stehen. Doch sobald man die Polizeistatistik danebenlegt, kippt das Bild. Die baskische Polizei Ertzaintza nahm im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 5.050 Menschen wegen Straftaten fest. 2.963 von ihnen waren außerhalb Spaniens geboren. Das sind 58,7 Prozent aller Festnahmen. Bei Sexualdelikten steigt der Anteil noch einmal deutlich. Von 107 Festnahmen wegen Straftaten gegen die sexuelle Freiheit entfielen 79 auf im Ausland Geborene – 73,8 Prozent. Bei sexuellen Übergriffen im engeren Sinn waren es 71 von 93 Festnahmen. Die amtliche Statistik schlüsselt die Herkunft inzwischen nach Geburtsregion auf und unterscheidet unter anderem zwischen Spanien, Europa, Afrika, Maghreb, Amerika und Asien.

Auch bei anderen schweren Delikten zeigt sich dasselbe Muster. Von 30 Festnahmen wegen Tötungsdelikten und entsprechenden Versuchen entfielen 22 auf im Ausland Geborene – 73,3 Prozent. Bei Körperverletzungsdelikten waren es 583 von 951 Festnahmen, also 61,3 Prozent. Bei Diebstahl lag der Anteil bei 222 von 279 Festnahmen und damit bei 79,6 Prozent. Beim Raub mit Gewalt oder Einschüchterung nähert sich der Anteil ebenfalls der 80-Prozent-Marke: 253 von 326 Festnahmen entfielen auf im Ausland Geborene. Das entspricht 77,6 Prozent. Fast vier von fünf Festgenommenen in dieser Deliktsgruppe kamen damit außerhalb Spaniens zur Welt. Besonders stark fällt der Maghreb ins Gewicht. Von sämtlichen 5.050 Festnahmen im ersten Halbjahr entfielen 1.507 auf dort Geborene. Beim Raub mit Gewalt oder Einschüchterung waren es 215 von insgesamt 326 Festnahmen – rund zwei Drittel. Bei 93 Festnahmen wegen sexueller Übergriffe entfielen 22 auf Menschen mit Geburtsort im Maghreb.

Eine massive Überrepräsentation

Diese Zahlen müssen dabei im Kontext ihres Bevölkerungsanteils betrachtet werden. Anfang 2025 waren nach Angaben des baskischen Statistikamtes Eustat rund 14 Prozent der Einwohner außerhalb Spaniens geboren. Dieser Bevölkerungsteil stellte im ersten Halbjahr 2026 jedoch 58,7 Prozent aller Festgenommenen, 73,8 Prozent der Festgenommenen bei Sexualdelikten und 77,6 Prozent bei Raub mit Gewalt oder Einschüchterung. Das sind die „Goldstücke“, die angeblich Europa und dessen Sozialstaaten „retten“ sollen.

Wichtig ist jedoch auch die Tatsache, dass der offizielle Ausländeranteil von 10,2 Prozent im Baskenland und der Anteil von 14 Prozent von im Ausland geborenen Einwohnern zwei unterschiedliche Dinge sind. Wie man sieht, wurden viele der außerhalb Spaniens geborenen Menschen bereits eingebürgert. Die Polizeistatistik sortiert nach Geburtsort, nicht nach Staatsangehörigkeit selbst. Mehr als 100.000 außerhalb Spaniens geborene Einwohner des Baskenlandes besitzen inzwischen einen spanischen Pass. Doch selbst mit dieser Vergleichszahl bleibt das Verhältnis extrem. 14 Prozent der Bevölkerung stehen fast 59 Prozent aller Festnahmen gegenüber. Bei Sexualdelikten ist der Anteil an den Festnahmen mehr als fünfmal so hoch wie der Anteil an der Gesamtbevölkerung. Bei Gewalt-Raub liegt er noch höher.

Dass diese Herkunftsdaten überhaupt so offen vorliegen, ist vergleichsweise neu. „The Objective“ berichtete, die baskische Regierung habe Ende 2025 ihre bisherige Praxis geändert und die Ertzaintza veröffentliche die Herkunft der Festgenommenen seither systematischer. Vorausgegangen waren politische Auseinandersetzungen im baskischen Parlament. Mit der neuen Transparenz fällt ein beliebtes Versteckspiel weg. Die Polizeistatistik zeigt jetzt schwarz auf weiß, wie stark im Ausland Geborene bei zahlreichen Delikten überrepräsentiert sind: fast drei Viertel der Festnahmen bei Sexualdelikten, fast vier Fünftel bei Raub mit Gewalt. Und dem deutlichsten überrepräsentiert sind wieder einmal Menschen aus dem afrikanischen Kontinent – vor allem die Maghrebiner.

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